Los 293
Gulielmo Libri. 3 Kataloge seiner Bibliothek in 4 Bden. London 1859-62
Schätzpreis
€ 500
Ausrufpreis
€ 360
Los:
293
Kategorie:
Catalogue of the choicer portion of the magnificent library formed by M. Guglielmo Libri, so eminent as a collector, Who is leaving London in consequence of ill health, and solely for that reason disposing of his Literary Treasures; ... Which will be sold by auction by messrs. S. Leigh Sotheby & John Wilkinson. Kataloge von 1859, 1861 (2 Bde.) und 1862. Zus. 4 Bde. 24,4 x 17 cm. Mit 4 Tafeln mit faksimilierten Autographen. XX SS., 400 SS.; xxxi SS., 1 nn. S., 475 SS.; 2 Bll., SS. [477]-799; 2 Bll., 185 SS. Ln. mit Rs. un Rt.
((Einbände berieben. Vorsätze leicht stockfleckig. Bd. 4 mit Wurmloch im w. Rand.))
Libri, Guglielmo - Catalogue of the choicer portion of the magnificent library formed by M. Guglielmo Libri, so eminent as a collector, Who is leaving London in consequence of ill health, and solely for that reason disposing of his Literary Treasures; ... Which will be sold by auction by messrs. S. Leigh Sotheby & John Wilkinson. Kataloge von 1859, 1861 (2 Bde.) und 1862. 3 Versteigerungskataloge in zus. 4 Bden. London: Gedruckt bei Davy and sons 1859-62. 24,4 x 17 cm. Mit 4 Tafeln mit Faksimiles. XX SS., 400 SS.; XXXI SS., 1 nn. S., 475 SS.; 2 Bll., SS. [477]-799; 2 Bll., 185 SS. Ln. mit Rs. und Rt.
(Einbände etwas berieben. Vorsätze leicht stockfleckig. Bd. 4 mit Wurmloch im w. Rand.)
Guglielmo Libri, war ein italienisch-französischer Mathematiker und Bibliophiler, der durch enorme Bücherdiebstähle Berühmtheit erlangte. Wissenschaftlich befasste er sich vor allem mit der Geschichte der italienischen Mathematik. Unter anderem studierte er die Manuskripte von Leonardo da Vinci und entwickelte eine Leidenschaft für das Sammeln von Büchern und Autographen. Dank seiner Freundschaft mit dem einflussreichen Politiker François Guizot wurde Libri 1841 Sekretär der Kommission für den Gesamthandschriftenkatalog der öffentlichen Bibliotheken Frankreichs. Diese Stellung, welche ihm unbeaufsichtigten Zugang zu allen öffentlichen Bibliotheken verschaffte, nutze er zum ausgiebigen Bücher- und Handschriftendiebstahl. 1842 fiel durch eine anonyme Anzeige erstmals Verdacht auf Libri. Aufgrund seiner prominenten Stellung und seinen Kontakten zu einflussreichen Politikern konnte er eine Strafverfolgung noch einige Zeit abwenden, floh allerdings kurz vor einer öffentlichen Anzeige 1848 nach England mit seinen wertvollsten Beständen, als sich die Verdachtsmomente gegen ihn erhärteten. Dort lebte er vom Verkauf der von ihm gestohlenen Bücher und Manuskripte. Bei den zwei großen Auktionen, die er 1861 veranstaltete, soll er über eine Million Franc eingenommen haben.
Ungefähr 2000 Manuskripte, die Libri in Italien gestohlen haben soll und in London verkauft hatte, wurden 1884 von der italienischen Regierung zurückgekauft und befinden sich wieder in der Biblioteca Medicea Laurenziana.
Mit dem Namen G. Libris ist auch der Codex Manesse, die umfangreichste und wichtigste Liederhandschrift des Mittelalters verbunden. Seine Rückführung in die Heidelberger Bibliothek verdankt er letztendlich auch den Bücherdiebstählen Libris. - Der 4. Earl of Ashburnham hatte das in Paris entwendete Manuskript in einer Sammlung von Handschriften von Libri erworben. Über dessen Sohn gelangte der Codex Manesse 1888 mit Mitteln des kaiserlichen Dispositionsfonds durch den Straßburger Buchhändler Trübner im Tauschgeschäft mit der Bibliothèque Nationale an das Deutsche Reich zurück.
((Einbände berieben. Vorsätze leicht stockfleckig. Bd. 4 mit Wurmloch im w. Rand.))
Libri, Guglielmo - Catalogue of the choicer portion of the magnificent library formed by M. Guglielmo Libri, so eminent as a collector, Who is leaving London in consequence of ill health, and solely for that reason disposing of his Literary Treasures; ... Which will be sold by auction by messrs. S. Leigh Sotheby & John Wilkinson. Kataloge von 1859, 1861 (2 Bde.) und 1862. 3 Versteigerungskataloge in zus. 4 Bden. London: Gedruckt bei Davy and sons 1859-62. 24,4 x 17 cm. Mit 4 Tafeln mit Faksimiles. XX SS., 400 SS.; XXXI SS., 1 nn. S., 475 SS.; 2 Bll., SS. [477]-799; 2 Bll., 185 SS. Ln. mit Rs. und Rt.
(Einbände etwas berieben. Vorsätze leicht stockfleckig. Bd. 4 mit Wurmloch im w. Rand.)
Guglielmo Libri, war ein italienisch-französischer Mathematiker und Bibliophiler, der durch enorme Bücherdiebstähle Berühmtheit erlangte. Wissenschaftlich befasste er sich vor allem mit der Geschichte der italienischen Mathematik. Unter anderem studierte er die Manuskripte von Leonardo da Vinci und entwickelte eine Leidenschaft für das Sammeln von Büchern und Autographen. Dank seiner Freundschaft mit dem einflussreichen Politiker François Guizot wurde Libri 1841 Sekretär der Kommission für den Gesamthandschriftenkatalog der öffentlichen Bibliotheken Frankreichs. Diese Stellung, welche ihm unbeaufsichtigten Zugang zu allen öffentlichen Bibliotheken verschaffte, nutze er zum ausgiebigen Bücher- und Handschriftendiebstahl. 1842 fiel durch eine anonyme Anzeige erstmals Verdacht auf Libri. Aufgrund seiner prominenten Stellung und seinen Kontakten zu einflussreichen Politikern konnte er eine Strafverfolgung noch einige Zeit abwenden, floh allerdings kurz vor einer öffentlichen Anzeige 1848 nach England mit seinen wertvollsten Beständen, als sich die Verdachtsmomente gegen ihn erhärteten. Dort lebte er vom Verkauf der von ihm gestohlenen Bücher und Manuskripte. Bei den zwei großen Auktionen, die er 1861 veranstaltete, soll er über eine Million Franc eingenommen haben.
Ungefähr 2000 Manuskripte, die Libri in Italien gestohlen haben soll und in London verkauft hatte, wurden 1884 von der italienischen Regierung zurückgekauft und befinden sich wieder in der Biblioteca Medicea Laurenziana.
Mit dem Namen G. Libris ist auch der Codex Manesse, die umfangreichste und wichtigste Liederhandschrift des Mittelalters verbunden. Seine Rückführung in die Heidelberger Bibliothek verdankt er letztendlich auch den Bücherdiebstählen Libris. - Der 4. Earl of Ashburnham hatte das in Paris entwendete Manuskript in einer Sammlung von Handschriften von Libri erworben. Über dessen Sohn gelangte der Codex Manesse 1888 mit Mitteln des kaiserlichen Dispositionsfonds durch den Straßburger Buchhändler Trübner im Tauschgeschäft mit der Bibliothèque Nationale an das Deutsche Reich zurück.