Lot 48

C. Thomas, Firmamentum firmianum, seu manuductio ad globum artificialem coelestem. Augsburg 1731.

Estimate
€ 2.000
Starting Price
€ 1.500
Hammer Price
€ 5.500
Lot: 48
Category: Geography and work of views
Artist: Corbinian Thomas
Thomas, Corbinian: Firmamentum firmianum, seu manuductio ad globum artificialem coelestem. Augsburg: Merz & Mayr 1731. 15,3 x 19,5 cm. Mit gest. Front. von A. C. Fleischmann, 1 Textkupfer und 84 gest. Falttafeln von J. C. Bernd(t) und J. Hering. 4 Bll., 212 SS. Mod. HLn. mit goldgepr. Rt.

(Rückdeckel berieben. Front., Titel, Widmung und erste Lage gering knickspurig. Der Textteil gebräunt u. mit kleinem Wasserrand. Die Tafel mit dem Maßstabsschema der Planeten mit großem Ausriss. Einriss am Bundfalz der ‚tabula synoptica‘ mit Klebeband repariert. Die Tafel ‚Andromeda‘ mit Eckabriss. Weitere 5 Tafeln [Systema solis, Ephemeris lunaris, Lilium et Triangulum, Eridanus und Argo navis] mit Klebestreifen angerändert oder mit Fehlstellen an den Rändern hinterlegt. Die Tafeln jeweils am Außenrand auf ein eingebundenes Trägerblatt montiert und nach den Text gebunden. Die Trägerblätter braunfleckig, die Tafeln nur stellenweise etwas fleckig. Laut dem im VD16 verlinkten Digitalisat fehlt die Tafel mit dem Sternbild des Perseus, die tabula synoptica dort nicht vorhanden.)

VD18 14738341. Houzeau/Lancaster 9748. Poggendorff II, 1096. - Zweite Ausgabe des 1730 in Frankfurt und Leipzig erschienenen astronomischen Grundlagenwerkes, hier mit dem vollständigen Textteil. - Die Kupfer mit Darstellungen astronomischer Instrumente, Globen, Diagrammen, einer Karte des Salzburger Landes sowie einem Himmelsatlas mit 52 Sternbildern, 2 Hemisphärenkarten, einer Rosa nautica, einer ägyptischen Himmelskarte, einer Mondfinsterniskarte und mehr. - Der Benediktinermönch Corbinian Thomas (1694-1767) war Professor für Mathematik an der Universität Salzburg, der er als Dekan und Prokanzler vorstand. Besonders hervorzuheben ist die Einbindung seines astronomischen Werkes in den zeitgenössischen kulturellen und politischen Kontext. Thomas widmet es dem Salzburger Fürsten und Erzbischof Leopold Anton von Firmian, dessen Name bereits im Titel verewigt ist, und erhebt das Wappenmotiv des Fürsterzbischofs - zwei Hirschgeweihe - in den Sternenhimmel, indem er es mit dem Sternbild der Nördlichen Krone verbindet und es ihm zu Ehren in ‚Corona Firmiana‘ umbenennt.