Los 289

Joseph Clemens v. Bayern. Brief m. U. u. Nachschrift. Valenciennes, 3.III.1714. - An J. F. Karg von Bebenburg.

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Los: 289
Kategorie:
Brief m. U. und e. Nachschrift; 3 Seiten in Quart auf gefalt. Bogen.

((Leicht gebräunt und gebrauchsfleckig, kl. Einriss in der Bugfalte).)

Joseph Clemens von Bayern, Erzbischof und Kurfürst von Köln (München 1671-1723 Bonn). Brief m. U. und e. Nachschrift; Valenciennes, 3.III.1714. 3 Seiten in Quart auf gefalt. Bogen.

(Leicht gebräunt und gebrauchsfleckig, kl. Einriss in der Bugfalte).

An seinen Obristkanzler Joh. Friedr. Karg v. Bebenburg in Paris. Über die Verhandlungen zum Rastatter Frieden. Karg soll beim französischen Verhandlungsführer Marquis de Torcy auf günstige Bedingungen für das Kölner Kurfürstentum hinwirken. Er kritisiert heftig die "ohnerschwingliche Geltforderung an meinem Erz-Stifft" durch den "Churbrandenburg". "Sie bilden sich leicht ein, wie schwer es hernechst fallen werde, mit diesem ohne Gewissen lebenden fürsten sich in der Güte deshalben zu vergleichen ...". Als eigenhändige Nachschrift schließt der Brief mit "D(er) König in Preissen ist Ein gewissen und ohne Religion lebender loser herr Wehe diser Nachbarschaft".
Josef Clemens hielt sich als Parteigänger Ludwigs XIV. im Spanischen Erbfolgekrieg seit 1704 im Exil in Lille auf und von 1709 bis 1714 schließlich in Valenciennes.
Der Brief ist in seinen Hauptpassagen veröffentlicht in: L. Ennen, Der spanische Erbfolgekrieg und der Churfürst Joseph Clemens von Cöln, Jena 1851, S. CXLVIII, Nr. 160. - Aus der Sammlung Heinrich Lempertz mit dessen Stempel auf der Rückseite.