Los 293
H. Schnee (Hrsg.), Deutsches Kolonial-Lexikon. 3 Bde. Leipzig 1920.
Schätzpreis
€ 600
Ausrufpreis
€ 400
Los:
293
Kategorie:
Geographie und Ansichtenwerke
Künstler*in:
Heinrich (Hrsg.) Schnee
Schnee, Heinrich (Hrsg.): Deutsches Kolonial-Lexikon. 3 Bde. Leipzig: Quelle & Meyer 1920. 25,5 x 17,1 cm. Mit 33 meist farb. Faltkarten, 39 Farbtafeln (davon 1 doppelblattgr.), 208 Schwarzweißtafeln und zahlr. Abb. und Karten im Text. XXX SS., 1 Bl., 776 SS.; 2 Bll., 698 SS.; 2 Bll., 778 SS. Mod. Ln mit den original Rücken neu gebunden. Hs. Bibliotheksschilder auf Rücken aufgeklebt. Kopffarbschnitt nur Band 3 (blau).
(Gesäubert, restauriert und neu gebunden.Auf Rücken und teils Deckel Reste des Originaleinbandes montiert. Zu knapp beschnitten mit Buchstabenverlust beiTafel 208. Band 3 OriginalDeckel aufgeklebt.)
Bibliotheksstempel "Deutsches Institut für trop. u. subtrop. Landwirtschaft - Witzenhausen-" und " Gruppe Deutscher kolonialwirtschaftlicher Unternehmungen" auf Vortitel und Titel.
Kainbacher 420. - Erste Ausgabe. - Das Erscheinen des Koloniallexikons war eigentlich bereits für das Jahr 1914 geplant, wurde jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhindert. Als „Ergebnis des Zusammenwirkens von etwa 80 der bedeutendsten Vertreter kolonialer Wissenschaft und Praxis“ (Vorwort) enthält es in alphabetischer Ordnung eine Fülle von wertvollem Material über alle Aspekte und Personen der deutschen Kolonien. - Herausgeber Heinrich Schnee (1871–1949) war von 1912–1919 Gouverneur der Kolonie Deutsch-Ostafrika. „Nach dem Verlust der Kolonien setzte sich S., unterstützt von seiner Frau Ada, in zahlreichen Funktionen, Vorträgen, Publikationen, v. a. im Dt. Koloniallexikon und in seiner Studie ‚Die koloniale Schuldlüge‘, einem Standardwerk des dt. Kolonialrevisionismus, sowie in Schulbüchern für eine positive Sicht der dt. Kolonialgeschichte und für die Rückgewinnung der Kolonien ein. 1925 wurde auf seine Initiative eine ‚Interfraktionelle Koloniale Vereinigung‘ gegründet. Der Versuch, seine Vorstellungen nach 1933 auch in der NSDAP durchzusetzen und die Gleichschaltung der Dt. Kolonialgesellschaft zu verhindern, scheiterte jedoch: 1936 wurden alle Kolonialangelegenheiten dem NS-Reichskolonialbund unterstellt. S. legte fast alle Präsidenten-Ämter nieder“ (NDB XXIII, S. 280 f.).
(Gesäubert, restauriert und neu gebunden.Auf Rücken und teils Deckel Reste des Originaleinbandes montiert. Zu knapp beschnitten mit Buchstabenverlust beiTafel 208. Band 3 OriginalDeckel aufgeklebt.)
Bibliotheksstempel "Deutsches Institut für trop. u. subtrop. Landwirtschaft - Witzenhausen-" und " Gruppe Deutscher kolonialwirtschaftlicher Unternehmungen" auf Vortitel und Titel.
Kainbacher 420. - Erste Ausgabe. - Das Erscheinen des Koloniallexikons war eigentlich bereits für das Jahr 1914 geplant, wurde jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhindert. Als „Ergebnis des Zusammenwirkens von etwa 80 der bedeutendsten Vertreter kolonialer Wissenschaft und Praxis“ (Vorwort) enthält es in alphabetischer Ordnung eine Fülle von wertvollem Material über alle Aspekte und Personen der deutschen Kolonien. - Herausgeber Heinrich Schnee (1871–1949) war von 1912–1919 Gouverneur der Kolonie Deutsch-Ostafrika. „Nach dem Verlust der Kolonien setzte sich S., unterstützt von seiner Frau Ada, in zahlreichen Funktionen, Vorträgen, Publikationen, v. a. im Dt. Koloniallexikon und in seiner Studie ‚Die koloniale Schuldlüge‘, einem Standardwerk des dt. Kolonialrevisionismus, sowie in Schulbüchern für eine positive Sicht der dt. Kolonialgeschichte und für die Rückgewinnung der Kolonien ein. 1925 wurde auf seine Initiative eine ‚Interfraktionelle Koloniale Vereinigung‘ gegründet. Der Versuch, seine Vorstellungen nach 1933 auch in der NSDAP durchzusetzen und die Gleichschaltung der Dt. Kolonialgesellschaft zu verhindern, scheiterte jedoch: 1936 wurden alle Kolonialangelegenheiten dem NS-Reichskolonialbund unterstellt. S. legte fast alle Präsidenten-Ämter nieder“ (NDB XXIII, S. 280 f.).