Los 714
* C. F. Gauss, Theorematis fundamentalis. Göttingen 1818. / Theoria residuorum. Göttingen 1828.
Schätzpreis
€ 5.000
Ausrufpreis
€ 4.000
Los:
714
Kategorie:
Naturwissenschaften, Technik und Medizin
Künstler*in:
Carl Friedrich Gauss
Gauss, Carl Friedrich: Theorematis fundamentalis in doctrina de residius quadraticis demonstrationes et ampliationes novae. Göttingen: Heinrich Dieterich 1818. / Theoria residuorum biquadraticorum. Commentatio prima. Göttingen: Dieterich 1828. 2 Drucke in einem Heft. 23,6 x 19,7 cm. 20; 32 SS. Kordelheftung mit schlichtem Papierdeckblatt.
(Das leere Deckblatt mit ca. 7 cm langem Einriss im Oberrand, Randläsuren und Knickspuren. Deckblatt und letztes Blatt stark gebräunt. Titel des ersten Drucks staubfleckig und wasserrandig. Der erste Druck durchgehend wasserrandig. Der zweite Druck ab Blatt B³ stärker werdend wasserrandig. Gebräunt.)
Zu I) Poggendorf I, 855. - Erster separate Ausgabe; Sonderdruck mit eigener Paginierung aus dem vierten Band der Commentationes Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis. - In dieser wichtigen Schrift liefert Gauss eine fünfte und sechste Beweisführung seines fundamentalen Lehrsatzes der quadratischen Reziprozität, ergänzt um Erweiterungen zu diesem Kernstück der höheren Arithmetik. Gauss vervollkommnet damit die Arbeit zu diesem Thema in seinen Disquisitiones Arithmeticae von 1801 und leistet einen wichtigen Beitrag zur Zahlentheorie.
Zu II) Poggendorf I, 855. Vgl. HAB, Maß, Zahl und Gewicht, S. 98. - Nur der erste Kommentar; der zweite erschien 1832 als Separatdruck. - Sonderdruck mit eigener Paginierung aus dem sechsten Band der Commentationes Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis. - Mit der Theorie der biquadratischen Reste legte Carl Friedrich Gauss einen weiteren Grundstein seiner zahlentheoretischen Forschungen, die seit den Disquisitiones Arithmeticae (1801) das Fach nachhaltig geprägt hatten. Gauss geht der Frage nach, unter unter welchen Bedingungen eine Zahl vierte Potenzreste modulo einer Primzahl besitzt und entwickelt die Theorie der sogenannten biquadratischen Reziprozität, eine Verallgemeinerung des quadratischen Reziprozitätsgesetzes, dessen erste strenge Beweise er selbst geliefert hatte. Die Untersuchung führt tief in die Struktur der komplexen Zahlen und insbesondere der Gauss’schen ganzen Zahlen; sie markiert damit einen entscheidenden Schritt hin zur algebraischen Zahlentheorie des 19. Jahrhunderts.
(Das leere Deckblatt mit ca. 7 cm langem Einriss im Oberrand, Randläsuren und Knickspuren. Deckblatt und letztes Blatt stark gebräunt. Titel des ersten Drucks staubfleckig und wasserrandig. Der erste Druck durchgehend wasserrandig. Der zweite Druck ab Blatt B³ stärker werdend wasserrandig. Gebräunt.)
Zu I) Poggendorf I, 855. - Erster separate Ausgabe; Sonderdruck mit eigener Paginierung aus dem vierten Band der Commentationes Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis. - In dieser wichtigen Schrift liefert Gauss eine fünfte und sechste Beweisführung seines fundamentalen Lehrsatzes der quadratischen Reziprozität, ergänzt um Erweiterungen zu diesem Kernstück der höheren Arithmetik. Gauss vervollkommnet damit die Arbeit zu diesem Thema in seinen Disquisitiones Arithmeticae von 1801 und leistet einen wichtigen Beitrag zur Zahlentheorie.
Zu II) Poggendorf I, 855. Vgl. HAB, Maß, Zahl und Gewicht, S. 98. - Nur der erste Kommentar; der zweite erschien 1832 als Separatdruck. - Sonderdruck mit eigener Paginierung aus dem sechsten Band der Commentationes Societatis Regiae Scientiarum Gottingensis. - Mit der Theorie der biquadratischen Reste legte Carl Friedrich Gauss einen weiteren Grundstein seiner zahlentheoretischen Forschungen, die seit den Disquisitiones Arithmeticae (1801) das Fach nachhaltig geprägt hatten. Gauss geht der Frage nach, unter unter welchen Bedingungen eine Zahl vierte Potenzreste modulo einer Primzahl besitzt und entwickelt die Theorie der sogenannten biquadratischen Reziprozität, eine Verallgemeinerung des quadratischen Reziprozitätsgesetzes, dessen erste strenge Beweise er selbst geliefert hatte. Die Untersuchung führt tief in die Struktur der komplexen Zahlen und insbesondere der Gauss’schen ganzen Zahlen; sie markiert damit einen entscheidenden Schritt hin zur algebraischen Zahlentheorie des 19. Jahrhunderts.