Los 331

K. L. Reinhold, Theorie des menschlichen Vorstellungsvermögens. Prag und Jena 1789.

Schätzpreis
€ 400
Ausrufpreis
€ 320
Los: 331
Kategorie:
Versuch einer neuen Theorie des menschlichen Vorstellungsvermögens. 21 x 12 cm. 2 Bll., 579 SS. HLdr. mit Rs., Rv.

((Ecken bestoßen, Gelenke angeplatzt. Bis auf gelegentliche Stockflecken sauberes Exemplar).)

Reinhold, Karl Leonhard: Versuch einer neuen Theorie des menschlichen Vorstellungsvermögens. Prag und Jena: Widtmann und Mauke 1789. 21 x 12 cm. 2 Bll., 579 SS. HLdr. mit Rs., Rv.

(Ecken bestoßen, Gelenke angeplatzt. Bis auf gelegentliche Stockflecken sauberes Exemplar).

Goed. V 8, 7. Adickes 252 u. 253. Ziegenfuß II 333. - Erste Ausgabe von Reinholds philosophischem Hauptwerk, in dem er sich bemüht, die bei Kant getrennten Erkenntnisräume von sinnlicher Anschauung einerseits und begrifflichem Verstand andererseits auf das einheitliche Prinzip der Vorstellungstätigkeit zurückzuführen. Kant lehnte diesen als Fortschreibung seiner kritischen Philosophie gemeinten Ansatz Reinholds ab, für Fichte wurde er indes zu einer wichtigen Inspiration für seine Wissenschaftslehre. Reinhold (1758-1823), der Schwiegersohn Wielands, war ein begeisterter Anhänger Kants und seit 1787 Professor in Jena, das er zum Zentrum des Kantischen Kritizismus machte. Sein Ziel war die „... weitere Begründung der Kantischen Lehre der Erkenntnis durch den Nachweis der einheitlichen Wurzel der beiden Erkenntnisstämme Sinnlichkeit und Verstand in dem einen Vorstellungsvermögen, ein Versuch, den er später selbst nicht mehr ganz gelten ließ." (Ziegenfuß).