Lot 412
Castelli u. Morsegno, Stukkateure. Entwurf einer Bittschrift an den Kölner Kurfürsten Clemens August, 1743, wg. Stuckarbeiten in Schloss Poppelsdorf. - Dazu gest. Ansicht Poppelsdorf von Sturm nach Dupuis.
Estimate
€ 500
Starting Price
€ 0
Lot:
412
Category:
Entwurf einer Bittschrift an Kurfürst Clemens August. In italienischer Sprache. 2 Seiten auf Quartbogen. In mod. HPgt.-Mappe.
((Ränder mit leichtem Buchstabenverlust beschnitten, oberer und unterer Rand restauriert).)
Bonn-Poppelsdorf. - Castelli e Morsegni (Carlo Pietro u. Giovanni Domenico Castelli, Carlo Pietro Morsegni [Morsegno]), Stukkateure. Entwurf einer Bittschrift an Kurfürst Clemens August. o. O., [1744]. In italienischer Sprache. 2 Seiten auf Quartbogen. In mod. HPgt.-Mappe.
(Ränder mit leichtem Buchstabenverlust beschnitten, oberer und unterer Rand restauriert).
Über die Ausführung von Stuckarbeiten in Schloss Clemensruhe zu Poppelsdorf im Jahre 1743. - Entwürfe einer Bittschrift der Stukkateure Castelli und Morsegni an Clemens August, in welchem die Kunsthandwerker für die geleisteten Stuckarbeiten zusätzlich zur erhaltenen Anzahlung von 700 Talern eine größere Summe Geldes fordern, um davon ihre Arbeiter auszahlen zu können, "die sehnlichst auf ihren Lohn warten". - Die Gebrüder Carlo Pietro und Giovanni Domenico Castelli aus Melide im Tessin bildeten zusammen mit ihrem Compagnon Carlo Pietro Morsegni (od. Morsegno) aus Lugano eine Stukkateurwerkstatt, die allgemein unter dem Namen 'Castelli e Morsegni' auftrat und in Poppelsdorf einen Stab von mehr als zehn Mitarbeitern besaß. Der Inhalt der Bittschrift, deren erste Fassung auf der Rectoseite durch Streichung verworfen wurde, erlaubt zuverlässige Angaben über den Beginn der Stuckarbeiten in Poppelsdorf. In der Einleitung des Schreibens legen die Stukkateure zur Unterstreichung ihrer Ansprüche dar, welche Arbeiten sie 1743, dem ersten Jahr ihrer Tätigkeit in Poppelsdorf, beendet haben. Die erwähnte Geldsumme und die hohe Anzahl von Mitarbeiten lassen vermuten, dass es sich, abgesehen von erwähnten Reparatur- und Restaurierungsarbeiten, zumindest um zwei vollkommene Neuausstattungen handelt.
Vgl. J. Maas, Eine unbekannte Petition der Stukkateure Castelli und Morsengi an Kurfürst Clemens August. In: Annalen d. Hist. Vereins f. d. Niederrhein, Heft 183, Bonn 1980, S. 49-60.
Dazu: Vue du Chateau de Poppelsdorff. Kupferstich von J. G. Sturm nach C. Dupuis. Plattengr. 19,5 x 31 cm. Aus: Maler. Ansichten aus den merkwürdigsten Gegenden Niederdeutschlands, 1789.
((Ränder mit leichtem Buchstabenverlust beschnitten, oberer und unterer Rand restauriert).)
Bonn-Poppelsdorf. - Castelli e Morsegni (Carlo Pietro u. Giovanni Domenico Castelli, Carlo Pietro Morsegni [Morsegno]), Stukkateure. Entwurf einer Bittschrift an Kurfürst Clemens August. o. O., [1744]. In italienischer Sprache. 2 Seiten auf Quartbogen. In mod. HPgt.-Mappe.
(Ränder mit leichtem Buchstabenverlust beschnitten, oberer und unterer Rand restauriert).
Über die Ausführung von Stuckarbeiten in Schloss Clemensruhe zu Poppelsdorf im Jahre 1743. - Entwürfe einer Bittschrift der Stukkateure Castelli und Morsegni an Clemens August, in welchem die Kunsthandwerker für die geleisteten Stuckarbeiten zusätzlich zur erhaltenen Anzahlung von 700 Talern eine größere Summe Geldes fordern, um davon ihre Arbeiter auszahlen zu können, "die sehnlichst auf ihren Lohn warten". - Die Gebrüder Carlo Pietro und Giovanni Domenico Castelli aus Melide im Tessin bildeten zusammen mit ihrem Compagnon Carlo Pietro Morsegni (od. Morsegno) aus Lugano eine Stukkateurwerkstatt, die allgemein unter dem Namen 'Castelli e Morsegni' auftrat und in Poppelsdorf einen Stab von mehr als zehn Mitarbeitern besaß. Der Inhalt der Bittschrift, deren erste Fassung auf der Rectoseite durch Streichung verworfen wurde, erlaubt zuverlässige Angaben über den Beginn der Stuckarbeiten in Poppelsdorf. In der Einleitung des Schreibens legen die Stukkateure zur Unterstreichung ihrer Ansprüche dar, welche Arbeiten sie 1743, dem ersten Jahr ihrer Tätigkeit in Poppelsdorf, beendet haben. Die erwähnte Geldsumme und die hohe Anzahl von Mitarbeiten lassen vermuten, dass es sich, abgesehen von erwähnten Reparatur- und Restaurierungsarbeiten, zumindest um zwei vollkommene Neuausstattungen handelt.
Vgl. J. Maas, Eine unbekannte Petition der Stukkateure Castelli und Morsengi an Kurfürst Clemens August. In: Annalen d. Hist. Vereins f. d. Niederrhein, Heft 183, Bonn 1980, S. 49-60.
Dazu: Vue du Chateau de Poppelsdorff. Kupferstich von J. G. Sturm nach C. Dupuis. Plattengr. 19,5 x 31 cm. Aus: Maler. Ansichten aus den merkwürdigsten Gegenden Niederdeutschlands, 1789.