Los 680
Ludolf von Sachsen, Vita Jesu Christi. Lyon 1522.
Schätzpreis
€ 600
Ausrufpreis
€ 400
Los:
680
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Künstler*in:
Ludolf von Sachsen
Ludolf von Sachsen: Vita Jesu Christi rede(m)ptoris nostri ex secundissimis eva(n)geliorum sententiis et approbatis ab ecclesia doctoribus excerpta. Lyon: Huyon für Giunta 12. April 1522. 19,8 x 14 cm. Mit Titelholzschnitt, eingefasst von figürlicher Bordüre, 1 Hz.-Kopfvign., Hz.-Druckermarke am Schluss und zahlr. Hz.-Initialen. 11 Bll., 412 röm. num., 3 nn. Bll. Gotische Typen. Zweispaltiger Druck. Titel in Schwarz und Rot. Blindgepr. Ldr. mit vier Schließenresten. Vorsätze aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament.
(Berieben, bestoßen, wurmspurig, fleckig, Rückenbezug mit Fehlstellen, Gelenke gebrochen, Schließen verloren.Vorsätze wurmspurig. Die erste Lage aus der Bindung gelöst. Titel mit hs. Besitzvermerk und Wasserfleck im Unterrand. Durchgehend feuchtfleckig, stellenweise mit großen Wasserflecken. Wenige Bll. mit Papierdefekten wie kleinen Einrissen oder Eckausrissen. Buchblock etwas knapp beschnitten. Gebräunt und vereinzelt fingerfleckig.)
Diese Ausgabe nicht im STC, EDIT16 und bei Adams. Vgl. Baudrier VI, S. 139 (Ausgabe 1530). - Seltene Lyoner Ausgabe des Erbauungswerkes des Kartäusers Ludolf von Sachsen (ca. 1300-1377). Die Vita Christi entstand vermutlich zwischen 1348 und 1368 in Mainz. Bereits zu Ludolfs Lebzeiten war das Werk über den Kartäuserorden hinaus bekannt und schon im frühen 15. Jahrhundert befand es sich in den meisten Klosterbibliotheken, wie die Handschriftenüberlieferung belegt. Der Erstdruck erfolgte 1472 in Paris und Köln. Ludolf verbindet die fortlaufende Betrachtung des Lebens Jesu mit Auslegungen der Evangelien und zahlreichen Zitaten kirchlicher Autoritäten auf eine Weise, die ihm den Ruf eines der bedeutendsten Vermittler christologischer Betrachtung im Spätmittelalter eintrug. Zugleich gilt sein Werk als eine der wichtigsten Quellen für das Exerzitienbuch des Ignatius von Loyola und damit als ein wesentlicher Impulsgeber für die Entwicklung der Frömmigkeitsgeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts.
(Berieben, bestoßen, wurmspurig, fleckig, Rückenbezug mit Fehlstellen, Gelenke gebrochen, Schließen verloren.Vorsätze wurmspurig. Die erste Lage aus der Bindung gelöst. Titel mit hs. Besitzvermerk und Wasserfleck im Unterrand. Durchgehend feuchtfleckig, stellenweise mit großen Wasserflecken. Wenige Bll. mit Papierdefekten wie kleinen Einrissen oder Eckausrissen. Buchblock etwas knapp beschnitten. Gebräunt und vereinzelt fingerfleckig.)
Diese Ausgabe nicht im STC, EDIT16 und bei Adams. Vgl. Baudrier VI, S. 139 (Ausgabe 1530). - Seltene Lyoner Ausgabe des Erbauungswerkes des Kartäusers Ludolf von Sachsen (ca. 1300-1377). Die Vita Christi entstand vermutlich zwischen 1348 und 1368 in Mainz. Bereits zu Ludolfs Lebzeiten war das Werk über den Kartäuserorden hinaus bekannt und schon im frühen 15. Jahrhundert befand es sich in den meisten Klosterbibliotheken, wie die Handschriftenüberlieferung belegt. Der Erstdruck erfolgte 1472 in Paris und Köln. Ludolf verbindet die fortlaufende Betrachtung des Lebens Jesu mit Auslegungen der Evangelien und zahlreichen Zitaten kirchlicher Autoritäten auf eine Weise, die ihm den Ruf eines der bedeutendsten Vermittler christologischer Betrachtung im Spätmittelalter eintrug. Zugleich gilt sein Werk als eine der wichtigsten Quellen für das Exerzitienbuch des Ignatius von Loyola und damit als ein wesentlicher Impulsgeber für die Entwicklung der Frömmigkeitsgeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts.