Lot 145

G. Schwab. E. Gedicht „Der Sohn des Regenten“. Stuttgart, 24.7.1834.

Estimate
€ 300
Starting Price
€ 200
Lot: 145
Category:
E. Gedicht m. U. 24 x 19,2 cm. 4 Seiten.

Schwab, Gustav (Stuttgart 1792 - 1850)

E. Gedicht m. U. Stuttgart, 24. Juli 1834. 4 Seiten. 24 x 19,2 cm.

22 Strophen umfassendes, handgeschriebenes Gedicht mit dem Titel „Der Sohn des Regenten“ von Gustav Schwab. Der evangelische Pfarrer, Lehrer und Schriftsteller Schwab gilt mit seinem heute noch neu aufgelegten Werk „Sagen des klassischen Altertums“ als der Vermittler der griechisch-römischen Sagen- und Götterwelt schlechthin. Das hier angebotene Gedicht schrieb Schwab während seiner Zeit als Redakteur beim Verlag von Johann Friedrich Cotta.

„Vor der letzten engen Zelle
In Sankt Genovevens Haus
Murmelt kaum die ferne Welle
Von der Weltstadt Lustgebraus.

Kein Gemach ist voll Bängniß
In den Gäßchen von Paris,
So voll Schatten kein Gefängniß,
Keines Mörders Thurmverließ.

Weh! der Wahnsinn stecket Larven
In die Seligkeit herein -
Da erklingen Wunderbarden
Da sprüht auf der Himmel Schein.

Und der Erde ganz Gedächtniß,
Blut, Geschlecht, Geschichte sinkt;
Nur der Ewigkeit Vermächtniß
Einem neuen Engel winkt.“

(Erste und letzte beiden Strophen des Gedichts.)