Los 256
Franz Stephan von Lothringen (später Franz I., Kaiser), E. Brief m. U. (französ.); Wien, 16. XI.1738. 5 Seiten in Oktav. An Wilh. Reinh. Reichsgr. v. Neipperg.
Schätzpreis
€ 1.400
Ausrufpreis
€ 1.000
Los:
256
Kategorie:
E. Brief m. U. (in Französisch); 5 Seiten in Oktav auf Doppel- u. Einzelblatt.
Franz Stephan von Lothringen (später Franz I., Kaiser) (Nancy 1708 - 1765 Innsbruck). E. Brief m. U. (in Französisch); Wien, 16.VIII.1738. 5 Seiten in Oktav auf Doppel- u. Einzelblatt.
An Wilhelm Reinhard Reichsgraf von Neipperg, Gouverneur von Temesvár, seinen ehemaligen Erzieher und vertrauten Freund.
Franz Stephan übermittelt ihm die gute Nachricht. vier Schiffe nach Orsova geschickt zu haben, äußert sich besorgt über die Pest, von der die Truppen betroffen sind; berichtet von seiner eigenen Krankheit und über die Empfehlungen seiner Ärzte für die Therapie; beschwert sich über die Schwäche der Armee und über die Berater des Kriegsrates. Teilt mit, dass er am 26. oder 29. des Monats Wien verlassen wolle, bevor er von der Pest befallen werde, und drückt auch seine militärischen Verpflichtungen aus. Im Postscriptum übermittelt er den Dank seiner Frau (Maria Theresia) für die Empfehlungen Neippergs, die allerdings nach ihrer Meinung schwer zu verwirklichen wären.
Der Adressat Graf Neipperg war 1737 zum Gouverneur in Temesvár ernannt worden und nahm in den folgenden zwei Jahren bedeutenden Anteil am Feldzug gegen die Türken. Im Jahr 1738 bewirkte er besonders durch das siegreiche Gefecht von Kornja den Entsatz von Orsova.
Franz Stephan von Lothringen (später Franz I., Kaiser) (Nancy 1708 - 1765 Innsbruck). E. Brief m. U. (in Französisch); Wien, 16.VIII.1738. 5 Seiten in Oktav auf Doppel- u. Einzelblatt.
An Wilhelm Reinhard Reichsgraf von Neipperg, Gouverneur von Temesvár, seinen ehemaligen Erzieher und vertrauten Freund.
Franz Stephan übermittelt ihm die gute Nachricht. vier Schiffe nach Orsova geschickt zu haben, äußert sich besorgt über die Pest, von der die Truppen betroffen sind; berichtet von seiner eigenen Krankheit und über die Empfehlungen seiner Ärzte für die Therapie; beschwert sich über die Schwäche der Armee und über die Berater des Kriegsrates. Teilt mit, dass er am 26. oder 29. des Monats Wien verlassen wolle, bevor er von der Pest befallen werde, und drückt auch seine militärischen Verpflichtungen aus. Im Postscriptum übermittelt er den Dank seiner Frau (Maria Theresia) für die Empfehlungen Neippergs, die allerdings nach ihrer Meinung schwer zu verwirklichen wären.
Der Adressat Graf Neipperg war 1737 zum Gouverneur in Temesvár ernannt worden und nahm in den folgenden zwei Jahren bedeutenden Anteil am Feldzug gegen die Türken. Im Jahr 1738 bewirkte er besonders durch das siegreiche Gefecht von Kornja den Entsatz von Orsova.