Los 524

S. Ferrante, Il diritto della natura e delle genti poema. Neapel 1763.

Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Zuschlag
€ 140
Los: 524
Kategorie: Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Künstler*in: Stefano Ferrante
Ferrante, Stefano: Il diritto della natura e delle genti. Neapel: Lanciano 1763. 22 x 17,5 cm. Mit 11 Hz.-Kopf- bzw. Schlussvign. und 7 Hz.-Initialen. 8 Bll., 158 SS. Pgt.

(Einband minimal wurmstichig. Fliegendes Vorsatzblatt mit hs. Besitzvermerk. Titel schwach fleckig und verso mit hs. Inhaltsverzeichnis in Bleistift. Im Satzspiegel gebräunt. 3 Bll. der Vorrede mit Unterstreichungen und Marginalien in Bleistift.)

Über das Natur- und Völkerrecht im Kontext der Aufklärung und der zeitgenössischen Rechtsphilosophie des 18. Jahrhunderts. Ferrante beschäftigt sich in diesem Werk mit den Grundlagen des Rechts, das allen Menschen aufgrund ihrer Natur gemeinsam ist („diritto della natura“) sowie mit dem Recht zwischen Völkern und Staaten („delle genti“). Er greift dabei auf die Gedanken von Naturrechtsphilosophen wie Grotius, Pufendorf und Vattel zurück, ordnet deren Gedanken aber in eine eigene systematische Darstellung ein, wobei die Vernunft als Quelle des Rechts im Mittelpunkt steht. Ferrante betont, dass moralische und rechtliche Normen aus der menschlichen Vernunft ableitbar seien, unabhängig von religiösen Dogmen. Besonders hervorzuheben ist sein Versuch, das Naturrecht in eine praktische Staats- und Rechtslehre zu überführen.