Lot 367
W. Rice, Tiger-Shooting in India. London 1857.
Estimate
€ 300
Starting Price
€ 200
Hammer Price
€ 360
Lot:
367
Category:
Geography and work of views
Artist:
William Rice
Rice, William: Tiger-Shooting in India; being an account of hunting experiences on foot in Rajpootana, during the hot seasons, from 1850 to 1854. London und Bombay: Smith, Elder und Taylor 1857. 26 x 17,5 cm. Mit 12 chromolithogr. Tafeln. XVIII, 1 Bl., 219,16 SS. (Anzeigen). Rotes OrLn. mit goldgepr. Deckelvign., goldgepr. Rt. und Rv.
(Berieben, gering bestoßen, leicht fleckig, Kapitale mit Bezugsdefekten, vorderes Gelenk gebrochen. Vorderer Spiegel mit 2 Exlibris. Innen stellenweise und besonders zu Beginn und Schluss sowie die Tafelränder etwas stockfleckig. Tafel zu S. 91 ohne Schutzpapier. Gering gebräunt.)
Persönlicher Bericht des britischen Offiziers William Rice (Leutnant im 25th Regiment Bombay Native Infantry und später Captain im Turkish Contingent) über seine Erfahrungen bei der Tigerjagd in der Region Rajputana (heute in Rajasthan, Indien) zwischen 1850 und 1854. Rice schildert Jagdszenen, Begegnungen mit Tigern, seine Beobachtungen der Natur und der Landschaft sowie Episoden des Lebens britischer Soldaten und Jagdgruppen während der heißen Jahreszeiten. Im 19. Jahrhundert gehörte die Großwildjagd – insbesondere auf Tiger – in Teilen der britischen Kolonialgesellschaft zu einem weithin akzeptierten Sport, der - als Mutprobe und „natürliche Herausforderung“ idealisiert - als prestigeträchtige Freizeitbeschäftigung betrieben wurde. Berichte wie diejenigen Rices waren populär und dienten auch der Unterhaltung eines europäischen Publikums, das kaum Zugang zu authentischen Eindrücken aus dem südasiatischen Raum hatte. Rice’s Tiger-Shooting in India ist ein authentischer, historischer Jagd-Erlebnisbericht seiner Zeit. Aus heutiger Sicht liest man ihn kritisch als Dokument kolonialer Natur- und Tierbilder und im Bewusstsein der dramatischen Veränderungen in der Wildtierbiologie, im Schutzbedürfnis bedrohter Arten und in ethischen Auffassungen über Tiere und Jagd überhaupt.
(Berieben, gering bestoßen, leicht fleckig, Kapitale mit Bezugsdefekten, vorderes Gelenk gebrochen. Vorderer Spiegel mit 2 Exlibris. Innen stellenweise und besonders zu Beginn und Schluss sowie die Tafelränder etwas stockfleckig. Tafel zu S. 91 ohne Schutzpapier. Gering gebräunt.)
Persönlicher Bericht des britischen Offiziers William Rice (Leutnant im 25th Regiment Bombay Native Infantry und später Captain im Turkish Contingent) über seine Erfahrungen bei der Tigerjagd in der Region Rajputana (heute in Rajasthan, Indien) zwischen 1850 und 1854. Rice schildert Jagdszenen, Begegnungen mit Tigern, seine Beobachtungen der Natur und der Landschaft sowie Episoden des Lebens britischer Soldaten und Jagdgruppen während der heißen Jahreszeiten. Im 19. Jahrhundert gehörte die Großwildjagd – insbesondere auf Tiger – in Teilen der britischen Kolonialgesellschaft zu einem weithin akzeptierten Sport, der - als Mutprobe und „natürliche Herausforderung“ idealisiert - als prestigeträchtige Freizeitbeschäftigung betrieben wurde. Berichte wie diejenigen Rices waren populär und dienten auch der Unterhaltung eines europäischen Publikums, das kaum Zugang zu authentischen Eindrücken aus dem südasiatischen Raum hatte. Rice’s Tiger-Shooting in India ist ein authentischer, historischer Jagd-Erlebnisbericht seiner Zeit. Aus heutiger Sicht liest man ihn kritisch als Dokument kolonialer Natur- und Tierbilder und im Bewusstsein der dramatischen Veränderungen in der Wildtierbiologie, im Schutzbedürfnis bedrohter Arten und in ethischen Auffassungen über Tiere und Jagd überhaupt.