Lot 175
J. H. H. Fries, Abhandlung vom sogenannten Pfeifer-Gericht. Frankfurt 1752.
Estimate
€ 200
Starting Price
€ 140
Lot:
175
Category:
History, cultural history and miscellaneous
Artist:
Johann He(i)nrich Hermann Fries
Fries, Johann He(i)nrich Hermann: Abhandlung vom sogenannten Pfeifer-Gericht, so in der Kaiserl. Freien Reichs-Stadt Frankfurt am Main ... aljärlich einmal gehalten zu werden pflegt: welcher eine kurze Nachricht vom wahren Ursprung der beiden Reichs-Messen einverleibet; samt einem Sendschreiben des Freiherrn von Senkenberg. Frankfurt a. M.: Multz 1752. 18,5 x 10,8 cm. Mit gest. Front. von J. M. Eben nach Fries und 1 gest. Falttafel. 7 Bll., 16, 248 SS., 4 Bll. Ldr. auf 5 Bünden mit rotem Rs. und floraler Rv.
(Berieben und gering bestoßen. Oberes Kapital mit Wurmspuren und Bezugsdefekt. Frontispiz mit minimalem Einriss im Unterrand. Die Falttafel mit kleinem Einriss im Mittelfalz und im weißen Unterrand. Insgesamt nur unbedeutende Altersspuren. Mit gest. Wappenexlibris auf dem vorderen Spiegel.)
Humpert 5043. Hayn/Got. II, 370. - Sehr seltene und wichtige Quelle zum Frankfurter Messhandel. Vertreter der drei freien Städte Worms, Bamberg und Nürnberg mussten alljährlich am ersten Sitzungstag des Schöffengerichts vor Mariä Geburt in einem feierlichen Aufzug mit blasenden Pfeifen und unter Darreichung von Geschenken um die Erneuerung ihrer Zollfreiheit bitten. Diese aus dem Mittelalter überlieferte und als große Sehenswürdigkeit der Messen bekannte Zeremonie nannte man Pfeifergericht. Am 6. September 1802 wurde das letzte Pfeifergericht abgehalten, mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 endete die Tradition auch formell. - Das reizvolle symbolische Frontispiz zeigt auch Notenzeilen.
(Berieben und gering bestoßen. Oberes Kapital mit Wurmspuren und Bezugsdefekt. Frontispiz mit minimalem Einriss im Unterrand. Die Falttafel mit kleinem Einriss im Mittelfalz und im weißen Unterrand. Insgesamt nur unbedeutende Altersspuren. Mit gest. Wappenexlibris auf dem vorderen Spiegel.)
Humpert 5043. Hayn/Got. II, 370. - Sehr seltene und wichtige Quelle zum Frankfurter Messhandel. Vertreter der drei freien Städte Worms, Bamberg und Nürnberg mussten alljährlich am ersten Sitzungstag des Schöffengerichts vor Mariä Geburt in einem feierlichen Aufzug mit blasenden Pfeifen und unter Darreichung von Geschenken um die Erneuerung ihrer Zollfreiheit bitten. Diese aus dem Mittelalter überlieferte und als große Sehenswürdigkeit der Messen bekannte Zeremonie nannte man Pfeifergericht. Am 6. September 1802 wurde das letzte Pfeifergericht abgehalten, mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 endete die Tradition auch formell. - Das reizvolle symbolische Frontispiz zeigt auch Notenzeilen.