Los 93

Dampfschiffe. - Privillegija (russ.) (Privileg für den Einsatz von Dampfschiffen für Karl Berd). St. Petersburg 1818.

Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Los: 93
Kategorie:
Dampfschiffe. - Privillegija, dannaja Ober Bergmeisteru 7go classa Karlu Berdu na upotreblenie parovnych sudov ... (russ.: Privileg für den Oberbergmeister 7. Klasse Karl Berd für den Einsatz von Dampfschiffen, mit einer detaillierten Beschreibung und Bildern). 19 x 11 cm. Mit 2 mehrfach gefalt. Kupfertafeln (Ansichten, Querschnitt). 22 SS. Marmor. Kalbsldr. mit schmaler verg. Deckelbordüre und verg. Deckeltitel "Privillegija Karlu Berdu".

((Stärker berieben, Ecken bestoßen, Rücken am Kopf mit kl. Defekt.))

Dampfschiffe. - Privillegija, dannaja Ober Bergmeisteru 7go classa Karlu Berdu na upotreblenie parovnych sudov ... (russ.: Privileg für den Oberbergmeister 7. Klasse Karl Berd für den Einsatz von Dampfschiffen, mit einer detaillierten Beschreibung und Bildern). St. Petersburg: v Tipografii Imperatorskago Vospitatelnago Doma (Druckerei des kaiserl. Waisenhauses) 1818. 19 x 11 cm. Mit 2 mehrfach gefalt. Kupfertafeln (Ansichten, Querschnitt). 22 SS. Marmor. Kalbsldr. mit schmaler verg. Deckelbordüre und verg. Deckeltitel "Privillegija Karlu Berdu".

(Stärker berieben, Ecken bestoßen, Rücken am Kopf mit kl. Defekt. Eine Tafel mit 7 cm Einriss, hinterlegt).

Wohl das erste verwirklichte Privileg für den Betrieb von Dampfschiffen in Russland. - Bereits 1813 hatte der Amerikaner Robert Fulton das Privileg erhalten, in Russland eine Reederei für Dampfschiffe zu betreiben. Nicht im Lande ansässig hatte er jedoch keine Gelegenheit, dort einen einzigen Dampfer zu bauen. Er starb 1815, so dass das Privileg für ungültig erklärt wurde.
Der schottischstämmige Karl (Charles) Berd (1766-1843), Besitzer einer Maschinenfabrik in St. Petersburg, ließ dort 1815 seinen ersten Dampfer "Elizabeth" bauen. Dieser wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im Beisein von Mitgliedern der kaiserlichen Familie zu Wasser gelassen. Das frühere Fulton'sche Schifffahrtsprivileg wurde Karl Berd zugesprochen. Es handelte sich bei seinem Dampfschiff zunächst um eine hölzerne Bootkonstruktion mit einem Watt'schen Dampfkessel, einem metallenen Schornstein und Schaufelrädern. - Ein Dampfschiff diesen Typs "Tichvinka" ist in vorliegendem Band abgebildet.
Im Jahr 1816 wurde der zweite Dampfer mit verbesserter Konstruktion und einer Maschinenleistung von 16 PS in Betrieb genommen. Ab 1817 führte Berd regelmäßige Passagierfahrten auf der Newa zwischen St. Petersburg und Kronstadt durch.