Los 285
K. F. Schinkel, Sammlung von Theater-Dekorationen. Berlin 1862.
Schätzpreis
€ 10.000
Ausrufpreis
€ 6.500
Los:
285
Kategorie:
[Sammlung von Theater-Dekorationen. Erfunden von Carl Friedrich Schinkel. XXXII Tafeln.]. Mischexemplar aus 1. und 3. Auflage. 35 lose Tafeln in unterschiedl. Blatt- und Plattengrößen unter neueren Passepartous. Blattgröße meist ca. 47 x 60,5 cm (2 der Tafeln aus der 1. Ausgabe ca. 35 x 49,5 cm). 3 Tafeln (Nrn. 21, 24 u. 25) doppelt in Drucken der 1. und wohl der 3. Ausgabe vorha Die losen Tafeln in moderner HLn.-Flügelmappe mit Deckeltitel "Carl Friedrich Schinkel / Sammlung von Dekorationen auf den beiden Kgl. Theatern zu Berlin".
((Einige Tafeln in den weißen Rändern etwas stockfleckig, die äußeren Tafelränder meist leicht gebräunt. Teils im oberen Rand Montagespuren. Stellenw. leichte Randverletzungen.))
Schinkel, Karl Friedrich: [Sammlung von Theater-Dekorationen. Erfunden von Carl Friedrich Schinkel. XXXII Tafeln.]. Mischexemplar aus 1. und 3. Auflage. Berlin: L. W. Wittich 1819 ff. (4 Taf.) / Ernst & Korn 1862. 35 lose Tafeln in unterschiedl. Blatt- und Plattengrößen unter neueren Passepartouts. Blattgröße meist ca. 47 x 60,5 cm (2 der Tafeln aus der 1. Ausgabe ca. 35 x 49,5 cm). 3 Tafeln (Nrn. 21, 24 u. 25) doppelt in Drucken der 1. und wohl der 3. Ausgabe vorhanden.
Aquatintaradierungen, gedruckt in Grau-, Braun-, Grün- und Blautönen, nach Entwürfen Schinkels gest. von Juegel, Thiele, Dietrich. 29 der 35 Tafeln mit teils reichem Handkolorit versehen. Die Tafeln meist mit Nummer rechts über dem Bild. Darunter Zeichner und Stecher sowie Titel, wenige mit Verlagsangabe. Die bei Wittich erschienenen Tafeln [7] u. [24] ohne Nummer, Tafel [21] mit der Nr. 16 und Tafel [25] mit der Nr. 18. Die kolorierte Tafel 30 nummeriert und mit der radierten, noch schwach sichtbaren Verlagsangabe "Potsdam 1847 Verlag von F. Riegel", jedoch ohne Künstlerbezeichnungen und ohne Szenentitel (so bei Ernst & Korn erschienen).
Ohne das Titelblatt. 1 Blatt "Inhalts-Verzeichniss". - Die losen Tafeln in moderner HLn.-Flügelmappe mit Deckeltitel "Carl Friedrich Schinkel / Sammlung von Dekorationen auf den beiden Kgl. Theatern zu Berlin".
(Einige Tafeln in den weißen Rändern etwas stockfleckig, die äußeren Tafelränder meist leicht gebräunt. Teils im oberen Rand Montagespuren. Stellenw. leichte Randverletzungen.)
Kunstbibliothek Berlin, Ornamentale Vorlagenwerke, Nr. 1982. - Prachtvolles, vollständiges Exemplar der berühmten Folge von Schinkel'schen Theaterdekorationen für die Berliner Königlichen Theater, hier zum größten Teil Tafeln aus sehr seltenen kolorierten Vorzugsausgaben.
Das Exemplar enthält mit den 8 kolorierten Aquatintatafeln zu Mozarts "Zauberflöte" die berühmtesten Bühnendekorationen Schinkels (Taf. 13-20); daneben finden sich die Bühnenbildentwürfe zu den Opern und Schauspielen "Die Vestalin" (Taf. 1 u. 2; die erste einfarbig), "Olympia" (Taf. 3-7; alle kolor., die letzte aus der 1. Ausg. bei Wittich), "Die Braut von Messina" (Taf. 8; kolor.), "Die Jungfrau von Orleans" (Taf. 9 u. 10; kolor.), "Das Käthchen von Heilbronn" (Taf. 11; einfarbig), "Undine" (Taf. 12; kolor.), "Don Carlos" (Taf. 21; doppelt vorhanden: die erste aus der 1. Ausgabe bei Wittich, num. "16", beide kolor.), "Ratibor und Wanda" (Taf. 22; kolor.), "Axel von Walburg" (Taf. 23; kolor.), "Athalia" (Taf. 24; doppelt vorhanden: die erste aus der 1. Ausgabe bei Wittich ohne Nr., kolor., die zweite einfarbig), "Armide" (Taf. 25; doppelt vorhanden: die erste aus der 1. Ausgabe bei Wittich, num. "18", beide kolor.), "König Yngurd" (Taf. 26 u. 27; beide einfarbig), "Ferdinand Cortez" (Taf. 28-30; die letzte mit Nummer und der radierten, noch schwach sichtbaren Verlagsangabe "Potsdam 1847 Verlag von F. Riegel", jedoch ohne Künstlerbezeichnungen und ohne Szenentitel [so bei Ernst & Korn erschienen]; alle kolor.), "Alceste" (Taf. 31; kolor.), "Othello" (Taf. 32; kolor.).
Die Sammlung erschien erstmals in den Jahren 1819 ff. in 5 Heften bei Wittich in Berlin. Eine "neue verbesserte Auflage" wurde 1847-1849 von Riegel in Potsdam veranstaltet. Von diesem übernahm Ernst & Korn (Gropius'sche Buch- und Kunsthandlung) in Berlin 1862 die Platten für eine 3. Auflage, die 1874 als eine 4. Auflage wiederholt wurde.
In einem "Memorandum", das Schinkel im Dezember 1813 an den damaligen Berliner Theaterdirektor Iffland sandte, fordert er tiefgreifende Reformen an den überkommenen pomphaften barocken Bühnenbildern. Einer klaren, vereinfachten Struktur der Bühnendekoration sollte eine künstlerisch selbständige Bedeutung als symbolische Bildwand zukommen: "Wenn wir daher unsere Szene in den mehrsten Fällen mit einer einzigen großen Bildwand verzieren könnten (...) [so würde] der größte Vorteil (...) der sein, daß das Bild der Szene in jeder Hinsicht künstlerisch behandelt werden könnte und dennoch als ein mitwirkender Nebenteil der Handlung weniger Abbruch täte, da es sich nicht prahlend vordrängt, sondern als symbolischer Hintergrund immer nur die für die Phantasie wohltätige Ferne hält." - Iffland stand den Reformvorschlägen Schinkels ablehnend gegenüber. Erst 1815, nachdem Graf Karl Moritz von Brühl die Position des zuvor verstorbenen Iffland als Intendant übernommen hatte, ergab sich für Schinkel die Möglichkeit, als Theaterdekorateur für die königlichen Bühnen tätig zu sein.
Schinkels Theaterdekorationen, die in der vorliegenden Sammlung dokumentiert sind, leiteten mit der "Symbolbühne" einen wegweisenden Wandel in der Bühnendekoration ein.
((Einige Tafeln in den weißen Rändern etwas stockfleckig, die äußeren Tafelränder meist leicht gebräunt. Teils im oberen Rand Montagespuren. Stellenw. leichte Randverletzungen.))
Schinkel, Karl Friedrich: [Sammlung von Theater-Dekorationen. Erfunden von Carl Friedrich Schinkel. XXXII Tafeln.]. Mischexemplar aus 1. und 3. Auflage. Berlin: L. W. Wittich 1819 ff. (4 Taf.) / Ernst & Korn 1862. 35 lose Tafeln in unterschiedl. Blatt- und Plattengrößen unter neueren Passepartouts. Blattgröße meist ca. 47 x 60,5 cm (2 der Tafeln aus der 1. Ausgabe ca. 35 x 49,5 cm). 3 Tafeln (Nrn. 21, 24 u. 25) doppelt in Drucken der 1. und wohl der 3. Ausgabe vorhanden.
Aquatintaradierungen, gedruckt in Grau-, Braun-, Grün- und Blautönen, nach Entwürfen Schinkels gest. von Juegel, Thiele, Dietrich. 29 der 35 Tafeln mit teils reichem Handkolorit versehen. Die Tafeln meist mit Nummer rechts über dem Bild. Darunter Zeichner und Stecher sowie Titel, wenige mit Verlagsangabe. Die bei Wittich erschienenen Tafeln [7] u. [24] ohne Nummer, Tafel [21] mit der Nr. 16 und Tafel [25] mit der Nr. 18. Die kolorierte Tafel 30 nummeriert und mit der radierten, noch schwach sichtbaren Verlagsangabe "Potsdam 1847 Verlag von F. Riegel", jedoch ohne Künstlerbezeichnungen und ohne Szenentitel (so bei Ernst & Korn erschienen).
Ohne das Titelblatt. 1 Blatt "Inhalts-Verzeichniss". - Die losen Tafeln in moderner HLn.-Flügelmappe mit Deckeltitel "Carl Friedrich Schinkel / Sammlung von Dekorationen auf den beiden Kgl. Theatern zu Berlin".
(Einige Tafeln in den weißen Rändern etwas stockfleckig, die äußeren Tafelränder meist leicht gebräunt. Teils im oberen Rand Montagespuren. Stellenw. leichte Randverletzungen.)
Kunstbibliothek Berlin, Ornamentale Vorlagenwerke, Nr. 1982. - Prachtvolles, vollständiges Exemplar der berühmten Folge von Schinkel'schen Theaterdekorationen für die Berliner Königlichen Theater, hier zum größten Teil Tafeln aus sehr seltenen kolorierten Vorzugsausgaben.
Das Exemplar enthält mit den 8 kolorierten Aquatintatafeln zu Mozarts "Zauberflöte" die berühmtesten Bühnendekorationen Schinkels (Taf. 13-20); daneben finden sich die Bühnenbildentwürfe zu den Opern und Schauspielen "Die Vestalin" (Taf. 1 u. 2; die erste einfarbig), "Olympia" (Taf. 3-7; alle kolor., die letzte aus der 1. Ausg. bei Wittich), "Die Braut von Messina" (Taf. 8; kolor.), "Die Jungfrau von Orleans" (Taf. 9 u. 10; kolor.), "Das Käthchen von Heilbronn" (Taf. 11; einfarbig), "Undine" (Taf. 12; kolor.), "Don Carlos" (Taf. 21; doppelt vorhanden: die erste aus der 1. Ausgabe bei Wittich, num. "16", beide kolor.), "Ratibor und Wanda" (Taf. 22; kolor.), "Axel von Walburg" (Taf. 23; kolor.), "Athalia" (Taf. 24; doppelt vorhanden: die erste aus der 1. Ausgabe bei Wittich ohne Nr., kolor., die zweite einfarbig), "Armide" (Taf. 25; doppelt vorhanden: die erste aus der 1. Ausgabe bei Wittich, num. "18", beide kolor.), "König Yngurd" (Taf. 26 u. 27; beide einfarbig), "Ferdinand Cortez" (Taf. 28-30; die letzte mit Nummer und der radierten, noch schwach sichtbaren Verlagsangabe "Potsdam 1847 Verlag von F. Riegel", jedoch ohne Künstlerbezeichnungen und ohne Szenentitel [so bei Ernst & Korn erschienen]; alle kolor.), "Alceste" (Taf. 31; kolor.), "Othello" (Taf. 32; kolor.).
Die Sammlung erschien erstmals in den Jahren 1819 ff. in 5 Heften bei Wittich in Berlin. Eine "neue verbesserte Auflage" wurde 1847-1849 von Riegel in Potsdam veranstaltet. Von diesem übernahm Ernst & Korn (Gropius'sche Buch- und Kunsthandlung) in Berlin 1862 die Platten für eine 3. Auflage, die 1874 als eine 4. Auflage wiederholt wurde.
In einem "Memorandum", das Schinkel im Dezember 1813 an den damaligen Berliner Theaterdirektor Iffland sandte, fordert er tiefgreifende Reformen an den überkommenen pomphaften barocken Bühnenbildern. Einer klaren, vereinfachten Struktur der Bühnendekoration sollte eine künstlerisch selbständige Bedeutung als symbolische Bildwand zukommen: "Wenn wir daher unsere Szene in den mehrsten Fällen mit einer einzigen großen Bildwand verzieren könnten (...) [so würde] der größte Vorteil (...) der sein, daß das Bild der Szene in jeder Hinsicht künstlerisch behandelt werden könnte und dennoch als ein mitwirkender Nebenteil der Handlung weniger Abbruch täte, da es sich nicht prahlend vordrängt, sondern als symbolischer Hintergrund immer nur die für die Phantasie wohltätige Ferne hält." - Iffland stand den Reformvorschlägen Schinkels ablehnend gegenüber. Erst 1815, nachdem Graf Karl Moritz von Brühl die Position des zuvor verstorbenen Iffland als Intendant übernommen hatte, ergab sich für Schinkel die Möglichkeit, als Theaterdekorateur für die königlichen Bühnen tätig zu sein.
Schinkels Theaterdekorationen, die in der vorliegenden Sammlung dokumentiert sind, leiteten mit der "Symbolbühne" einen wegweisenden Wandel in der Bühnendekoration ein.