Los 118

Basilius Valentinus, TriumphWagen Antimonii. Leipzig 1604.

Schätzpreis
€ 5.000
Ausrufpreis
€ 4.000
Los: 118
Kategorie:
TriumphWagen ANTIMONII, FRATRIS BASILII VALENTINI, Benedicter Ordens/ Allen / so den grund suchen der vhralten Medicin/ Auch zu der Hermetischen Philosophy beliebnis tragen / Zu gut publiciret / vnd an Tag geben / Durch Johann Thölden/ Hessum. Mit einer Vorrede/ Doctoris Joachimi Tanckij, Anatomes & Cheirurgiæ Professoris in der Universitet Leipzig. 15,3 x 9,4 cm. Mit 2 Hz.-Druckermarken. 20 Bll., 694 (reecte 622) SS., 16 Bll. Schweinsleder mit mont. hs. Rs. und 2 Lederschließen.

((Einband berieben, bestoßen und gedunkelt; Rückenschild später. Das Schließengegenpaar am Rückdeckel verloren. Hinteres fliegendes Vorsatzblatt mit Papierstreifen hinterlegt. Vorderes Vorsatzblatt rissig; Risse teils geklebt. Vorderer fliegender Vorsatz gelockert. Titelblatt gebräunt und leicht fleckig. Seite 379 mit Einriss im rechten Rand; kein Textverlust. Seite 505/506 mit Fehlstelle im oberen rechten Rand und minimalem Textverlust. Ab Seite 450 bis zum Schluss zumeist im weißen Rand ausgeprägter werdende Randläsuren aufgrund von Feuchtigkeitseinwirkung; vereinzelt Textverlust in den gedruckten Marginalien. Das letzte Blatt mit Hz.-Druckermarke verso aufgrund von Papierläsuren am Außenrand hinterlegt. Moderate und ganzheitliche Papierbräunung ohne stärker werdende Bräunung des Satzspiegels. Stellenweise gering alters- und gebrauchsfleckig. Mit wenigen hs. Unterstreichungen.))

Valentinus, Basilius: TriumphWagen ANTIMONII, FRATRIS BASILII VALENTINI, Benedicter Ordens/ Allen / so den grund suchen der vhralten Medicin/ Auch zu der Hermetischen Philosophy beliebnis tragen / Zu gut publiciret / vnd an Tag geben / Durch Johann Thölden/ Hessum. Mit einer Vorrede/ Doctoris Joachimi Tanckij, Anatomes & Cheirurgiæ Professoris in der Universitet Leipzig. 8 Werke in 1 Bd. Leipzig: Jacob Popporeich für Jacob Apel 1604. 15,3 x 9,4 cm. Mit 2 Hz.-Druckermarken. 20 Bll., 694 (recte 622) SS., 16 Bll. (12 Bll. Register, 2 Bll. nachträglich eingebunden, 2 Bll. Errata). Ldr. mit mont. hs. Rs. und 2 Lederschließen.

(Einband berieben, bestoßen und gedunkelt; Rückenschild später. Das auf dem Rückdeckel montierte Schließengegenpaar verloren. Hinteres fliegendes Vorsatzblatt mit Papierstreifen hinterlegt. Vorderes Vorsatzblatt rissig; Risse teils geklebt. Vorderer fliegender Vorsatz gelockert. Titelblatt gebräunt und leicht fleckig. Seite 379 mit Einriss im rechten Rand; kein Textverlust. Seite 505/506 mit Fehlstelle im oberen rechten Rand und minimalem Textverlust. Ab Seite 450 bis zum Schluss zumeist im weißen Außensteg ausgeprägter werdende Randläsuren aufgrund von Feuchtigkeitseinwirkung; vereinzelt Textverlust in den gedruckten Marginalien. Das letzte Blatt mit Hz.-Druckermarke verso aufgrund von Papierläsuren am Außenrand hinterlegt. Moderate und ganzheitliche Papierbräunung ohne die oftmals stärkere Bräunung des Satzspiegels. Stellenweise gering alters- und gebrauchsfleckig. Mit wenigen hs. Unterstreichungen.)

BL 1033.a.3. VD17 12:111147B. Brüning 844. DSB XIII, 558 ff. Duveen 47 (Anm.). Ferchl 25. NDB XXVI, 158 f. Vgl. Bolton 1063. - Äußerst seltene erste Ausgabe des Sammelbandes aus dem Gebiet der auch als Chemiatrie oder Iatrochemie bekannten chemischen Medizin, einer insbesondere von Paracelsus im 16. Jahrhundert verbreiteten Nutzbarmachung der Alchemie für die Medizin, die als historische Vorstufe der pharmazeutischen Chemie gilt. Fünf Jahre bevor Johannes Hartmann den ersten Lehrstuhl für Chemiatrie an der Universität Marburg antrat, erschien mit „TriumphWagen Antimonii“ dieses chemiehistorisch bedeutende Werk, welches wesentlich zur Kenntnis des Antimons beitrug. Das Hauptwerk des Bandes beschäftigt sich mit der inneren Anwendung des toxischen Minerals (Stibnit, Antimonit, Grauspießglanz) und stellt dessen in geringen Dosen bzw. in stark destillierten und reduzierten Tinkturen hohe Wirksamkeit für die Reinigung des Körpers von Giften und zur Heilung von Krankheiten heraus. Das Antimon erlangte in der Folge große Beliebtheit als Arzneimittel, auch wenn es vor allem in Frankreich stark umstritten war. - Die Autorschaft des Werkes ist nicht geklärt. Hinter dem Benediktinermönch Basilius wurde etwa der aus dem hessischen Frankenhausen stammende Salzfabrikant, Alchemist und als Herausgeber dieses Bandes auf dem Titelblatt in Erscheinung tretende Johann Thölde vermutet, der zwischen 1599 und 1604 die ersten Schriften des Basilius Valentinus veröffentlichte. - Mit einem Vorwort von Joachim Tancke (1557-1609), Professor für Anatomie und Chirurgie, Rektor der Universität Leipzig und Iatrochemiker. - Mit Exlibris von Josef B. Holzinger, von dem folgende handschriftliche Notiz auf dem vorderen Spiegel stammt: „Ein Exemplar dieser so seltenen I. Ausgabe war an der k. k. Hofbibliothek in Wien in der I. international Pharmazeutischen Ausstellung in Wien 1883 ausgestellt.“ - Mit handschriftlichem Besitzvermerk von Hans Schmidt auf dem vorderem fliegenden Vorsatzblatt (auf das Jahr 1913 datiert).

Enthält folgende Werke: - I. Valentinus, Basilius: TriumphWagen des Antimonij (S. 1-264.). - II. Bacon, Roger: Von der Medicin vnd Artzney/ oder Tinctur des ANTIMONNII, oder Spießglases (S. 265-296). - III. Ein kurtz/ rundes vnd wolgegründtes Tractätlein/ Von den Particular vnnd Universal-Tincturen (S. 297-397). Die ersten 2 Blatt dieses Traktats wurden beim Druck übersehen und am Schluss zwischen Register und Errata eingebunden. - IV. Fedro, Georg: Vom Stein der Weisen (S. 399-450). - V. Uhralter Ritterkrieg/ Das ist/ Ein Alchymistisch kürtzliches Gesprech/ Unsers Steins/ des Golds/ und des Mercurij (S. 451-475). - VI. Hollandus, Johann Isaac: Opus Saturni (S. 476-523). - VII. CONSIDERATIO Oder Philosophische Betrachtung/ Von der Materia Lapidis Philosophici ... (S. 525-574). - VIII. Von der occulta Chemicorum Philosophia, Ein kurtzer Tractat/ Von Einem getrewen Philosopho ... (S. 577-694).