Los 138
K. F. Bahrdt, Philanthropinischer Erziehungsplan. Frankfurt am Main 1776.
Schätzpreis
€ 400
Ausrufpreis
€ 260
Zuschlag
€ 260
Los:
138
Kategorie:
Geschichte, Kulturgeschichte und Varia
Künstler*in:
Karl Friedrich) (Bahrdt
(Bahrdt, Karl Friedrich): Philanthropinischer Erziehungsplan oder vollständige Nachricht von dem ersten wirklichen Philanthropin zu Marschlins. [Mit einer Vorrede von Ulysses von Salis]. Frankfurt am Main: Eichenberg 1776. 18,2 x 11,2 cm. Mit gest. Front. 8 Bll., 416 SS. Ldr. mit Rs. und Rv.
(Berieben und bestoßen. Vorsatzblatt, Titel und Zwischentitel-Blatt "h3" mit gestempeltem Besitzvermerk. Etwas altersfleckig.)
Goedeke IV/1, 821, 49a. – Erste Ausgabe dieses reformpädagogischen Programms. Carl Friedrich Bahrdt (1741-1792) übernahm auf Basedows Empfehlung hin die Leitung der im Sinne der Aukfklärung gegründeten Schule in Marschlin in Graubünden. Er vertrat, wie Pestalozzi im Anschluss, eine fortschrittlich aufgeklärte Pädagogik, die er in vorliegendem Werk darstellt. Jedoch wurden viele Lernmethoden, über die er in seinem Werk berichtet gar nicht ausgeführt, wie er in seiner Lebensgeschichte (Bd. II, S. 366 f.) berichtet: "In diesem Buche habe ich so viel gelogen, als noch kein Schriftsteller gelogen hat. Nicht ein Drittel von der schönen Lehrmethode, gymnastischen Übungen u. ä. ist je in Ausübung gekommen, ja nicht einmal dazu bestimmt gewesen. Das Publikum sollte blos ein Ideal von philanthropischer Erziehung erblikken, und - sich einbilden, daß das diejenige sey, die in Marschlins realisiert wurde“. Enthält auf SS. 401-416 ein umfangreiches Subskriptionsverzeichnis ("Rath Göthe", S. 407), sowie zu Beginn eine Auflistung der in der Schule ansässigen Lehrkräfte.
(Berieben und bestoßen. Vorsatzblatt, Titel und Zwischentitel-Blatt "h3" mit gestempeltem Besitzvermerk. Etwas altersfleckig.)
Goedeke IV/1, 821, 49a. – Erste Ausgabe dieses reformpädagogischen Programms. Carl Friedrich Bahrdt (1741-1792) übernahm auf Basedows Empfehlung hin die Leitung der im Sinne der Aukfklärung gegründeten Schule in Marschlin in Graubünden. Er vertrat, wie Pestalozzi im Anschluss, eine fortschrittlich aufgeklärte Pädagogik, die er in vorliegendem Werk darstellt. Jedoch wurden viele Lernmethoden, über die er in seinem Werk berichtet gar nicht ausgeführt, wie er in seiner Lebensgeschichte (Bd. II, S. 366 f.) berichtet: "In diesem Buche habe ich so viel gelogen, als noch kein Schriftsteller gelogen hat. Nicht ein Drittel von der schönen Lehrmethode, gymnastischen Übungen u. ä. ist je in Ausübung gekommen, ja nicht einmal dazu bestimmt gewesen. Das Publikum sollte blos ein Ideal von philanthropischer Erziehung erblikken, und - sich einbilden, daß das diejenige sey, die in Marschlins realisiert wurde“. Enthält auf SS. 401-416 ein umfangreiches Subskriptionsverzeichnis ("Rath Göthe", S. 407), sowie zu Beginn eine Auflistung der in der Schule ansässigen Lehrkräfte.