Los 644

S. Birgitta, Das puch der himlischen offenbarung. Nürnberg 1502.

Schätzpreis
€ 3.000
Ausrufpreis
€ 1.500
Los: 644
Kategorie: Alte Drucke bis 1600
Das puch der Himlischen offenbarung der heiligen wittiben Birgitte von dem künigreich Sweden. 30,3 x 20,8 cm. 338 Bll. (st. 348 Bll., dav. das letzte leer; ohne Fol. 2 Vorrede, X3, X4, q6 u. hh3-8). Mit ganzs. Titelholzschnitt, 2 ganzs. Wappenholzschnitten, 4 ganzs. Holzschnitten (1 als Titelbild wdh.) und 51 meist wdh. HLdr des 19. Jhs. mit Rs.

((Einband abgegriffen, Innengelenke etwas gelockert. Schwache Feuchtigkeitsspuren und wenige Gebrauchsflecken. Eine eingemalte größere Initiale mit Gold am Textbeginn und zahlr. Lombarden stark verblasst. Einige Bll. mit kl. Braunflecken im Bundsteg, die auf fünf Bll. etwas durchgeätzt sind; ein Eckausriss ergänzt, die zwei letzten Bll. außen teilw. schmal angerändert).)

Birgitta von Schweden, Hl.: Das puch der Himlischen offenbarung der heiligen wittiben Birgitte von dem künigreich Sweden. (Nürnberg: A. Koberger, 12.VII.1502).
30,3 x 20,8 cm. 338 Bll. (st. 348 Bll., dav. das letzte leer; ohne Fol. 2 Vorrede, X3, X4, q6 u. hh3-8 mit der Vita). Mit ganzs. Titelholzschnitt, 2 ganzs. Wappenholzschnitten, 4 ganzs. Holzschnitten (1 als Titelbild wdh.) und 51 meist wdh. kl. zusammengesetzten Holzschnitten auf 10 Seiten. Zahlr. eingemalte rote und blaue Lombarden. HLdr. des 19. Jhs. mit Rs.

(Einband abgegriffen, Innengelenke etwas gelockert. Schwache Feuchtigkeitsspuren und wenige Gebrauchsflecken. Eine eingemalte größere Initiale mit Gold am Textbeginn und zahlr. blaue Lombarden stark verblasst. Einige Bll. mit kl. Braunflecken im Bundsteg, die auf fünf Bll. etwas durchgeätzt sind; ein Eckausriss ergänzt, die zwei letzten Bll. außen teilw. schmal angerändert. Titel mit altem Besitzvermerk).

VD16 B 5596. Fairfax Murray 75. Proctor 10959. Dodgson I, 263, 12. Kat. Ida Schoeller, Nr. 32. - Die erste vollständige deutsche Ausgabe der Offenbarungen der Heiligen Birgitta von Schweden, Stifterin des Birgittenordens. Die Holzschnitte dieser Ausgabe finden sich erstmals in der ebenfalls bei Koberger gedruckten lateinischen Ausgabe von 1500; diese wiederum sind den Holzschnitten der niederdt. Lübecker Ausgabe von 1492 nachempfunden. Die Koberger-Holzschnitte sind in der Vergangenheit z.T. dem jungen Albrecht Dürer zugeschrieben worden, stammen aber wohl (bis auf den Kreuzigungshz., der im Stil noch dem 15. Jh. angehört) von einem jüngeren Künstler der Nürnberger Schule (vgl. die Diskussion bei Dodgson).
Die Offenbarungen der Heiligen Birgitta gelten in ihrer religiösen und künstlerischen Kraft als das bedeutendste Literaturwerk aus dem skandinavischen späten Mittelalter.