Lot 1187
Jean Paul, Vorschule der Aesthetik. 3 Bde. Hamburg 1804.
Estimate
€ 200
Starting Price
€ 140
Hammer Price
€ 320
Lot:
1187
Category:
Literature from the 17th to 19th century
Artist:
Jean Paul (d. i. J. P. F. Richter)
Jean Paul (d. i. J. P. F. Richter): Vorschule der Aesthetik, nebst einigen Vorlesungen in Leipzig über die Parteien der Zeit. 3 Abteilungen in 3 Bdn. Hamburg: F. Perthes 1804. 15,5 x 9,2 cm. XXX, 256 SS.; 1 Bl., S. 257-542; 1 Bl., S. 543-758. Pp. mit Buntpapierbezug und Rs.
(Berieben und bestoßen. Rücken lichtblass. Innen minimale Altersspuren. Seite 327 des zweiten Bandes mit kleinem Einriss im Unterrand.)
Berend/Krogoll 18a. Borst 981. Goed. V, 465, 18. - Erste Ausgabe des poetologischen Hauptwerkes von Jean Paul, das weniger eine Ästhetik ist, wie der Titel verspricht. Geschrieben in der für Jean Paul typischen metaphorischen Sprache und von seinem eigentümlichen Witz durchwoben. Ein besonderes Glanzstück des Werkes stellt des Autors Bestimmung des Humors dar: „Humor ist nach einer berühmt gewordenen Formulierung das umgekehrte Erhabene, er setzt das Endliche wie in einem Hohlspiegel in den Kontrast mit der Idee: Wenn der Mensch, wie die alte Theologie tat, aus der überirdischen Welt auf die irdische herunterschauet: so zieht diese klein und eitel dahin; wenn er mit der kleinen, wie der Humor tut, die unendliche ausmisset und verknüpft: so entsteht jenes Lachen, worin noch ein Schmerz und eine Größe ist. In dieser Herausarbeitung literarischer Techniken, Gattungen, Kategorien, wie auch in der Charakterisierung von poetischen Kräften und Typen liegt die Größe und Bedeutung des Werks.“ (KLL).
(Berieben und bestoßen. Rücken lichtblass. Innen minimale Altersspuren. Seite 327 des zweiten Bandes mit kleinem Einriss im Unterrand.)
Berend/Krogoll 18a. Borst 981. Goed. V, 465, 18. - Erste Ausgabe des poetologischen Hauptwerkes von Jean Paul, das weniger eine Ästhetik ist, wie der Titel verspricht. Geschrieben in der für Jean Paul typischen metaphorischen Sprache und von seinem eigentümlichen Witz durchwoben. Ein besonderes Glanzstück des Werkes stellt des Autors Bestimmung des Humors dar: „Humor ist nach einer berühmt gewordenen Formulierung das umgekehrte Erhabene, er setzt das Endliche wie in einem Hohlspiegel in den Kontrast mit der Idee: Wenn der Mensch, wie die alte Theologie tat, aus der überirdischen Welt auf die irdische herunterschauet: so zieht diese klein und eitel dahin; wenn er mit der kleinen, wie der Humor tut, die unendliche ausmisset und verknüpft: so entsteht jenes Lachen, worin noch ein Schmerz und eine Größe ist. In dieser Herausarbeitung literarischer Techniken, Gattungen, Kategorien, wie auch in der Charakterisierung von poetischen Kräften und Typen liegt die Größe und Bedeutung des Werks.“ (KLL).