Lot 226
A. v. Wallenstein. Eigenh. Brief mit U. Grabow, 12.XI.1627.
Estimate
€ 6.000
Starting Price
€ 4.000
Hammer Price
€ 4.000
Lot:
226
Category:
Manuscripts and autographs
WALLENSTEIN, ALBRECHT VON (1583 Hermanitz - 1634 Eger)
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Grabow, 12. November 1627. 1 Doppelblatt (1 beschriebene Seite). 31,2 x 21,1 cm.
(Das Gegenblatt mit kleinen Defekten an den Stellen des verlorenen Siegels und mit Ausschnitt durch Brieföffnung. Im Rand minimal altersfleckig. Mit Signaturnummer und Datierung in Bleistift im Oberrand recto.)
An Hans Georg von Arnim: „Dieweil der Ob[erst] Hausman itzt zum herren reisen thuet als hab ich nochmahls den herrn bitten wollen er wolle ein scharfe disciplin halten auf das die länder nicht ruinirt undt per consequens sie undt nacher die arme in desperacion gebracht. Von den Steten als von Wismar vor die ubrige 4000 man von Rostock vor die 1000 pferdt von Strallsundt undt Stetin halte der herr die contribucion zusammen auf das wir sie zu dem Gen. nothdürften gebrauchen köndten. Der herr lasse die stück aufs eheste zu Lubek oder was ihm gefallen wirdt giessen auf das wir sie auf den frieling gebrauchen können [...] in der insel Rügen muß man sich starck fortificiren undt dieweils ein gutts landt ist solches desto sterker belegen [...]“.
Hans Georg von Arnim trat ein Jahr vor Erhalt dieses Schreibens in kaiserliche Dienste ein und wurde bald zu einem engen Vertrauten Wallensteins, der dessen Kenntnisse der schwedischen Verhältnisse sowie sein fundiertes militärisches und politisches Urteilsvermögen zu schätzen wusste. Im August des Jahres 1627 leistete von Arnim hilfreiche Dienste beim erfolgreichen Feldzug gegen Dänemark und bei der Besetzung Mecklenburgs. Im Februar 1628 wurde Wallenstein mit dem Herzogtum Mecklenburg belehnt, das ihm als Entschädigung für dem Kaiser geliehene Gelder versprochen worden war. Zur gleichen Zeit belagerte von Arnim Stralsund, das mit Hilfe Schwedens und Dänemarks der Belagerung jedoch widerstehen konnte. Noch im selben Jahr wurde von Arnim zum Feldmarschall und Befehlshaber des kaiserlichen Heeres ernannt.
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Grabow, 12. November 1627. 1 Doppelblatt (1 beschriebene Seite). 31,2 x 21,1 cm.
(Das Gegenblatt mit kleinen Defekten an den Stellen des verlorenen Siegels und mit Ausschnitt durch Brieföffnung. Im Rand minimal altersfleckig. Mit Signaturnummer und Datierung in Bleistift im Oberrand recto.)
An Hans Georg von Arnim: „Dieweil der Ob[erst] Hausman itzt zum herren reisen thuet als hab ich nochmahls den herrn bitten wollen er wolle ein scharfe disciplin halten auf das die länder nicht ruinirt undt per consequens sie undt nacher die arme in desperacion gebracht. Von den Steten als von Wismar vor die ubrige 4000 man von Rostock vor die 1000 pferdt von Strallsundt undt Stetin halte der herr die contribucion zusammen auf das wir sie zu dem Gen. nothdürften gebrauchen köndten. Der herr lasse die stück aufs eheste zu Lubek oder was ihm gefallen wirdt giessen auf das wir sie auf den frieling gebrauchen können [...] in der insel Rügen muß man sich starck fortificiren undt dieweils ein gutts landt ist solches desto sterker belegen [...]“.
Hans Georg von Arnim trat ein Jahr vor Erhalt dieses Schreibens in kaiserliche Dienste ein und wurde bald zu einem engen Vertrauten Wallensteins, der dessen Kenntnisse der schwedischen Verhältnisse sowie sein fundiertes militärisches und politisches Urteilsvermögen zu schätzen wusste. Im August des Jahres 1627 leistete von Arnim hilfreiche Dienste beim erfolgreichen Feldzug gegen Dänemark und bei der Besetzung Mecklenburgs. Im Februar 1628 wurde Wallenstein mit dem Herzogtum Mecklenburg belehnt, das ihm als Entschädigung für dem Kaiser geliehene Gelder versprochen worden war. Zur gleichen Zeit belagerte von Arnim Stralsund, das mit Hilfe Schwedens und Dänemarks der Belagerung jedoch widerstehen konnte. Noch im selben Jahr wurde von Arnim zum Feldmarschall und Befehlshaber des kaiserlichen Heeres ernannt.