Los 305

K.-F. Schinkel, Sammlung architektonischer Entwürfe. 29 Lieferungen in 1 Bd. (alles). Berlin 1819 ff.

Schätzpreis
€ 6.000
Ausrufpreis
€ 3.400
Los: 305
Kategorie:
Sammlung architektonischer Entwürfe enthaltend theils Werke, welche ausgeführt sind, theils Gegenstände, deren Ausführung beabsichtigt wurde. 27 Lieferungen und 2 Supplementlieferungen in 1 Bd. (alles Erschienene). 40 x 51 cm. Mit Titelblatt (Berlin: Wittich 1828), 29 Bll. Tafelerläuterungen und 174 Tafeln in Kupferstich und Umrissradierung (172) bzw. Lithographie (2). HLdr. mit Rs. und Rv.

((Rücken restauriert, Vorsätze später erneuert; hinten Buchblock gebrochen. Auf dem Titel eint durch Tinte überschriebener alter Besitzeintrag. Die ersten zwei sowie die beiden Supplementlieferungen auf leicht gelblich getöntem Papier gedruckt und bis auf geringe Abklatschbräunung sehr sauber, die übrigen Lieferungen auf weißem Papier teilweise schwach bis mäßig stockfleckig. Die Erläuterungsblätter der Gropius'schen Lieferungen stärker stockfleckig und gebräunt. Tafeln 49-60 teils mit Wasserrand an der oberen Außenecke oder im Außenrand, Tafeln 79-84 und 115-120 mit größerem schwachen Wasserrand an der oberen Außenecke, ab Tafel 145 zum Schluss hin kräftiger werdender Wasserfleck unten im Bund. Tafel 62 oben mit kl. Ausriss bis zum Plattenrand.))

Schinkel, Karl Friedrich: Sammlung architektonischer Entwürfe enthaltend theils Werke, welche ausgeführt sind, theils Gegenstände, deren Ausführung beabsichtigt wurde. 28 Lieferungen und 2 Supplementlieferungen in 1 Bd. (alles Erschienene). Berlin 1819-1840. (Lief. 1-18 u. 2 Suppl.-Lief.:) Ludw. Wilh. Wittich (1819-1831) / (Lief. 19-24:) (Duncker und Humblot 1833-1835) / (Lief. 25-28:) (George Gropius 1836-1840).
40 x 51 cm. Mit Titelblatt (Berlin: Wittich 1828), 30 Bll. Tafelerläuterungen und 174 Tafeln in Kupferstich und Radierung (172) bzw. Lithographie (2). HLdr. mit Rs. und Rv.

(Rücken restauriert, Vorsätze später erneuert; hinten Buchblock gebrochen. Auf dem Titel ein durch Tinte überschriebener alter Besitzeintrag. Die ersten zwei sowie die beiden Supplementlieferungen auf leicht gelblich getöntem Papier gedruckt und bis auf geringe Abklatschbräunung sehr sauber, die übrigen Lieferungen auf weißem Papier teilweise schwach bis mäßig stockfleckig. Die Erläuterungsblätter der Gropius'schen Lieferungen stärker stockfleckig und gebräunt. Tafeln 49-60 teils mit Wasserrand an der oberen Außenecke oder im Außenrand, Tafeln 79-84 und 115-120 mit größerem schwachen Wasserrand an der oberen Außenecke, ab Tafel 145 zum Schluss hin kräftiger werdender Wasserfleck unten im Bund. Tafel 62 oben mit kl. Ausriss bis zum Plattenrand.)

Vgl. Ornamentstichkat. Berlin 2172 (Kriegsverlust). - Erstausgabe des Schinkel'schen Hauptwerks, mit dem der oberste Baubeamte Preußens der Öffentlichkeit seine architektonischen Intentionen vermitteln konnte und damit auch indirekt die damalige Architekturentwicklung zu beeinflussen vermochte. - Vollständig wie hier von größter Seltenheit.
Das Werk erschien ab 1819 in 28 Lieferungsheften, zuerst bei Wittich, dann bei Duncker u. Humblot und abschließend bei Gropius in Berlin. Im Jahr 1826 wurden durch Wittich zwei Sonderlieferungen zu je 3 Tafeln und 2 Erläuterungsblättern herausgebracht, deren erste Folge ("Zweiten Heftes erste Folge") mit 1-3 nummeriert war und die zweite Folge ("Zweiten Heftes zweite Folge") die Nummern 16-18 trug (Nr. 17 hier handschriftl. in Tinte). Die Supplemente waren als Zusatz zur zweiten Lieferung gedacht, die das Schauspielhaus behandelt. - Nach Schinkels Tod wurden noch drei Auflagen verlegt: Potsdam, Ferd. Riegel 1841-45, ebenda, Riegel 1852, und Berlin, Ernst & Korn 1858.
Die Sammlung repräsentiert das gesamte Spektrum von Schinkels Schaffen: von öffentlichen Gebäuden, Kirchen, Villen bis zu Gebäuden im Rundbogen- oder neogotischen Stil. Die Bauwerke werden sowohl in perspektivischer Ansicht als auch in Risszeichnungen dargestellt. Auf den 174 Tafeln werden insgesamt 70 Bauten abgebildet, davon sind 33 ausgeführte Objekte und gut die Hälfte nicht ausgeführte Bauten oder Musterentwürfe. Unter den ausgeführten Bauten befinden sich z.B. die Neue Wache Berlin (3 Tafeln), das Schauspielhaus Berlin (12), das (Alte) Museum Berlin (12), die Friedrichswerdersche Kirche (6), Schloss Charlottenhof bei Potsdam (4), die Bauakademie Berlin (8), Schloss Babelsberg bei Potsdam, Schloss Glienicke bei Potsdam (3), Sternwarte Berlin (2), Johanniskirche Zittau (4), Packhof Berlin (4), Kapelle Peterhof St. Petersburg (2), Gärtnervilla Charlottenhof bei Potsdam (4) u.v.a. - Nicht ausgeführt wurden Entwürfe für die Berliner Neue Wache (1. Entwurf), Rathaus, die Singakademie, Schloss Krzescowice, das Theater in Hamburg, Gesellschaftshaus Magdeburg, u.v.a. - Die Bedeutung, die Schinkel selbst seiner 'Sammlung architektonischer Entwürfe' beigemessen hat, zeigt sich daran, dass er auf seinen Dienstreisen stets eine Mappe der Sammlung mit sich führte.