Los 772

F. Schiller, Die Räuber. Frankfurt und Leipzig 1781. - Erste Ausgabe der ersten öffentlichen Ausgabe. + Beilage Faksimiledruck. Leipzig 1905.

Schätzpreis
€ 25.000
Ausrufpreis
€ 15.000
Los: 772
Kategorie: Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Die Räuber. Ein Schauspiel. 17,5 x 11 cm. Mit gest. Titel- uns Schlussvignette von Joh. Esaias Nilson. Titel, 1 Bl. Personenverzeichnis, 6 Bll. Vorrede, 222 SS. Späteres HLdr um 1900 mit Rs.

((Gering berieben; Vorsätze etwas fleckig; w. Bl. am Schluss fehlt).)

[Schiller, Friedrich]: Die Räuber. Ein Schauspiel. Frankfurt und Leipzig (Druck: Stuttgart: Metzler) 1781. 17,5 x 11 cm. Mit gest. Titel- und Schlussvignette von Joh. Esaias Nilson. Titel, 1 Bl. Personenverzeichnis, 6 Bll. Vorrede, 222 SS. Späteres HLdr. um 1900 mit Rs.

(Gering berieben; Vorsätze etwas fleckig; w. Bl. am Schluss fehlt).

Trömel/Marcuse 31. Goed. V, 162, 24. Deneke 749. Borst 429. Vgl. Ralph Schippan, „Denn aus der Kräfte …“, Erstausgaben der Werke von Fr. Schiller, 2009, S. 20ff. (anderes Exemplar). - Erstausgabe der ersten in den Handel gekommenen Ausgabe. Mit den bei Deneke beschriebenen Druckfehlern. Im vorliegenden Exemplar lautet die Nummerierung der Szenen in Akt IV: 1-3-4-5-5. In dem von R. Schippan beschriebenen Exemplar und auch in weiteren von uns nachgewiesenen Exemplaren ist die Szenenfolge des vierten Aktes abweichend mit 1-3-3-4-5 nummeriert. Die Abweichungen betreffen den Bogen K, der offenbar ausgetauscht wurde (vgl. Schüddekopf im Anhang zum Faksimile-Neudruck; S. 55 f.). Im Gegensatz zu Schüddekopf gibt es jedoch im Bogen "K" weitere geringe Abweichungen gegenüber dem Bogen "K" im Faksimileneudruck von 1905. Diese Abweichungen bestätigen jedoch die Annahme von Schüddekopf, dass vorliegende Variante des Bogens die spätere ist: Seite 152, 2. Zeile von unten "Moor." im Faksimileneudruck "Moor"; Seite 155, 10. Zeile von oben "beleidigt," im Faksimileneudruck "beleidigt". (Faksimile liegt bei).
Eine der seltensten Ausgaben der klassischen deutschen Literatur. Obwohl die Auflage 800 Exemplare betrug, war die Nachfrage wohl so gering, dass der größte Teil makuliert und der Rest von Schiller einem Antiquar verkauft wurde. Erst nach der Mannheimer Erstaufführung wurde das Werk vom Publikum verlangt und es wurde eine 2. Auflage nötig.
Die Räuber sind eines der Schauspiele der klassischen deutschen Literatur, die immer wieder neue Interpretationen auf der Bühne herausfordern. Das liegt vermutlich nicht an einer zeitlosen Bedeutung des Stückes, sondern an der Verbindung des Werkes mit der Lebensgeschichte Schillers.
Aus der Bibliothek von Alexander Schippan, mit seinem Exlibris im hinteren Spiegel des Bandes. Ein weiterer Vorbesitzer war Fedor von Zobeltitz, mit dessen erstem Exlibris im vorderen Spiegel. Zobeltitz war Mitbegründer der 'Gesellschaft der Bibliophilen' und Redakteur der 'Zeitschrift für Bücherfreunde'. Seine erste Bibliothek ließ er 1910 bei Breslauer versteigern. Vorliegendes Exemplar ist dann im Katalog 19 des Antiquariates Emil Hirsch verzeichnet, aus dem es Alexander Schippan im Juli 1933 erwarb.