Lot 914
C. Paradin, Devises heroiques. Lyon 1557.
Estimate
€ 1.800
Starting Price
€ 1.200
Lot:
914
Category:
Old prints up to 1600
Artist:
Claude Paradin
Paradin, Claude: Devises heroïques. Lyon: Jean de Tournes und Guillaume Gazeau 1557. 17,2 x 11,3 cm. Mit Hz.-Titelbordüre und 182 Textholzschnitten von Bernard Salomon. 261 SS. Hellbraunes Maroquin mit goldgepr. Deckelfileten, Innenkantenvergoldung, Rt. und Rv. mit Stempelsignatur des Buchbinders „Thompson“ auf dem fliegenden Vorsatz.
(Ecken und Kanten minimal berieben. Die Bll. a⁴ bis b² mit Marginalien in Bleistift von jüngerer Hand im Unterrand; weitere Bll mit Marginalien in brauner Tinte von älterer Hand im Oberrand. Leicht altersfleckig. Exlibris auf dem vorderen Spiegel.)
Adams P 291. Landwehr, Romanic Emblem Books, 564. Parz, S. 444. - Zweite, um 64 Holzschnitte und französischen Erläuterungsstext erweiterte Ausgabe. - „The first Protestant collection of religious devices, a book which played a very important role in the European emblem tradition“ (Landwehr). „A very important source of inspiration for printer’s marks“ (Landwehr). - Eines der wichtigsten Emblembücher. Die als Symbolkompendium angelegte Sammlung vereint jeweils aus Motto, Holzschnitt und erläuterndem Text bestehende Embleme, deren Symbolik auf die Bibel, antike Bilderwelten sowie Devisen von Königen und historischen Persönlichkeiten zurückgreift. Solche Embleme dienten als Kennzeichen von Herrschaft, Stand oder moralischer Identität, wurden aber auch als dekorative Vorlagen in Heraldik, Architektur, Druckgraphik, Textilkunst oder als Druckermarken verwendet. Durch seine weite Verbreitung und spätere Erweiterungen - etwa bei Plantin - trug Paradins Werk wesentlich zur Popularisierung der emblematischen Bildsprache bei und etablierte sich als grundlegendes Referenz- und Musterbuch frühneuzeitlicher Symbolik. - Zu den prominenten Persönlichkeiten, die mit dem Werk des französischen Historikers, Genealogen und Emblemsammlers Claude Paradin (1510–1573) vertraut waren und seine Embleme rezipierten, zählt auch Maria Stuart, die das Emblem Ingenii largitor (hier auf S. 141 abgedruckt) für ihre Bildwirkereien verwendete.
(Ecken und Kanten minimal berieben. Die Bll. a⁴ bis b² mit Marginalien in Bleistift von jüngerer Hand im Unterrand; weitere Bll mit Marginalien in brauner Tinte von älterer Hand im Oberrand. Leicht altersfleckig. Exlibris auf dem vorderen Spiegel.)
Adams P 291. Landwehr, Romanic Emblem Books, 564. Parz, S. 444. - Zweite, um 64 Holzschnitte und französischen Erläuterungsstext erweiterte Ausgabe. - „The first Protestant collection of religious devices, a book which played a very important role in the European emblem tradition“ (Landwehr). „A very important source of inspiration for printer’s marks“ (Landwehr). - Eines der wichtigsten Emblembücher. Die als Symbolkompendium angelegte Sammlung vereint jeweils aus Motto, Holzschnitt und erläuterndem Text bestehende Embleme, deren Symbolik auf die Bibel, antike Bilderwelten sowie Devisen von Königen und historischen Persönlichkeiten zurückgreift. Solche Embleme dienten als Kennzeichen von Herrschaft, Stand oder moralischer Identität, wurden aber auch als dekorative Vorlagen in Heraldik, Architektur, Druckgraphik, Textilkunst oder als Druckermarken verwendet. Durch seine weite Verbreitung und spätere Erweiterungen - etwa bei Plantin - trug Paradins Werk wesentlich zur Popularisierung der emblematischen Bildsprache bei und etablierte sich als grundlegendes Referenz- und Musterbuch frühneuzeitlicher Symbolik. - Zu den prominenten Persönlichkeiten, die mit dem Werk des französischen Historikers, Genealogen und Emblemsammlers Claude Paradin (1510–1573) vertraut waren und seine Embleme rezipierten, zählt auch Maria Stuart, die das Emblem Ingenii largitor (hier auf S. 141 abgedruckt) für ihre Bildwirkereien verwendete.