Los 329
Stillfried, Views & Costumes of Japan. Yokohama (um 1878).
Schätzpreis
€ 10.000
Ausrufpreis
€ 8.000
Los:
329
Kategorie:
Geographie und Ansichtenwerke
Japan. - (Stillfried-Rattonitz, Raimund von): Views and Costumes of Japan. Yokohama: Stillfried & Andersen (um 1878). 30 x 39,3 cm (Photographien ca.19,5 x 24 cm). Mit photographischem Titel und 100 (davon 50 handkolor.) auf Karton mont. Photographien. HLdr. mit lackierten Holzdeckeln, Rv., ornamentaler Innenkantenvergoldung und Goldschnitt; Vorderdeckel mit intarsierten Vogel- und Blumenmotiven.
(Beide Deckel gebrochen, Vorderdeckel mit Klebeband fixiert, berieben, kleine Lackabplatzungen, Schabspuren, Ecken bestoßen, das Holz des Rückdeckels an der oberen Ecke gesplittert. Vorsätze stockfleckig. Die Trägerkartons leicht gebräunt, gewellt und meist im Oberrand etwas stockfleckig. Die Photographien mit moderaten Alters- und Gebrauchsspuren wie Randblässe und kleinen Bereibungen.)
Vgl. Thieme/B., S. 52. - Seltener Prachtband des Photographiepioniers Raimund von Stillfried-Rattonitz (auch: Rathenitz; 1839-1911), der zu den einflussreichsten europäischen Photographen im Japan der Meiji-Zeit (1868-1912) zählt, während der sich der Feudalstaat zu einer modernen imperialen Großmacht entwickelte. Nach einem Malereistudium in Wien und Linz unternahm der österreichische Baron ausgedehnte Reisen durch China, Japan und Amerika. Im Jahr 1870 war er als Kanzler der norddeutschen Gesandtschaften in Jeddo tätig und fungierte gleichzeitig als Berichterstatter für die österreichische Monarchie. 1871/1872 gründete er sein erstes Photoatelier in Yokohama. Nach der Übernahme des Studios ‚F. Beato & Co., Photographers‘ im Jahr 1877 etablierte Stillfried gemeinsam mit Hermann Andersen die Japan Photographic Association. Die in den dort produzierten Alben versammelten Aufnahmen prägten über Jahrzehnte das westliche Bild des „geheimnisvollen, alten Japan“ kurz nach seiner Öffnung.
Das hier angebotene Album dokumentiert die rasch verschwindende traditionelle Kultur der späten Edo- und frühen Meiji-Zeit. Es teilt sich typischerweise in die beiden Motivgruppen der Typenstudien und Ansichten und enthält meisterhaft im Studio inszenierte Porträts von Samurais in Rüstung, Geishas, Ringern, Priestern, Händlern und Handwerkern. Die feine Handkolorierung der Gewänder zeugt von der herausragenden Qualität japanischer Koloristen, die in Stillfrieds Studio arbeiteten. Die Ansichten zeigen u. a. Yokohama, Kanagawa, Kashiwaya, Odawara, Hakone, Tokio, Shiba, Asakusa, Nikko, Kobe, Osaka, Kiyomidzo, Ishiyama und Nagasaki, darunter unberührte Landschaften, Tempelanlagen und Straßenszenen.
(Beide Deckel gebrochen, Vorderdeckel mit Klebeband fixiert, berieben, kleine Lackabplatzungen, Schabspuren, Ecken bestoßen, das Holz des Rückdeckels an der oberen Ecke gesplittert. Vorsätze stockfleckig. Die Trägerkartons leicht gebräunt, gewellt und meist im Oberrand etwas stockfleckig. Die Photographien mit moderaten Alters- und Gebrauchsspuren wie Randblässe und kleinen Bereibungen.)
Vgl. Thieme/B., S. 52. - Seltener Prachtband des Photographiepioniers Raimund von Stillfried-Rattonitz (auch: Rathenitz; 1839-1911), der zu den einflussreichsten europäischen Photographen im Japan der Meiji-Zeit (1868-1912) zählt, während der sich der Feudalstaat zu einer modernen imperialen Großmacht entwickelte. Nach einem Malereistudium in Wien und Linz unternahm der österreichische Baron ausgedehnte Reisen durch China, Japan und Amerika. Im Jahr 1870 war er als Kanzler der norddeutschen Gesandtschaften in Jeddo tätig und fungierte gleichzeitig als Berichterstatter für die österreichische Monarchie. 1871/1872 gründete er sein erstes Photoatelier in Yokohama. Nach der Übernahme des Studios ‚F. Beato & Co., Photographers‘ im Jahr 1877 etablierte Stillfried gemeinsam mit Hermann Andersen die Japan Photographic Association. Die in den dort produzierten Alben versammelten Aufnahmen prägten über Jahrzehnte das westliche Bild des „geheimnisvollen, alten Japan“ kurz nach seiner Öffnung.
Das hier angebotene Album dokumentiert die rasch verschwindende traditionelle Kultur der späten Edo- und frühen Meiji-Zeit. Es teilt sich typischerweise in die beiden Motivgruppen der Typenstudien und Ansichten und enthält meisterhaft im Studio inszenierte Porträts von Samurais in Rüstung, Geishas, Ringern, Priestern, Händlern und Handwerkern. Die feine Handkolorierung der Gewänder zeugt von der herausragenden Qualität japanischer Koloristen, die in Stillfrieds Studio arbeiteten. Die Ansichten zeigen u. a. Yokohama, Kanagawa, Kashiwaya, Odawara, Hakone, Tokio, Shiba, Asakusa, Nikko, Kobe, Osaka, Kiyomidzo, Ishiyama und Nagasaki, darunter unberührte Landschaften, Tempelanlagen und Straßenszenen.