Los 641
Ars Moriendi. Köln: N. Götz um 1475. - Ex. Pierpont Morgan.
Schätzpreis
€ 200.000
Ausrufpreis
€ 170.000
Los:
641
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Ars moriendi. 27,5 x 20 cm. 12 Bll. Got. Typen. Wechselnde Zeilenzahl (1+35 auf der ersten, 27+1 auf der letzten S.). Mit 11 ganzs. Holzschnitten, mit mehrfarbigem Teilkolorit (3) oder brauner Lavierung. Die erste Seite rubriziert und mit rot eingemalter Initiale, die übrigen Initia Modernes HLdr. mit verg. Rt., in schwarzer Maroquin-Klappkassette mit verg. Rt.
((Einbandrücken stärker berieben. Durchgehend mit mäßigen bis stärkeren Fingerspuren. Die Text- und Bildseiten mit zahlr. zeitgenöss. lateinischen Tintenmarginalien mit Auszügen aus einer Biblia pauperum und Dialogen zu den Holzschnitten).)
Ars moriendi. [Köln: Nikolaus Götz, um 1475].
27,5 x 20 cm. 12 Bll. Got. Typen. Wechselnde Zeilenzahl (1+35 auf der ersten, 27+1 auf der letzten S.). Mit 11 ganzs. Holzschnitten, mit mehrfarbigem Teilkolorit (3) oder brauner Lavierung. Die erste Seite rubriziert und mit rot eingemalter Initiale, die übrigen Initialspatien später mit Initialen in brauner Federzeichnung versehen.
Beigebunden 8 Bll. Manuskript einer Chronik unter dem Titel "Cronica Saxoniae Imperatorum principum et Civitatum" (bis zum Jahr 1486) in niederdeutscher Sprache von Hand des späten 15. Jhs. in gotischer Kursive.
Modernes HLdr. mit verg. Rt., in schwarzer Maroquin-Klappkassette mit verg. Rt.
(Einbandrücken stärker berieben. Durchgehend mit mäßigen bis stärkeren Fingerspuren. Die Text- und Bildseiten mit zahlr. zeitgenöss. lateinischen Tintenmarginalien mit Auszügen aus einer Biblia pauperum und Dialogen zu den Holzschnitten).
GW 02572 (Anm. 2 erwähnt vorliegende Ausgabe). Voulliéme Köln 172. Copinger 667. Fairfax Murray, German, No. 5. Vgl. Schramm VIII, 333-343. - Die zweite Ausgabe mit typographischem Text der vorher als xylographisches Blockbuch erschienenen Ausgabe. Ein äußerst seltenes Exemplar dieser Ausgabe, von der laut GW neben diesem Exemplar nur noch elf weitere vollständige existieren, wohl das letzte in privatem Besitz. Eine weitere Ausgabe von Nikolaus Götz mit zweispaltigem Satz und anderer Bildreihenfolge scheint wegen des Zustandes der Holzschnitte mit intakten Einfassungslinien der Stöcke früher gedruckt worden zu sein.
Bei den Holzschnitten handelt es sich zum größten Teil um Drucke von den Stöcken, die für die zweite Blockbuch-Ausgabe verwendet wurden, welche wiederum auf eine Kupferstichfolge des Meisters E.S. zurückgehen. Der Text verarbeitet neben dem als Allgemeingut anzusehenden Kampf zwischen Teufel und himmlischen Mächten Passagen aus Joh. Gersons um 1408 entstandenen Werk "De arte moriendi". Die Holzschnitte zeigen Teufel und Dämonen, die den Sterbenden zum falschen Glauben verleiten wollen, die auf den Verzweifelten eindringen, ihn durch Ungeduld versuchen, ihm Kronen als Sinnbild von Hochmut und Stolz anbieten, ihn durch Geiz, d.h. durch zeitliche Güter versuchen. In abwechselnder Folge kämpfen die himmlischen Mächte um den Sterbenden mit dem Trost des Glaubens, gegen die Verzweiflung, durch Geduld, gegen die Hoffahrt, mit der Gabe der Mildtätigkeit. Im letzten Holzschnitt sind die Teufel besiegt, die erlöste Seele wird von einem Engel in den Himmel geführt.
Im vorderen Spiegel das in Leder goldgepr. Exlibris von John Pierpont Morgan (wurde 1975 als Dublette abgegeben), danach Collection Liuba et Ernesto Wolf, Paris.
((Einbandrücken stärker berieben. Durchgehend mit mäßigen bis stärkeren Fingerspuren. Die Text- und Bildseiten mit zahlr. zeitgenöss. lateinischen Tintenmarginalien mit Auszügen aus einer Biblia pauperum und Dialogen zu den Holzschnitten).)
Ars moriendi. [Köln: Nikolaus Götz, um 1475].
27,5 x 20 cm. 12 Bll. Got. Typen. Wechselnde Zeilenzahl (1+35 auf der ersten, 27+1 auf der letzten S.). Mit 11 ganzs. Holzschnitten, mit mehrfarbigem Teilkolorit (3) oder brauner Lavierung. Die erste Seite rubriziert und mit rot eingemalter Initiale, die übrigen Initialspatien später mit Initialen in brauner Federzeichnung versehen.
Beigebunden 8 Bll. Manuskript einer Chronik unter dem Titel "Cronica Saxoniae Imperatorum principum et Civitatum" (bis zum Jahr 1486) in niederdeutscher Sprache von Hand des späten 15. Jhs. in gotischer Kursive.
Modernes HLdr. mit verg. Rt., in schwarzer Maroquin-Klappkassette mit verg. Rt.
(Einbandrücken stärker berieben. Durchgehend mit mäßigen bis stärkeren Fingerspuren. Die Text- und Bildseiten mit zahlr. zeitgenöss. lateinischen Tintenmarginalien mit Auszügen aus einer Biblia pauperum und Dialogen zu den Holzschnitten).
GW 02572 (Anm. 2 erwähnt vorliegende Ausgabe). Voulliéme Köln 172. Copinger 667. Fairfax Murray, German, No. 5. Vgl. Schramm VIII, 333-343. - Die zweite Ausgabe mit typographischem Text der vorher als xylographisches Blockbuch erschienenen Ausgabe. Ein äußerst seltenes Exemplar dieser Ausgabe, von der laut GW neben diesem Exemplar nur noch elf weitere vollständige existieren, wohl das letzte in privatem Besitz. Eine weitere Ausgabe von Nikolaus Götz mit zweispaltigem Satz und anderer Bildreihenfolge scheint wegen des Zustandes der Holzschnitte mit intakten Einfassungslinien der Stöcke früher gedruckt worden zu sein.
Bei den Holzschnitten handelt es sich zum größten Teil um Drucke von den Stöcken, die für die zweite Blockbuch-Ausgabe verwendet wurden, welche wiederum auf eine Kupferstichfolge des Meisters E.S. zurückgehen. Der Text verarbeitet neben dem als Allgemeingut anzusehenden Kampf zwischen Teufel und himmlischen Mächten Passagen aus Joh. Gersons um 1408 entstandenen Werk "De arte moriendi". Die Holzschnitte zeigen Teufel und Dämonen, die den Sterbenden zum falschen Glauben verleiten wollen, die auf den Verzweifelten eindringen, ihn durch Ungeduld versuchen, ihm Kronen als Sinnbild von Hochmut und Stolz anbieten, ihn durch Geiz, d.h. durch zeitliche Güter versuchen. In abwechselnder Folge kämpfen die himmlischen Mächte um den Sterbenden mit dem Trost des Glaubens, gegen die Verzweiflung, durch Geduld, gegen die Hoffahrt, mit der Gabe der Mildtätigkeit. Im letzten Holzschnitt sind die Teufel besiegt, die erlöste Seele wird von einem Engel in den Himmel geführt.
Im vorderen Spiegel das in Leder goldgepr. Exlibris von John Pierpont Morgan (wurde 1975 als Dublette abgegeben), danach Collection Liuba et Ernesto Wolf, Paris.