Los 13

E. Francisci, Ost- und West- Indischer Lust- und Staatsgarten. 3 Tle. in 1 Bd. Nürnberg 1668.

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Los: 13
Kategorie:
Ost- und West-Indischer wie auch Sinesischer Lust- und Statsgarten. 3 Tle. in 1 Bd. 32,3 x 20,8 cm. Mit gest., illustr. Kupfertitel, 1 gest. Wappenkupfer, 1 gest. Textkupfer, 1 Hz.-Druckermarke auf dem typographischen Titel und 61 (von 65) gest. Kupfertafeln. 18 Bll., 1762 SS., 18 Bll. Pgt. mit hs. Rt.

((Einband berieben, bestoßen und fleckig. Untere Ecken aufgeplatzt. Schließbänder verloren. Es fehlen die Seiten 821 bis 824. Wenige Seiten mit kleineren Reparaturen, Einrisse im weißen Rand und Papierläsuren. Gering gebräunt. Stellenweise leicht alters- und gebrauchsfleckig.))

Francisci, Erasmus: Ost- und West-Indischer wie auch Sinesischer Lust- und Stats-Garten. 3 Tle. in 1 Bd. Nürnberg: Endter Erben 1668. 32,3 x 20,8 cm. Mit gest. illustr. Kupfertitel, 1 gest. Wappenkupfer, 1 gest. Textkupfer, 1 Hz.-Druckermarke auf dem typographischen Titel und 61 (von 65) gest. Kupfertafeln. 18 Bll., 1762 SS., 18 Bll. Pgt. mit hs. Rt.

(Einband berieben, bestoßen und fleckig. Untere Ecken aufgeplatzt. Schließbänder verloren. Es fehlen die Seiten 821 bis 824. Wenige Seiten mit kleineren Reparaturen, Einrissen im weißen Rand und Papierläsuren. Tafel LXIII mit Fehlstelle im weißen Außensteg. Tafel XXXI angerändert. Gering gebräunt. Stellenweise leicht alters- und gebrauchsfleckig.)

VD17 23:231724G. Dünnhaupt II, 15. Hayn/Got. II, 350. Lipperheide Ci 36. Nissen BBI 648. Sabin 25463. - Erasmus Francisci (1627-1694) folgte zunächst dem Vorbild seines adligen Vaters und studierte Rechtswissenschaften. Nach der Begleitung einer Kavalierstour als Hofmeister eines jungen Adligen verlegte Francisci seinen Lebensmittelpunkt nach Nürnberg, wo er erst als Korrektor, später als Schriftsteller für den Verleger, Buchhändler und Druckereibesitzer Endter tätig war. Francisci gilt als „der erste deutsche Büchermacher von Profession“ (ADB VII, 207) und verstand es, mit teils zweifelhaften Mitteln ein breites Publikum für seine Bücher zu gewinnen. Seine hier angebotene Kuriosa-Anthologie, deren wissenschaftlicher Anspruch zu Recht bezweifelt werden darf, behandelt in den ersten beiden Teilen die Naturgeschichte West- und Ostindiens mit fantasievollen Darstellungen einiger Fabelwesen und Ungeheuer, die der deutsche Leser in einer Beschreibung der fernen Länder erwartete. Der dritte Teil ist Amerika und China gewidmet, und auch hier bedient sich der Autor bei seiner Darstellung der Sitten, Bräuche, Regierungsformen und Institutionen allerlei kurioser Details, die ihren Ausdruck zudem in den Illustrationen finden. Der „Ost- und West-Indische wie auch Sinesische Lust- und Stats-Garten“ ist aus heutiger Sicht ein bedeutendes Zeugnis für die zeitgenössischen Vorstellungen vom Fremden und deren Vermittlung. Im 19. Jahrhundert war das Urteil über Franciscis Werk deutlich negativer, „weil er eben nur derart ausging, Bücher zu machen und dabei vor allem darauf bedacht war, der neugierigen Menge zu gefallen, für sie Merkwürdigkeiten aus allen Weltgegenden zusammen zu schleppen und diese geschmacklos durch breite moralische Gespräche oder einen fortlaufenden Geschichtsfaden, so gut es eben gehen wollte, mit einander zu verbinden“ (ADB VII, 207).