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Officium de compassione beatae Mariae virginis. Ulm, J.Schäffler, c. 1497/98. Officium de compassione beatae Mariae virginis. Ulm, J.Schäffler, c. 1497/98.
Los 43
Kategorie Alte Drucke bis 1600
Officium de compassione beatae Mariae virginis. (Titel: Historia de veneranda compassione beatissime dei genitricis semper virginis Marie). [Ulm: Johann Schäffler, um 1497/98.]
20,3 x 14,2 cm. 8 Bll. Got. Typen. Zweispaltig zu 32 Zeilen. Titel mit Holzschnitt 'Beweinung Christi'. Mit rot eingemalten Lombarden; rubriziert. Modernes hellbraunes Ldr., Vorderdeckel mit linearer Schwarzprägung und Blindprägung. Eiingebunden ein Pergamentblatt mit Handschrift des 13. Jhs., am Kopf aufgeklebt von Hand des 15. Jhs. der Titel des Druckes "Historia ac officium de [com]passione Marie" (ehemaliger Umschlag?).

(Titel mit alten Besitzeinträgen und Notizen sowie neuerem Monogrammstempel, kleiner Feuchtfleck am unteren Rand. Leicht altersfleckig. Ein Blatt mit kl. Defekten am unbeschnittenen Blattrand.)

GW M27636 (Ulm, Zainer). H 10758 = 10760 (Köln, Ludw. v. Renchen bzw. Augsburg, Froschauer). Voulliéme Köln 581 (Köln, Ludw. v. Renchen). Amelung, Früdruck I, 177 (Ulm, Joh. Schäffler). ISTC i000051270. - Äußerst seltene Ausgabe, nur 5 Exemplare in öffentlichen Einrichtungen bekannt.
Der Druck enthält die für das Fest der sieben Schmerzen Mariae (compassio Mariae) vorgeschriebenen Stundengebete und das entsprechende Messoffizium. - Bis zur detaillierten Untersuchung Amelungs wurde die Ausgabe verschiedenen Druckern in Augsburg, Köln und Ulm zugeschrieben. Aufgrund des in der Schlussschrift angegebenen Hinweises zum Kalender konnte Amelung den liturgischen Brauch nach Süddeutschland lokalisieren und durch genauen Typenvergleich eindeutig Johann Schäffler in Ulm um 1497/98 zuordnen.
Besitzvermerke auf dem Titel stammen von einem "Matthaeus Mesmer Überlingensis" 1558 und "M. Hieronymus Mesmer". Ersterer war seinerzeit Ratsherr in Überlingen, letzterer ist möglicherweise der aus Überlingen stammende Verfasser der Dillinger Vorlesungsnotizen von 1610 und darauf der theologischen Disputation 'De sacramento ordinis' zur Erlangung des Baccalaureats an der Universität Dillingen 1613.
Schätzpreis € 2.500
Zuschlag € 4.200