Los 930
Carta Ejecutoria de Hidalguía. Adelsbrief zur Nobilitierung des Luis de Tórtoles aus Miranda del Castañar (Salamanca). Spanische Handschrift auf Pergament. Valladolid, 30.VI.1566.
Schätzpreis
€ 1.500
Ausrufpreis
€ 1.000
Zuschlag
€ 1.900
Los:
930
Kategorie:
Manuskripte und Autographen
Carta executoria de hidalguia. Adelsbrief zur Nobilitierung des Luis de Tórtoles aus Miranda del Castañar (Salamanca). Spanische Urkunde auf Pergament. Valladolid, 30. Juni 1566. 290 x 210 mm. 31 Bll. (das letzte leer). Schriftspiegel 200 x 132 mm, rot regliert. 38 Zeilen in gleichmäßiger Rotunda in schwarzer und dunkelbrauner Tinte von einer Kanzleihand (erste 27 Bll.; danach 3 Bll. mit späteren Eintragungen mehrerer Hände). Im Unterrand kalligraphisch ornamentiert. Braunes Kalbsleder, die Deckel mit sechsfachem blindgepr. Rahmen aus Fileten und Ornamentrollen mit Porträts, dazu Einzelstempel mit Tiermotiven; Kordelheftung.
(Berieben, bestoßen, untere Ecken aufgeplatzt. Die Deckel mit jeweils vier Löchern ehemaliger Schließbänder. Das Wappen mit Bereibungen, die Zierseite im Unterrand mit drei Wurmlöchern. Die Blätter mit Wurmspuren im Unterrand, Tintenflecken an den Rändern, kleinen Randdefekten, finger- und altersfleckig; ein Blatt mit geschlossenem Einriss.)
Zu Beginn eine Zierseite mit einer großen Initiale „D“ mit goldenem Buchstabenkörper auf blauem Grund, darin in farbiger Gouache die Darstellung der Verkündigung an Maria. Am unteren Rand der Eingangsseite das Wappen des Empfängers auf rotem Grund, eingefasst von mehrfarbigen Floralvoluten auf goldenem Grund. 16 Überschriften mit abgesetzten Initialen in goldenen Versalien auf blauem und rotem Grund. - Adelsdiplom Philipps II. von Spanien mit zahlreichen Privilegien zugunsten des Luis de Tórtoles aus Miranda del Castañar (Salamanca). Die Urkunde dokumentiert die gerichtliche Bestätigung des Adels in einer Epoche administrativer Konsolidierung und juristischer Präzisierung des kastilischen Adelsrechts. Diese repräsentative Gattung spanischer Adelsdiplome erlebte unter der Herrschaft Philipps II. ihre besondere Blüte. Derartige Schriftstücke wurden nach erfolgreich durchlaufenen Adelsprozessen vor den königlichen Gerichtshöfen ausgefertigt und dienten fortan als rechtsverbindlicher Nachweis der Adelqualität mit weitreichenden Vorrechten, darunter Steuerfreiheit, Zugang zu öffentlichen Ämtern und gesellschaftliche Distinktion. Die sichtbaren Gebrauchs- und Altersspuren sind dabei als authentische Zeugnisse intensiver Nutzung im familiären Besitz zu würdigen; sie veranschaulichen den praktischen Rechtswert solcher Urkunden über Generationen hinweg.
(Berieben, bestoßen, untere Ecken aufgeplatzt. Die Deckel mit jeweils vier Löchern ehemaliger Schließbänder. Das Wappen mit Bereibungen, die Zierseite im Unterrand mit drei Wurmlöchern. Die Blätter mit Wurmspuren im Unterrand, Tintenflecken an den Rändern, kleinen Randdefekten, finger- und altersfleckig; ein Blatt mit geschlossenem Einriss.)
Zu Beginn eine Zierseite mit einer großen Initiale „D“ mit goldenem Buchstabenkörper auf blauem Grund, darin in farbiger Gouache die Darstellung der Verkündigung an Maria. Am unteren Rand der Eingangsseite das Wappen des Empfängers auf rotem Grund, eingefasst von mehrfarbigen Floralvoluten auf goldenem Grund. 16 Überschriften mit abgesetzten Initialen in goldenen Versalien auf blauem und rotem Grund. - Adelsdiplom Philipps II. von Spanien mit zahlreichen Privilegien zugunsten des Luis de Tórtoles aus Miranda del Castañar (Salamanca). Die Urkunde dokumentiert die gerichtliche Bestätigung des Adels in einer Epoche administrativer Konsolidierung und juristischer Präzisierung des kastilischen Adelsrechts. Diese repräsentative Gattung spanischer Adelsdiplome erlebte unter der Herrschaft Philipps II. ihre besondere Blüte. Derartige Schriftstücke wurden nach erfolgreich durchlaufenen Adelsprozessen vor den königlichen Gerichtshöfen ausgefertigt und dienten fortan als rechtsverbindlicher Nachweis der Adelqualität mit weitreichenden Vorrechten, darunter Steuerfreiheit, Zugang zu öffentlichen Ämtern und gesellschaftliche Distinktion. Die sichtbaren Gebrauchs- und Altersspuren sind dabei als authentische Zeugnisse intensiver Nutzung im familiären Besitz zu würdigen; sie veranschaulichen den praktischen Rechtswert solcher Urkunden über Generationen hinweg.