Lot 1325

G. Brus. Irrwisch. Frankfurt am Main 1971. - Eines von 500 Ex. der Faksimileausgabe des Typoskripts.

Estimate
€ 200
Starting Price
€ 140
Lot: 1325
Category: Illustrated Books, portfolios and art literature after 1945
Irrwisch.

29,6 x 20 cm..
((Einband berieben und leicht gebräunt. Rückdeckel gering fleckig.).)





GÜNTER BRUS
Irrwisch. Frankfurt a. M.: Kohlkunst-Verlag 1971. 29,6 x 20 cm. 136 nn. SS. mit zahlr. Abb. Illustrierte OrBroschur.

(Einband berieben und leicht gebräunt. Rückdeckel gering fleckig.)

Eines von 500 Exemplaren des faksimilierten Nachdrucks der Erstausgabe. - Das literarische Debut des österreichischen Malers, Schriftstellers und prominenten Vertreters des Wiener Aktionismus. Wo William S. Burroughs' „Naked Lunch“ in den 1960er-Jahren ansetzte, beginnt Günter Brus' exzessive Verwerfung sozialer Normen zwischen Selbstverletzung und Fetisch. Brus schrieb und zeichnete den Irrwisch im West-Berliner Exil, nachdem er 1968 wegen der sogenannten „Uni-Ferkelei“, einer Kunstaktion im AudiMax der Universität Wien, zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt worden war und Österreich daraufhin für einige Jahre verließ. Sein radikales Kunstverständnis lebte Brus im Irrwisch aus, mit dem er bildende Kunst und Literatur zu verbinden versuchte. Verlegt wurde das grotesk anmutende, avantgardistische Werk im Kohlkunst-Verlag von Gunter Rambow..