Lot 31
Merian. - (M. Zeiller), Topographia Bavariae. 3. Auflage. Frankfurt a. M. 1644 (d. i. um 1665).
Estimate
€ 1.500
Starting Price
€ 1.000
Hammer Price
€ 2.000
Lot:
31
Category:
Geography and work of views
Merian. - (Zeiller, Martin): Topographia Bavariae das ist Beschreib: und Aigentliche Abbildung der Vornembsten Stätt und Orth, in Ober und NiederBeyern Der Obern Pfaltz, Und andern, Zum Hochlöblichen Bayrischen Craiße gehörigen, Landschafften. Dritte Auflage. (Frankfurt a. M.): Merian 1644 (d. i. um 1665); Anhang 1656. 32,5 x 20 cm. Mit gest. Kupfertitel, 3 doppelblattgr. gest. Karten, 1 Wappenkupfer und 59 (recte 58, eine Tafel doppelt eingebunden) gest. Tafeln. 138 SS., 3 Bll.; 49 SS., 1 nn. S., 2 Bll. Braunes Ldr. auf 5 Bünden mit ornamentaler Rv. und Kantenvergoldung.
(Berieben und bestoßen, Rückengelenke eingerissen, unteres Kapitalband einseitig abgelöst, Bezugsfehlstellen an den Kapitalen. Titel mit vertikaler Knickspur und fingerfleckig. Textblatt C¹ mit kleiner Hinterlegung im Unterrand, Textblatt N¹ mit überlegtem Einriss am Außenrand. Die Ansicht von Landshut an den Außenrändern knapp beschnitten und mit Randeinrissen. Der Plan vom Tegernsee mit Papierfehlstellen am linken Rand. Es fehlt das Blatt mit dem Kupferverzeichnis. Die doppelblattgr. Tafel mit den Ansichten von Aterberg und Aicha zwei Mal eingebunden. Stellenweise etwas finger- und gering altersfleckig. Kaum gebräunt.)
Wüthrich IV, 22. - Ausführliche Beschreibung mit detailreichen Abbildungen der wichtigsten Städte und Orte in Ober- und Niederbayern, der Oberpfalz sowie weiterer zum bayerischen Reichskreis gehöriger Landschaften. Enthält eine Karte Bayerns, der Oberpfalz und eine Vogelschaukarte des Stifts Berchtesgaden. In der dritten Auflage bis auf die ‚Beschreibung‘ (S. 3-9) satzgleich mit der ersten Auflage. Erst die vierte Auflage wurde mit vollständigem Neusatz gedruckt. - Mit dem „Anhang zu des M. Z. Anno 1644 getruckten Topographia Bavariae“ (Frankfurt a. M.: Merians Erben 1656). Die Tafeln des Anhangs in den Haupttext eingebunden. „1656 besorgten Merians Erben einen Anhang zur Erstausgabe. Darin nennt sich Martin Zeiller mit seinen Initialen ‚M. Z.‘. In der 1. Ausgabe ist sein Name nur bei den Zitierungen seines Reyßbuchs anzutreffen. Der Anhang wurde den Käufern zusammen mit der Erstausgabe oder als Ergänzung dazu angeboten, allein findet er sich kaum. Er enthält 186 Ortstexte, viele von ihnen sind neu, andere enthalten ergänzende Angaben zu Orten, die schon in der Erstausgabe vorkommen, wobei vor allem die Literaturhinweise, neue und ältere, erweitert werden.“ (Wüthrich). - Die „Topographia Bavariae“ aus der Werkstatt Matthäus Merians zählt zu den herausragenden topographischen Sammelwerken des 17. Jahrhunderts. Als Teil der monumentalen Topographien-Reihe, die Merian gemeinsam mit dem protestantischen Universalgelehrten Martin Zeiller erarbeitete, dokumentiert dieses Werk in Wort und Bild die wichtigsten Städte, Klöster, Burgen und Landschaften des bayerischen Reichskreises. Der Auflagenreichtum zeugt von der anhaltenden Relevanz und Beliebtheit des Werkes, insbesondere in einer Zeit, in der das Interesse an regionaler Identität, territorialer Ordnung und konfessioneller Zugehörigkeit wuchs. Die von topographischen, wirtschaftlichen und historischen Informationen in Zeillers Text begleiteten Stiche sind wertvolle Quellen für die Rekonstruktion von Stadt- und Kulturlandschaften vor den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und bis heute ein unverzichtbares Dokument für (Kunst-)Historiker, Landesforscher und Liebhaber meisterhaft konzipierter Bücher.
(Berieben und bestoßen, Rückengelenke eingerissen, unteres Kapitalband einseitig abgelöst, Bezugsfehlstellen an den Kapitalen. Titel mit vertikaler Knickspur und fingerfleckig. Textblatt C¹ mit kleiner Hinterlegung im Unterrand, Textblatt N¹ mit überlegtem Einriss am Außenrand. Die Ansicht von Landshut an den Außenrändern knapp beschnitten und mit Randeinrissen. Der Plan vom Tegernsee mit Papierfehlstellen am linken Rand. Es fehlt das Blatt mit dem Kupferverzeichnis. Die doppelblattgr. Tafel mit den Ansichten von Aterberg und Aicha zwei Mal eingebunden. Stellenweise etwas finger- und gering altersfleckig. Kaum gebräunt.)
Wüthrich IV, 22. - Ausführliche Beschreibung mit detailreichen Abbildungen der wichtigsten Städte und Orte in Ober- und Niederbayern, der Oberpfalz sowie weiterer zum bayerischen Reichskreis gehöriger Landschaften. Enthält eine Karte Bayerns, der Oberpfalz und eine Vogelschaukarte des Stifts Berchtesgaden. In der dritten Auflage bis auf die ‚Beschreibung‘ (S. 3-9) satzgleich mit der ersten Auflage. Erst die vierte Auflage wurde mit vollständigem Neusatz gedruckt. - Mit dem „Anhang zu des M. Z. Anno 1644 getruckten Topographia Bavariae“ (Frankfurt a. M.: Merians Erben 1656). Die Tafeln des Anhangs in den Haupttext eingebunden. „1656 besorgten Merians Erben einen Anhang zur Erstausgabe. Darin nennt sich Martin Zeiller mit seinen Initialen ‚M. Z.‘. In der 1. Ausgabe ist sein Name nur bei den Zitierungen seines Reyßbuchs anzutreffen. Der Anhang wurde den Käufern zusammen mit der Erstausgabe oder als Ergänzung dazu angeboten, allein findet er sich kaum. Er enthält 186 Ortstexte, viele von ihnen sind neu, andere enthalten ergänzende Angaben zu Orten, die schon in der Erstausgabe vorkommen, wobei vor allem die Literaturhinweise, neue und ältere, erweitert werden.“ (Wüthrich). - Die „Topographia Bavariae“ aus der Werkstatt Matthäus Merians zählt zu den herausragenden topographischen Sammelwerken des 17. Jahrhunderts. Als Teil der monumentalen Topographien-Reihe, die Merian gemeinsam mit dem protestantischen Universalgelehrten Martin Zeiller erarbeitete, dokumentiert dieses Werk in Wort und Bild die wichtigsten Städte, Klöster, Burgen und Landschaften des bayerischen Reichskreises. Der Auflagenreichtum zeugt von der anhaltenden Relevanz und Beliebtheit des Werkes, insbesondere in einer Zeit, in der das Interesse an regionaler Identität, territorialer Ordnung und konfessioneller Zugehörigkeit wuchs. Die von topographischen, wirtschaftlichen und historischen Informationen in Zeillers Text begleiteten Stiche sind wertvolle Quellen für die Rekonstruktion von Stadt- und Kulturlandschaften vor den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und bis heute ein unverzichtbares Dokument für (Kunst-)Historiker, Landesforscher und Liebhaber meisterhaft konzipierter Bücher.