Los 142

H. Ries. Musikmanuskript „Polonaise No. 4“ von Ferdinand Ries. Bonn 1825.

Schätzpreis
€ 9.000
Ausrufpreis
€ 6.000
Los: 142
Kategorie:
Musikmanuskript „Polonaise No. 4“ von Ferdinand Ries. 23,3 x 29,7 cm. 16 Seiten. Dunkelgrünes Ldr. mit blindgepr. Deckelornamentik und goldgepr. Deckelfileten.

((Berieben und bestoßen. Ecken aufgeplatzt. Gebräunt. Schwach alters- und gebrauchsfleckig.))

Ries, Harriet (1796 - 1863)
Musikmanuskript „Polonaise No. 4“ von Ferdinand Ries. Bonn, 1825. 23,3 x 29,7 cm. 16 Seiten handschriftliche Partitur in schwarzer Tinte. Dunkelgrünes Ldr. mit blindgepr. Deckelornamentik und goldgepr. Deckelfileten.

(Einband berieben und gering bestoßen. Ecken aufgeplatzt. Innen gebräunt sowie schwach alters- und gebrauchsfleckig.)

RISM ID no. 452512785. - Handschriftliches Manuskript der vierten großen Polonaise für Pianoforte zu vier Händen in D-Dur (Opus 140) von Ferdinand Ries, geschrieben von seiner Frau Harriet Ries, geborene Mangeon. Ferdinand Ries bezeichnete das Manuskript auf der ersten Seite eigenhändig als „A Fourth Polonaise with an Introduction for two Performers on one Pianofort composed by Ferd: Ries Bonn 1825“.

Wer heute von dem Komponisten Ferdinand Ries (1784-1838) spricht, der tut dies meist in Bezug auf dessen Freundschaft mit Ludwig van Beethoven. Ries, der einer bekannten Bonner Musikerfamilie entstammte, war seit seiner Jugend mit Beethoven bekannt, der von Franz Anton Ries, dem Vater Ferdinands, Geigenunterricht erhalten hatte und sich Ferdinands annahm, als dieser 1801 nach Wien ging. Die 1838 von Ries veröffentlichten biographischen Notizen über Ludwig van Beethoven gelten der Musikwissenschaft als reichste Quellen über die Persönlichkeit Beethovens. Doch man täte Ferdinand Ries Unrecht, ihn nur im Lichte des übergroßen Freundes strahlen zu lassen. Ries selbst genoss zu Lebzeiten höchstes internationales Renommee als Komponist, virtuoser Pianist und Orchesterleiter. Sein umfang- und facettenreiches, alle zeitgenössischen Gattungen abdeckendes Werk umfasst 186 Opus-Nummern und über 100 weitere Kompositionen. Die musikhistorische Bedeutung seines Werkes zwischen Wiener Klassik und Romantik ist unbestritten.