Los 696

Sammelband mit 3 Inkunabeln. Nürnberg, Köln und Augsburg 1479 - 1482.

Schätzpreis
€ 30.000
Ausrufpreis
€ 28.500
Los: 696
Kategorie: Alte Drucke bis 1600
Sammelband mit 3 Inkunabeln. Nürnberg, Köln und Augsburg, 1479-1482.
1.) Burlaeus (Pseudo-), Gualtherus: De vita et moribus philosophorum. / 2.) [Hieronymus (Pseudo)]: Vitas patrum. / 3.) Viola sanctorum. 27,7 x 20 cm. (1) 76 Bll. (das erste leer). Got. Typen. Zweispaltig zu 35 Zeilen. Rubriziert, mit rot eingemalten Initialen. / (2) 157 Bll. (st. 158, ohne das letzte leere Bl. - Erstes Bl. leer). Got. Typen. Zweispaltig zu 41 Zeilen. Rubriziert, mit rot eingemalten Ini Got. Holzdeckelband auf 5 Bünden mit blindgepr. Schweinslederbezug (Streicheisenlinien); alte Messing-Eckbeschläge und zwei Messingschließen, zehn spätere Buckelbeschläge. Auf dem unteren Schnitt hs. der Titel "Vita patrum".

((Einband berieben. Zwei Vorsatzblätter mit biliograph. Notizen des 19. Jhs, ein drittes recto mit dem Beginn eines zeitgenöss. Index zum ersten Teil; am Schluss dieses Teils von späterer Hand Bemerkungen zur Erfindung der Buchdruckerkunst. In allen drei Teilen zahlreiche Tintenmarginalien von zeitgenössischer Hand. Am oberen und teils am unteren Rand wasserrandig, nur stellenweise auch stärker im Text. Zu Anfang und im dritten Teil einige kl. reparierte Randdefekte und Einrisse, nur wenige mit geringem Textverlust).)

Sammelband mit 3 Inkunabeln. Nürnberg, Köln und Augsburg, 1479-1482.
27,7 x 20 cm. Got. Holzdeckelband auf 5 Bünden mit blindgepr. Schweinslederbezug (Streicheisenlinien); alte Messing-Eckbeschläge und zwei Messingschließen, zehn spätere Buckelbeschläge. Auf dem unteren Schnitt hs. der Titel "Vita patrum".
1.) Burlaeus (Pseudo-), Gualtherus: De vita et moribus philosophorum. Nürnberg: Friedrich Creussner, 30.VI.1479. 76 Bll. (das erste leer). Lagen: [a6, b-i8, k6]. Got. Typen. Zweispaltig zu 35 Zeilen. Rubriziert, mit rot eingemalten Initialen.
2.) [Hieronymus (Pseudo-)]: Vitas patrum. [Köln: Konrad Winters, um 1481/82]. 157 Bll. (st. 158, ohne das letzte leere Bl. - Erstes Bl. leer). Lagen: [a-d10, e-k8, lm6, n-s8, t10-1].Got. Typen. Zweispaltig zu 41 Zeilen. Rubriziert, mit rot eingemalten Initialen und Kolumnentiteln. Vorgebunden 15 SS. zeitgenössischer handschriftlicher Index.
3.) Viola sanctorum. [Augsburg: Johann Keller] 1482. 119 Bll. Lagen: [a10, b-g8, h8+1, i-n8, o12]. Got. Typen. Einspaltig zu 30 Zeilen, eingedruckte Kolumnentitel und Marginalien. Rubriziert, mit eingedruckten und rot eingemalten Initialen, einige große, rot kolorierte Initialen mit Maiblumenfüllung.

(Einband berieben. Zwei Vorsatzblätter mit bibliograph. Notizen des 19. Jhs, ein drittes recto mit dem Beginn eines zeitgenöss. Index zum ersten Teil; am Schluss dieses Teils von späterer Hand Bemerkungen zur Erfindung der Buchdruckerkunst. In allen drei Teilen zahlreiche Tintenmarginalien von zeitgenössischer Hand. Am oberen und teils am unteren Rand wasserrandig, nur stellenweise auch stärker im Text. Zu Anfang und im dritten Teil einige kl. reparierte Randdefekte und Einrisse, nur wenige mit geringem Textverlust).

(1) GW 5787. HC 4124. BSB-Ink B-995. - Seltene Ausgabe der erstmals um 1470 erschienenen "Sammlung von Viten antiker Schriftsteller (mit Excerpten aus ihren Werken) ... eine Kompilation, welche auf Diogenes Laertius, Vicentius Bellovacensis und anderen Quellen beruht" (GW). - Der englische Philosoph Walter Burley (1275-1337?) dozierte in Paris und Oxford. Er war Schüler und später Gegner des Duns Scotus.
(2) GW M50870. HC 8589bis. Voulliéme Köln 1254. / (3) GW M21476. HC 10868. BSB-Ink V-222. - In allen Bibliographien wird das Einschaltblatt zur Lage h nicht erwähnt. - Einer von nur fünf bekannten Drucken von Johann Keller. Diese auch als "Martyrologium" bekannte Sammlung von Heiligenviten erschien erstmals 1475 in Basel.
Eine umfangreiche Sammlung von Lebensbeschreibungen antiker Autoren, Kirchenväter und Heiliger, die offenbar ziemlich bald nach der Drucklegung zusammengestellt und mit Indices versehen wurde. Auf der ersten Textseite findet sich der zeitgenössische Besitzeintrag "liber baccl. [baccalaureati] henrici grümbach". Von diesem (Erst-)Besitzer scheinen auch die zahlreichen Tintenmarginalien zu stammen. An weiteren Vorbesitzern nennen sich 1716 die als Autoren und Schulmänner bekannten Johann Georg Striegnitz und Magister Augustinus Bischoff, beide aus Buttstädt in Thüringen.