Lot 814

J. G. Fichte, Zurückforderung der Denkfreiheit. Heliopolis (d. i. Danzig) 1793.

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Lot: 814
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Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten. Eine Rede. 16 x 9 cm. 86 SS. HLdr. mit Rs.

((Etwas berieben und bestoßen. Fliegender vorderer Vosatz mit gestempeltem Besitzvermerk, Vorsatz und Spiegel hinten mit hs. Notizen).)

Fichte, Johann, Gottlieb: Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten. Eine Rede. Heliopolis (d. i.: Danzig: Troschel 1793). 16 x 9 cm. 86 SS. HLdr. mit Rs.

(Etwas berieben und bestoßen. Fliegender vorderer Vorsatz mit gestempeltem Besitzvermerk, Vorsatz und Spiegel hinten mit hs. Notizen).

Baumgartner/Jacobs 3. Goed. V, 8, 2. Weller I, 156. - Seltene erste Ausgabe und eine von Fichtes Revolutionsschriften, mit der er in die öffentlichen Debatten eingreift. Seine Rechtfertigung für die Französische Revolution argumentiert er in Anlehnung an Rousseaus "Contract social", ein "unveräußerliches Recht des Menschen " sei es, einen von Unterwerfung dominierten Gesellschaftszustand aufzuheben, da er den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechtes mit seinem Ziel der Autonomie behindere. Er appeliert an das unveräußerliche Recht der Denkfreiheit, dem sich Nietzsche bedient: "Mit der 'Zurückforderung der Denkfreiheit ...' haben wir mit Sicherheit die Quelle vor uns, auf die sich Nietzsches Aphorismus 'Redefreiheit aus der Morgenröte' bezieht. Alle im Aphorismus enthaltenen Elemente: Wahrheitsrigorismus, Rede- und Meinungsfreiheit, und der proklamatorische Charakter, finden sich in dieser Fichte-Schrift vereint". (Hammacher: Transzendentale Logik, S. 194). - Aus der Bibliothek Gustav Walter Heinemanns.