Los 236

F. G. Resewitz, Die Erziehung des Bürgers zum Gebrauch des gesunden Verstandes. Kopenhagen 1773.

Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Los: 236
Kategorie: Geschichte, Kulturgeschichte und Varia
Künstler*in: Friedrich Gabriel Resewitz
Resewitz, Friedrich Gabriel: Die Erziehung des Bürgers zum Gebrauch des gesunden Verstandes und zur gemeinnützigen Geschäftigkeit. Kopenhagen: Heineck und Faber 1773. 20,3 x 12,4 cm. Mit 2 typogr. Tafeln. 4 Bll., 212 SS. InterimsPp.

(Einband stärker berieben. Etwas gebräunt und altersfleckig.)

ADB XVIII, 243. Brüggemann / Ewers III, 1238. - Programmatische Schrift des Berliner Theologen u. Pädagogen der Aufklärung, Friedrich Gabriel Resewitz (1729-1806). Er legt hier seine Idee eines berufsständischen Schul- und Erziehungswesens dar. - "Das Ergebniß seiner pädagogischen Reformversuche legte er in einem 1773 erschienenen Buche „Die Erziehung des Bürgers zum Gebrauche des gesunden Menschenverstandes und zur gemeinnützigen Geschäftigkeit“ nieder, welches für seine weiteren Lebensschicksale entscheidend wurde. In diesem Buche zeigte er, wie das Schul- und Erziehungswesen der Gegenwart neu zu gestalten sei, indem er eine bürgerliche Erziehungsanstalt verlangte, die sich in einer dreifachen Form zu zeigen habe, einmal als Land- und Ackerschule für den Bauernstand — eine Form, die mit dem gleichzeitigen Reformversuche des Domherrn v. Rochow zusammenfiel —, sodann als Handwerkschule für die Provinzialstädte und für die unteren Stände in der Hauptstadt, endlich als eine große Erziehungsanstalt in der Hauptstadt für die „gesittete“ Jugend. In der letzteren sah er die Realschule, neben welcher die gelehrte Schule, das Gymnasium, bestehen soll" (ADB).