Lot 671
Die Cronica van der hilliger Stat Coellen. Köln 1499.
Estimate
€ 3.500
Starting Price
€ 0
Lot:
671
Category:
Old prints up to 1600
Die Cronica van der hilliger Stat van Coellen [Kölnische Chronik]. 30,5 x 20 cm. 343 Bll. (st. 368): [Fehlen 12 nn. Bll. Haupttitel und Register AB6] Fol.[i]-CCCxliiij [fehlen Fol. xxx, Xlix, CCCxxij u. CCCxli (dieses hs. ergänzt)]. - [Am Schluss fehlen 6 Bl. CCCxlv-CCCl - diese von Hand des 18. Jhs. in brauner Tinte ergänzt - sowie 2 Blindgepr. Ldr des späten 16. Jhs. über Holzdeckeln auf vier Bünden, mit 2 Schließbeschlägen.
((Rücken später erneuert und wie der Bezug des Hinterdeckels mit Defekten, stärker berieben, Schließen verloren. Buchblock im Ganzen mit starken Gebrauchsspuren und einigen teilw. alt reparierten Schäden, wie Blatteinrisse oder teils größere Ausrisse mit hs. Ergänzungen; feuchtfleckig und mit stärkeren Fingerspuren).)
Die Cronica van der hilliger Stat van Coellen [Kölnische Chronik]. Köln: Joh. Koehlhoff d.J., 23. Aug. 1499.
30,5 x 20 cm. 343 Bll. (st. 368): [Fehlen 12 nn. Bll. Haupttitel und Register AB6] Fol.[i]-CCCxliiij [fehlen Fol. xxx, Xlix, CCCxxij u. CCCxli (dieses hs. ergänzt)]. - [Am Schluss fehlen 6 Bll. CCCxlv-CCCl - diese von Hand des 18. Jhs. in brauner Tinte ergänzt - sowie 2 leere Bll.]. Got. Typen. Einspaltig (fehlendes Register zweispaltig) zu 49 Zeilen; Kolumnentitel. Mit 364 teils wdh. Holzschnitten (von 368, ohne 3 ganzs. und 1 kl.).
Blindgepr. Ldr. des späten 16. Jhs. über Holzdeckeln auf vier Bünden, mit 2 Schließbeschlägen.
(Rücken später erneuert und wie der Bezug des Hinterdeckels mit Defekten, stärker berieben, Schließen verloren. Buchblock im Ganzen mit starken Gebrauchsspuren und einigen teilw. alt reparierten Schäden, wie Blatteinrisse oder teils größere Ausrisse mit hs. Ergänzungen; feuchtfleckig und mit stärkeren Fingerspuren).
GW 6688. Hain 4989. Voulliéme Köln 324. Borchling/Claussen 312. Severin Corsten, Die Kölnische Chronik von 1499, Hbg 1982. - Exemplar im unkorrigierten Druckzustand bez. GW Anm. 1 und 3 (Turnierniederlage Maximilians). - Die Kölnische Chronik gehört als reich bebildertes und in der Volkssprache geschriebenes Buch mit den zwei Jahrzehnte früher entstandenen Bilderbibeln zu den ungewöhnlichen Hervorbringungen des Kölner Buchdrucks der Inkunabelzeit (Corsten). Während dem Werk zur Zeit seines Erscheinens kein Erfolg beschieden war und es sogar zum wirtschaftlichen Ruin des Druckers und Verlegers Joh. Koehlhoff d.J. führte, ist die Kölnische Chronik heute als eines der wichtigsten Quellenwerke zur Kölner und rheinländischen Geschichte, als bedeutendes Denkmal der kölnisch-ripuarischen Sprache oder auch als Beleg für die Rolle Gutenbergs als Erfinder des Buchdrucks aus der neueren Forschungsgeschichte nicht mehr wegzudenken.
Die ungewöhnlich hohe Anzahl von Holzschnitten scheint aus dem Erfolg der Schedelschen Weltchronik zu resultieren, ist aber auch zu einem wesentlichen Teil von einer handschriftlich überlieferten stadtkölnischen Chronik abhängig: der um 1470 entstandenen "Agrippina" des Heinrich von Beeck. Die Holzschnitte zeigen frühe Stadtansichten von Köln, historische Szenen, Porträts und Wappen (darunter der doppelblattgr. Quaternionenadler). - Bei dem anonym gebliebenen Verfasser, über den man seit Jahrhunderten Vermutungen anstellt, handelt es sich möglicherweise um einen Mönch der Augustiner-Eremiten (vgl. Corsten). - Die Auflage des Buches hat laut Corsten kaum über 250 Exemplare betragen, wovon etwa 150 die Zeiten überdauert haben könnten.
((Rücken später erneuert und wie der Bezug des Hinterdeckels mit Defekten, stärker berieben, Schließen verloren. Buchblock im Ganzen mit starken Gebrauchsspuren und einigen teilw. alt reparierten Schäden, wie Blatteinrisse oder teils größere Ausrisse mit hs. Ergänzungen; feuchtfleckig und mit stärkeren Fingerspuren).)
Die Cronica van der hilliger Stat van Coellen [Kölnische Chronik]. Köln: Joh. Koehlhoff d.J., 23. Aug. 1499.
30,5 x 20 cm. 343 Bll. (st. 368): [Fehlen 12 nn. Bll. Haupttitel und Register AB6] Fol.[i]-CCCxliiij [fehlen Fol. xxx, Xlix, CCCxxij u. CCCxli (dieses hs. ergänzt)]. - [Am Schluss fehlen 6 Bll. CCCxlv-CCCl - diese von Hand des 18. Jhs. in brauner Tinte ergänzt - sowie 2 leere Bll.]. Got. Typen. Einspaltig (fehlendes Register zweispaltig) zu 49 Zeilen; Kolumnentitel. Mit 364 teils wdh. Holzschnitten (von 368, ohne 3 ganzs. und 1 kl.).
Blindgepr. Ldr. des späten 16. Jhs. über Holzdeckeln auf vier Bünden, mit 2 Schließbeschlägen.
(Rücken später erneuert und wie der Bezug des Hinterdeckels mit Defekten, stärker berieben, Schließen verloren. Buchblock im Ganzen mit starken Gebrauchsspuren und einigen teilw. alt reparierten Schäden, wie Blatteinrisse oder teils größere Ausrisse mit hs. Ergänzungen; feuchtfleckig und mit stärkeren Fingerspuren).
GW 6688. Hain 4989. Voulliéme Köln 324. Borchling/Claussen 312. Severin Corsten, Die Kölnische Chronik von 1499, Hbg 1982. - Exemplar im unkorrigierten Druckzustand bez. GW Anm. 1 und 3 (Turnierniederlage Maximilians). - Die Kölnische Chronik gehört als reich bebildertes und in der Volkssprache geschriebenes Buch mit den zwei Jahrzehnte früher entstandenen Bilderbibeln zu den ungewöhnlichen Hervorbringungen des Kölner Buchdrucks der Inkunabelzeit (Corsten). Während dem Werk zur Zeit seines Erscheinens kein Erfolg beschieden war und es sogar zum wirtschaftlichen Ruin des Druckers und Verlegers Joh. Koehlhoff d.J. führte, ist die Kölnische Chronik heute als eines der wichtigsten Quellenwerke zur Kölner und rheinländischen Geschichte, als bedeutendes Denkmal der kölnisch-ripuarischen Sprache oder auch als Beleg für die Rolle Gutenbergs als Erfinder des Buchdrucks aus der neueren Forschungsgeschichte nicht mehr wegzudenken.
Die ungewöhnlich hohe Anzahl von Holzschnitten scheint aus dem Erfolg der Schedelschen Weltchronik zu resultieren, ist aber auch zu einem wesentlichen Teil von einer handschriftlich überlieferten stadtkölnischen Chronik abhängig: der um 1470 entstandenen "Agrippina" des Heinrich von Beeck. Die Holzschnitte zeigen frühe Stadtansichten von Köln, historische Szenen, Porträts und Wappen (darunter der doppelblattgr. Quaternionenadler). - Bei dem anonym gebliebenen Verfasser, über den man seit Jahrhunderten Vermutungen anstellt, handelt es sich möglicherweise um einen Mönch der Augustiner-Eremiten (vgl. Corsten). - Die Auflage des Buches hat laut Corsten kaum über 250 Exemplare betragen, wovon etwa 150 die Zeiten überdauert haben könnten.