Lot 368
F. Frhr. von Richthofen, China. Ergebnisse eigener Reisen und darauf gegründeter Studien. Bde. 1-4 (von 5) in 4 Bdn. Berlin 1877-1912.
Estimate
€ 3.000
Starting Price
€ 2.000
Lot:
368
Category:
Geography and work of views
Artist:
Ferdinand Frhr. von Richthofen
Richthofen, Ferdinand Frhr. von: China. Ergebnisse eigener Reisen und darauf gegründeter Studien. Bde. I-IV in 4 Bdn. (von 5 und ohne 2 Atlasbände: diese faksimiliert beiliegend). Berlin: Reimer 1877- 1912. 28,3 x 22 cm. Mit zahlr. t. gefalt. und doppelblattgr. t. farblithogr. Übersichts- und Profilkarten, sowie zahlr. Tafeln und Textholzstichen. Illustr. OrLn. der Bde. I, II, und IV mit Rt. sowie farblich angepasstes HLdr. mit Rs.
(Einbände etwas berieben und angestaubt; Bd. IV etwas stärker. Leinenbezüge in den Gelenken t. etwas angerissen. Vereinzelt feucht- und altersfleckig. Bd. 2 mit hinterlegter Tilgung auf dem Titelblatt. Bd. 4 mit Stempel auf dem Titelblatt. Es fehlen im Originaldruck der 5. Band "Abschliessende, palaeontologische Bearbeitung der Sammlung F. v. Richthofens..." und zwei Atlasbände.)
Yakushi R206 a. - Henze IV, 597 ff. - Enthält Bd. I: Einleitender Teil. / Bd. II: Das nördliche China. / Bd. III: Das südliche China. Nach den hinterlassenen Manuscripten im letztwilligen Auftrag des Verfassers, hrsg. von Ernst Tiessen. / Bd. IV: Palaeontologischer Theil, enthaltend Abhandlungen von W. Dames, E. Kayser, G. Lindström, A. Schenk, und C. Schwager. -
Am 6. Oktober 1905 verstarb Richthofen, ohne sein Lebenswerk vollendet zu haben. Es fehlten noch der 3. Band und der 2. Teil des Atlasses sowie ein 5. Band mit palaeontologischen Ergänzungen. Mit Hilfe der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, der Witwe Richthofens und zahlreicher Freunde und Förderer konnten Bearbeiter gefunden werden, die 7 Jahre nach seinem Tod und 35 Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes das Werk zum Abschluss brachten.
In der wissenschaftlichen Erforschung Chinas ist Richthofen bahnbrechend und klassisch für alle Zeiten. Der im Jahr 1877 erschienene erste Band des (von ihm unvollendet gelassenen) Großwerkes war von umstürzender Bedeutung durch die Originalität und zwingende Durchführung der Leitidee, deren Formulierung der erste Satz des einleitenden Kapitels eröffnet: "China, in seinem Gebirgsbau wie in der Anordnung seiner Riesenströme, in der Verbreitung und Geschichte seiner Bewohner wie in seinen politischen Gestaltungen, kann nur aus seinem Verhältnis zu Central-Asien verstanden werden". Dieses Verhältnis ist lichtvoller Gegenstand des gesamten ersten Bandes ... "Mit dem zweiten Band begründete er die moderne Länderkunde, nicht experimentierend, sondern mit der Sicherheit unbedingter Meisterschaft. Eine Tat ohne Muster, ohne Anlehnung. Wer hat sich nicht bei seiner ersten Bekanntschaft mit diesem Jubelband ergreifen lassen von der einführend dargebotenen Charakteristik Nord- und Süd-Chinas !" (Henze IV, S. 597 f., 609 und 612). - Der fehlende 5. Textband und die beiden fehlenden Atlasbände liegen in Faksimileausgaben bei (dabei die beiden Atlasbände zusammen in einem Band).
(Einbände etwas berieben und angestaubt; Bd. IV etwas stärker. Leinenbezüge in den Gelenken t. etwas angerissen. Vereinzelt feucht- und altersfleckig. Bd. 2 mit hinterlegter Tilgung auf dem Titelblatt. Bd. 4 mit Stempel auf dem Titelblatt. Es fehlen im Originaldruck der 5. Band "Abschliessende, palaeontologische Bearbeitung der Sammlung F. v. Richthofens..." und zwei Atlasbände.)
Yakushi R206 a. - Henze IV, 597 ff. - Enthält Bd. I: Einleitender Teil. / Bd. II: Das nördliche China. / Bd. III: Das südliche China. Nach den hinterlassenen Manuscripten im letztwilligen Auftrag des Verfassers, hrsg. von Ernst Tiessen. / Bd. IV: Palaeontologischer Theil, enthaltend Abhandlungen von W. Dames, E. Kayser, G. Lindström, A. Schenk, und C. Schwager. -
Am 6. Oktober 1905 verstarb Richthofen, ohne sein Lebenswerk vollendet zu haben. Es fehlten noch der 3. Band und der 2. Teil des Atlasses sowie ein 5. Band mit palaeontologischen Ergänzungen. Mit Hilfe der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, der Witwe Richthofens und zahlreicher Freunde und Förderer konnten Bearbeiter gefunden werden, die 7 Jahre nach seinem Tod und 35 Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes das Werk zum Abschluss brachten.
In der wissenschaftlichen Erforschung Chinas ist Richthofen bahnbrechend und klassisch für alle Zeiten. Der im Jahr 1877 erschienene erste Band des (von ihm unvollendet gelassenen) Großwerkes war von umstürzender Bedeutung durch die Originalität und zwingende Durchführung der Leitidee, deren Formulierung der erste Satz des einleitenden Kapitels eröffnet: "China, in seinem Gebirgsbau wie in der Anordnung seiner Riesenströme, in der Verbreitung und Geschichte seiner Bewohner wie in seinen politischen Gestaltungen, kann nur aus seinem Verhältnis zu Central-Asien verstanden werden". Dieses Verhältnis ist lichtvoller Gegenstand des gesamten ersten Bandes ... "Mit dem zweiten Band begründete er die moderne Länderkunde, nicht experimentierend, sondern mit der Sicherheit unbedingter Meisterschaft. Eine Tat ohne Muster, ohne Anlehnung. Wer hat sich nicht bei seiner ersten Bekanntschaft mit diesem Jubelband ergreifen lassen von der einführend dargebotenen Charakteristik Nord- und Süd-Chinas !" (Henze IV, S. 597 f., 609 und 612). - Der fehlende 5. Textband und die beiden fehlenden Atlasbände liegen in Faksimileausgaben bei (dabei die beiden Atlasbände zusammen in einem Band).