Los 63
G. de Firmanis, Sammlung von Kongregationsschriftstücken zur Wahl Joseph Clemens von Bayern zum Fürstbischof von Lüttich. Rom 1694.
Schätzpreis
€ 1.200
Ausrufpreis
€ 800
Los:
63
Kategorie:
Electio Leodiensis Vindicata pro Serenissimo et Reverendissimo Principe Josepho Clemente ex ducibus Bavariae Comite Palatino Rheni. 25,8 x 18,6 cm. 329 nn Bll.; 19 SS.; 1 nn. S., 32 SS. Pgt. mit rotem Rs.
((Berieben und bestoßen. Rücken vom Buchblock gelöst. Eine Lage stärker gebräunt und fleckig. Mit wenigen Papierläsuren und Marginalien.))
Firmanis, Georgius de (Hrsg.): Electio Leodiensis Vindicata pro Serenissimo et Reverendissimo Principe Josepho Clemente ex ducibus Bavariae Comite Palatino Rheni. Rom: Ex Typographia Rev. Camerae Apost. 1694. 25,8 x 18,6 cm. 329 nn. Bll.; 19 SS.; 1 nn. S., 32 SS. Pgt. mit rotem Rs.
(Berieben und bestoßen. Rücken vom Buchblock gelöst. Eine Lage stärker gebräunt und fleckig. Mit wenigen Papierläsuren und Marginalien.)
Nicht öffentliche Ausgabe dieser Sammlung von Voten und Summarien zur Wahl Joseph Clemens von Bayern zum Fürstbischof von Lüttich. Joseph Clemens (1671-1723) wurde auf Bestreben seines Bruders Max Emanuel von Bayern und zur Sicherung des Amtes für die bayerische Linie der Wittelsbacher im Jahr 1688 als Kandidat zur Wahl des Kölner Erzbischof aufgestellt. Der Vorgänger im Amt des Kölner Erzbischofs, Maximilian Heinrich von Bayern, zugleich Onkel von Joseph Clemens, hatte Wilhelm Egon von Fürstenberg entgegen der dynastischen Pläne Max Emanuels vom Kölner Domkapitel zum Koadjutor und damit zum potenziellen Nachfolger seiner selbst wählen lassen. Fürstenberg vertrat als Anhänger Ludwigs XIV. eine französische Politik im Reich, was Papst Innozenz XI. missfiel, der eine weitere Machtausdehnung des französischen Königs verhindern wollte und daher der Wahl des Kölner Domkapitels seine Zustimmung versagte. Nach dem Tod Maximilian Heinrichs kam es zum sogenannten Kölner Bistumsstreit, in dessen Folge Joseph Clemens im Alter von nur siebzehn Jahren zum Kölner Erzbischof ernannt wurde. Im Jahr 1694 wurde Joseph Clemens zudem zum Fürstbischof von Lüttich gewählt und erhielt vom neu gewählten Papst Innozenz XII. auch die Bestätigung dieses Amtes. Da Joseph Clemens zu diesem Zeitpunkt in Personalunion 4 Bischofsämter und ein Koadjutorenamt bekleidete, verlangte Innozenz XII. die Aufgabe der Bischofsämter in Regensburg und Freising, um eine übermäßige und kirchenrechtlich unzulässige Anhäufung von Bischofswürden zu unterbinden. Zur Untersuchung der Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme legte der Papst den Fall einer Kardinalskongregation vor, deren Verhandlungen ähnlich den Beatifikationsprozessen zunächst für die Beteiligten in streng limitierter Auflage gedruckt wurden. Die meist nur wenige Blätter umfassenden Voten und Summarien erhielten jeweils auf dem letzten Blatt verso einen Titel mit dem Druckvermerk der Typographia Apostolica und der Jahreszahl 1694. Als Herausgeber tritt Georgius de Firmanis, vermutlich als Kongregationssekretär mit der Veröffentlichung des Werkes betraut, in Erscheinung, der im selben Jahr ebenfalls eine öffentliche Ausgabe drucken ließ. Im Gegensatz zur öffentlichen Ausgabe beinhaltet die hier angebotene nicht öffentliche Ausgabe zum einen zwei paginierte Anhänge („Leodien. Nullitatis Electionis.“), zum anderen befindet sich darin ein Vorblatt mit ausführlichem handschriftlichen Widmungstext des Herausgebers (datiert „18. Septembris 1694“) an den Kölner Kurfürsten. Für die öffentliche Ausgabe gibt es lediglich 4 Nachweise in öffentlichen Bibliotheken. Ein für den Gebrauch der Kongregationsteilnehmer gedachtes Exemplar mit eigenhändiger Widmung des Georgius de Firmanis ist weder bibliographisch noch in Auktionsdatenbanken nachweisbar. - Mit einem handschriftlichen und einem montierten Besitzvermerk der Bibliotheca del Convento S. Francesco di Paola dei frati Minimi della Santissima Trinita dei Monti auf dem Titel.
((Berieben und bestoßen. Rücken vom Buchblock gelöst. Eine Lage stärker gebräunt und fleckig. Mit wenigen Papierläsuren und Marginalien.))
Firmanis, Georgius de (Hrsg.): Electio Leodiensis Vindicata pro Serenissimo et Reverendissimo Principe Josepho Clemente ex ducibus Bavariae Comite Palatino Rheni. Rom: Ex Typographia Rev. Camerae Apost. 1694. 25,8 x 18,6 cm. 329 nn. Bll.; 19 SS.; 1 nn. S., 32 SS. Pgt. mit rotem Rs.
(Berieben und bestoßen. Rücken vom Buchblock gelöst. Eine Lage stärker gebräunt und fleckig. Mit wenigen Papierläsuren und Marginalien.)
Nicht öffentliche Ausgabe dieser Sammlung von Voten und Summarien zur Wahl Joseph Clemens von Bayern zum Fürstbischof von Lüttich. Joseph Clemens (1671-1723) wurde auf Bestreben seines Bruders Max Emanuel von Bayern und zur Sicherung des Amtes für die bayerische Linie der Wittelsbacher im Jahr 1688 als Kandidat zur Wahl des Kölner Erzbischof aufgestellt. Der Vorgänger im Amt des Kölner Erzbischofs, Maximilian Heinrich von Bayern, zugleich Onkel von Joseph Clemens, hatte Wilhelm Egon von Fürstenberg entgegen der dynastischen Pläne Max Emanuels vom Kölner Domkapitel zum Koadjutor und damit zum potenziellen Nachfolger seiner selbst wählen lassen. Fürstenberg vertrat als Anhänger Ludwigs XIV. eine französische Politik im Reich, was Papst Innozenz XI. missfiel, der eine weitere Machtausdehnung des französischen Königs verhindern wollte und daher der Wahl des Kölner Domkapitels seine Zustimmung versagte. Nach dem Tod Maximilian Heinrichs kam es zum sogenannten Kölner Bistumsstreit, in dessen Folge Joseph Clemens im Alter von nur siebzehn Jahren zum Kölner Erzbischof ernannt wurde. Im Jahr 1694 wurde Joseph Clemens zudem zum Fürstbischof von Lüttich gewählt und erhielt vom neu gewählten Papst Innozenz XII. auch die Bestätigung dieses Amtes. Da Joseph Clemens zu diesem Zeitpunkt in Personalunion 4 Bischofsämter und ein Koadjutorenamt bekleidete, verlangte Innozenz XII. die Aufgabe der Bischofsämter in Regensburg und Freising, um eine übermäßige und kirchenrechtlich unzulässige Anhäufung von Bischofswürden zu unterbinden. Zur Untersuchung der Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme legte der Papst den Fall einer Kardinalskongregation vor, deren Verhandlungen ähnlich den Beatifikationsprozessen zunächst für die Beteiligten in streng limitierter Auflage gedruckt wurden. Die meist nur wenige Blätter umfassenden Voten und Summarien erhielten jeweils auf dem letzten Blatt verso einen Titel mit dem Druckvermerk der Typographia Apostolica und der Jahreszahl 1694. Als Herausgeber tritt Georgius de Firmanis, vermutlich als Kongregationssekretär mit der Veröffentlichung des Werkes betraut, in Erscheinung, der im selben Jahr ebenfalls eine öffentliche Ausgabe drucken ließ. Im Gegensatz zur öffentlichen Ausgabe beinhaltet die hier angebotene nicht öffentliche Ausgabe zum einen zwei paginierte Anhänge („Leodien. Nullitatis Electionis.“), zum anderen befindet sich darin ein Vorblatt mit ausführlichem handschriftlichen Widmungstext des Herausgebers (datiert „18. Septembris 1694“) an den Kölner Kurfürsten. Für die öffentliche Ausgabe gibt es lediglich 4 Nachweise in öffentlichen Bibliotheken. Ein für den Gebrauch der Kongregationsteilnehmer gedachtes Exemplar mit eigenhändiger Widmung des Georgius de Firmanis ist weder bibliographisch noch in Auktionsdatenbanken nachweisbar. - Mit einem handschriftlichen und einem montierten Besitzvermerk der Bibliotheca del Convento S. Francesco di Paola dei frati Minimi della Santissima Trinita dei Monti auf dem Titel.