Los 942

Maria Theresia. Schriftstück mit eigenh. Unterschrift. Wien, 20.VII.1761.

Schätzpreis
€ 600
Ausrufpreis
€ 400
Zuschlag
€ 400
Los: 942
Kategorie: Manuskripte und Autographen
MARIA THERESIA (1717 Wien – 1780 Wien)
Erzherzogin von Österreich

Kanzleischreiben mit eigenhändiger Unterschrift. Wien, 20. Juli 1761. 1 gefalt. Bogen. Bütten mit zwei Wasserzeichen. 33,4 x 21,7 cm.

(Minimal gebräunt. Wasserfleck im Bereich der Unterschrift Maria Theresias; das Gegenblatt ebenfalls mit Wasserfleck. Siegelreste.)

Finanz- und verwaltungshistorisches Dokument aus der Regierungszeit Maria Theresias (1717–1780), in welchem die Herrscherin die Annahme eines kirchlichen Darlehens zur Deckung der „schwersten Erfordernisse des gegenwärtigen Krieges“ bestätigt. Das Schreiben richtet sich an geistliche Würdenträger des Komitats Moson (Wieselburg) in Westungarn und dokumentiert die Einzahlung von 1500 Rheinischen Gulden in die Pressburger Kriegskasse gegen eine Verzinsung von sechs Prozent. Das Schreiben steht exemplarisch für die außerordentlichen finanziellen Anstrengungen der Habsburgermonarchie während der großen militärischen Auseinandersetzungen der mittleren Regierungszeit und belegt die enge Einbindung kirchlicher Institutionen in die staatliche Kriegsfinanzierung. Bemerkenswert ist die präzise geregelte Anrechnung der Zinsen auf die Kontributionsschuld des Komitats, das Einblick in die Funktionsweise des theresianischen Finanz- und Kontributionssystems gewährt. - Gegengezeichnet von Graf Nicolaus Palffy.