Lot 168
H. v. Colloredo-Waldsee. Eigenh. Schreiben mit U. O. O. (vor 1630).
Estimate
€ 400
Starting Price
€ 300
Hammer Price
€ 300
Lot:
168
Category:
Manuscripts and autographs
COLLOREDO-WALDSEE (WALLSEE), HIERONYMUS VON (1582 Saint-Omer - 1638 ebd.)
Eigenhändiges Schreiben mit Unterschrift („Geronimo Colloredo mp“). Ohne Ortsangabe, (vor 1630). 1 zur Hälfte beschriebene Folioseite. 32,5 x 19,5 cm. Mit Adresse verso und Papiersiegel.
(Mit kleiner, der Brieföffnung geschuldeter Fehlstelle am linken Rand; kein Textverlust.)
An einen Hauptmann:
„Ich hab von meinen Obersten Ordinanz
bekhomen, von dißen 3 Dörffer die Ordinanze zu nemben
so weiß ich kain Anders mitl weill sie sollche Con
trubution nicht wollen herein geben, so wie Ich dardurch
verursacht meinen soltaden erlaubniß zu geben, daß sie
hin auß Reitten, und Ir Essen und Drinckhen, waß man In
schuldig zu geben Ist hin werkh zunemben, den sie warlich
von Lufft nicht Leben künnen, kan auf dißmal Ir Fürstl.
gnaden und den Hern Haubtman nicht anderst
dienen.“
Antwortbrief auf ein an Colloredo gerichtetes Schreiben, dessen ursprünglicher Inhalt verloren gegangen ist, da das abgerissene Gegenblatt fehlt. Die ursprüngliche Adressierung verso erhalten. - Hieronymus von Colloredo-Waldsee befehligte in der Schlacht bei Lützen 1632 ein Regiment und wurde als Generalfeldwachtmeister am 13. Mai 1634 bei Liegnitz von Arnim geschlagen. Nach einer langen Haft in Ödenburg, dem heutigen Sopron im Nordwesten Ungarns, begleitete er den Grafen von Gallas auf seinem Zug nach Burgund, wo er am 17. März 1636 in der Schlacht bei Raon erneut besiegt wurde und in französische Gefangenschaft geriet. Colloredo starb 1683 als Feldmarschallleutnant und Kavalleriegeneral an den Folgen einer Schussverletzung, die er sich bei der Befreiung Saint-Omers aus der Einschließung durch die Franzosen zugezogen hatte.
Eigenhändiges Schreiben mit Unterschrift („Geronimo Colloredo mp“). Ohne Ortsangabe, (vor 1630). 1 zur Hälfte beschriebene Folioseite. 32,5 x 19,5 cm. Mit Adresse verso und Papiersiegel.
(Mit kleiner, der Brieföffnung geschuldeter Fehlstelle am linken Rand; kein Textverlust.)
An einen Hauptmann:
„Ich hab von meinen Obersten Ordinanz
bekhomen, von dißen 3 Dörffer die Ordinanze zu nemben
so weiß ich kain Anders mitl weill sie sollche Con
trubution nicht wollen herein geben, so wie Ich dardurch
verursacht meinen soltaden erlaubniß zu geben, daß sie
hin auß Reitten, und Ir Essen und Drinckhen, waß man In
schuldig zu geben Ist hin werkh zunemben, den sie warlich
von Lufft nicht Leben künnen, kan auf dißmal Ir Fürstl.
gnaden und den Hern Haubtman nicht anderst
dienen.“
Antwortbrief auf ein an Colloredo gerichtetes Schreiben, dessen ursprünglicher Inhalt verloren gegangen ist, da das abgerissene Gegenblatt fehlt. Die ursprüngliche Adressierung verso erhalten. - Hieronymus von Colloredo-Waldsee befehligte in der Schlacht bei Lützen 1632 ein Regiment und wurde als Generalfeldwachtmeister am 13. Mai 1634 bei Liegnitz von Arnim geschlagen. Nach einer langen Haft in Ödenburg, dem heutigen Sopron im Nordwesten Ungarns, begleitete er den Grafen von Gallas auf seinem Zug nach Burgund, wo er am 17. März 1636 in der Schlacht bei Raon erneut besiegt wurde und in französische Gefangenschaft geriet. Colloredo starb 1683 als Feldmarschallleutnant und Kavalleriegeneral an den Folgen einer Schussverletzung, die er sich bei der Befreiung Saint-Omers aus der Einschließung durch die Franzosen zugezogen hatte.