Los 191

F. C. Khevenhiller, Annales Ferdinandei. 12 Tle. in 7 Bdn. Leipzig 1721-26.

Schätzpreis
€ 3.000
Ausrufpreis
€ 2.000
Zuschlag
€ 2.000
Los: 191
Kategorie: Geschichte, Kulturgeschichte und Varia
Künstler*in: Franz Christoph von Khevenhiller
Khevenhiller, Franz Christoph von: Annales Ferdinandei oder Wahrhaffte Beschreibung Kaysers Ferdinandi des Andern mildesten Gedächtniß, Geburth, Aufferziehung und bißhero in Krieg und Friedens-Zeiten vollbrachten Thaten. 12 Tle. in 7 Bdn. Leipzig: Weidmann 1721-26. 33,7 x 22,1 cm. Mit 17 gest. Titelvign. (wdh.), 22 gest. Initialen, 90 gest. Vign., 71 doppelblattgr. Kupfertafeln, 3 blattgr. Tafeln und 3 Hz.-Vign. Pgt. mit hs. Rt.

(Einbände mit geringen Gebrauchsspuren und etwas fleckig. Die doppelblattgr. Tafeln auf einen Falz montiert und rückseitig am Bundsteg des Folgeblatts verklebt. Die ersten Lagen und 3 Tafeln in Bd. I mit Wurmspur im Unterrand. Das fliegende Vorsatzblatt von Bd. I mit hs. bibliographischen Eintragungen. Die Titel der Tle. I, V, VII, IX, X, XI und XII mit Hinterlegung eines vermutl. gelöschten Stempels. Ein Blatt des vierten Teils mit hinterlegtem Einriss im Unterrand. Gebräunt. Ohne den separat erschienenen Anhang ‚Conterfet Kupfferstich‘.)

Brunet III, Sp. 658. Ebert 11357a. Graesse IV, 15. Hiler, S. 494. Lipperheide Ck3. - Reich illustriertes Prachtwerk, das sich besonders dem Dreißigjährigen Krieg widmet. „Als Geschichtsschreiber war Khevenhiller ein bedeutender Chronist seiner Zeit und der Diplomatie Kaiser Ferdinands II. Sein einziges gedrucktes Werk, die ‚Annales Ferdinandei‘ (1. Auflage in 9 Bänden, 1640-46; 2. Auflage in 12 Bänden und 2 Supplementbänden mit zahlreichen Kupferstichen, 1721-26) gehört zu den Hauptwerken österreichischer barocker Geschichtsschreibung. Es stellt in Annalenform die Zeit von 1588 bis Jahresbeginn 1637, die Lebenszeit von Khevenhillers Gönner Erzherzog beziehungsweise Kaiser Ferdinand II. dar. Das vom kaiserlichen Hofe in Wien lange geheimgehaltene Werk gehört zu den wichtigsten Geschichtsquellen des 17. Jahrhunderts. Im Tenor nicht durchaus frei von einer Verherrlichung der habsburgischen Dynastie, enthält es doch sehr viele, heute verschollene Geschichtsquellen (private Tagebuchaufzeichnungen, Flugschriften, private und amtliche Korrespondenzen) zur habsburgischen europäischen Diplomatie“ (NDB XI, S. 469 f.). - Enthält die beiden häufig fehlenden Tafeln mit dem Wappen Khevenhillers zu Beginn des ersten Teils.