Los 161

B. und E. Bauer, Denkwürdigkeiten zur Geschichte der neueren Zeit. Charlottenburg 1843-44.

Schätzpreis
€ 250
Ausrufpreis
€ 170
Los: 161
Kategorie:
Denkwürdigkeiten zur Geschichte der neueren Zeit seit der Französischen Revolution. Nach den Quellen und Original-Memoiren bearbeitet und herausgegeben. 6 Hefte in 1 Band. 16,7 x 10 cm. Mod. Pp. mit Rs.

((Durchgehend stockfleckig, teils stärker).)

Bauer, Bruno und Edgar: Denkwürdigkeiten zur Geschichte der neueren Zeit seit der Französischen Revolution. Nach den Quellen und Original-Memoiren bearbeitet und herausgegeben. 6 Hefte in 1 Band. Charlottenburg: Egbert Bauer 1843-1844. 16,7 x 10 cm. Mod. Pp. mit Rs.

(Durchgehend stockfleckig, teils stärker).

Erste Ausgabe der ersten 6 Hefte (von 12) der seltenen Reihe. Das erste Heft ist von Edgar, die übrigen von Bruno Bauer. „Unter den kritischen Destruktoren im 19. Jahrhundert seit Hegel bleibt Bruno Bauer die bedeutsamste und zugleich verhängisvollste Gestalt, ... kundiger als David Friedrich Strauss, ... religionskritischer als Ludwig Feuerbach, ... konsequenter als der kritische scharfe Freund Max Stirner, ... religionspolitisch gewichtiger und gefährlicher als die einstigen Freunde und Schüler Karl Marx und Friedrich Engels“ (nach E. Barnikol). Nachdem Bruno Bauer wegen seiner ‚Kritik der evangelischen Geschichte der Synoptiker' und seiner Teilnahme an der Welcker-Serenade 1842 in Bonn die Lehrerlaubnis entzogen wurde, zog er nach Berlin, wurde bald geistiges Haupt des Clubs „Die Freien“, dem auch Max Stirner, Arnold Ruge, Moses Heß und Friedrich Engels angehörten und galt bald als Haupt der junghegelschen Bewegung. Politisch und sozial aber bald isoliert wandte er sich der Geschichtsschreibung zu. Sein Bruder Edgar wurde wegen seines Buches ‚Der Streit der Kritik mit Kirche und Staat' 1843 zu vier Jahren Festungshaft in Magdeburg verurteilt. Nach seiner Entlassung ging er ebenfalls nach Berlin und beteiligte sich bei den Märzunruhen.