Los 134
S. v. La Roche. E. Brief m. U.; Offenbach, 28.9.1788. - An den Komponisten J. F. Reichardt.
Schätzpreis
€ 500
Ausrufpreis
€ 350
Los:
134
Kategorie:
E. Brief m. U. 19 x 11,2 cm. 3 Seiten.
La Roche, Sophie von (1730 Kaufbeuren - 1807 Offenbach)
E. Brief m. U. Offenbach, 28. September 1788. 3 Seiten. 19 x 11,2 cm.
An den Komponisten Johann Friedrich Reichardt (1752-1814), der damals in Berlin lebte. Die Schriftstellerin Sophie von La Roche dankt Reichardt ausdrucksstark für dessen „so sehr schmeichelhaften Brief. Sie glauben doch wohl das ich innig wünsche den beyfall Ihres geists zu haben - aber das ich auch innig fühle das es nicht ganz möglich ist (...) Reichard ist zu edler mann, als das er aus schmeicheley was gut heisse (...) schiken Sie mir gütig ein Blat von der Gelehrten Zeitung wo der Englischen Reise gedacht ist". Sophie von La Roches „Tagebuch einer Reise durch Holland und England" war 1788 erschienen. Zum Schluss des Briefes bittet sie Reichardt „etwas zum besten" für den „rechtschafenen Kaufman Rorbay" zu tun, „der sich in Gotha etabliren will" und fragt als Nachschrift: „Können Sie! wollen Sie mir sagen wer die verfasserin von Amalia ist - die jetzo als liebste freundin bey der Hertzogin in Stutgart lebt - u. aus Gotha kam?" Mit letzterer Verfasserin könnte Marianne Ehrmann, geb. von Brentano, gemeint sein, deren Briefroman „Amalie und Minna" 1787 in Bern erschienen war. Eine andere Möglichkeit wäre Amalie Froriep, geb. Becker, Gattin des bekannten Theologen Ludwig Friedrich von Froriep, die 1783 anonym den Roman „Amalie von Nordheim" in Gotha veröffentlicht hatte.
La Roche, Sophie von (1730 Kaufbeuren - 1807 Offenbach)
E. Brief m. U. Offenbach, 28. September 1788. 3 Seiten. 19 x 11,2 cm.
An den Komponisten Johann Friedrich Reichardt (1752-1814), der damals in Berlin lebte. Die Schriftstellerin Sophie von La Roche dankt Reichardt ausdrucksstark für dessen „so sehr schmeichelhaften Brief. Sie glauben doch wohl das ich innig wünsche den beyfall Ihres geists zu haben - aber das ich auch innig fühle das es nicht ganz möglich ist (...) Reichard ist zu edler mann, als das er aus schmeicheley was gut heisse (...) schiken Sie mir gütig ein Blat von der Gelehrten Zeitung wo der Englischen Reise gedacht ist". Sophie von La Roches „Tagebuch einer Reise durch Holland und England" war 1788 erschienen. Zum Schluss des Briefes bittet sie Reichardt „etwas zum besten" für den „rechtschafenen Kaufman Rorbay" zu tun, „der sich in Gotha etabliren will" und fragt als Nachschrift: „Können Sie! wollen Sie mir sagen wer die verfasserin von Amalia ist - die jetzo als liebste freundin bey der Hertzogin in Stutgart lebt - u. aus Gotha kam?" Mit letzterer Verfasserin könnte Marianne Ehrmann, geb. von Brentano, gemeint sein, deren Briefroman „Amalie und Minna" 1787 in Bern erschienen war. Eine andere Möglichkeit wäre Amalie Froriep, geb. Becker, Gattin des bekannten Theologen Ludwig Friedrich von Froriep, die 1783 anonym den Roman „Amalie von Nordheim" in Gotha veröffentlicht hatte.