Lot 453
Wittenberger Katechismus. - Catechesis continens explicationem simplicem, et brevem. Wittenberg 1571. - 1 weiterer alter Druck angebunden.
Estimate
€ 300
Starting Price
€ 200
Hammer Price
€ 200
Lot:
453
Category:
Old prints up to 1600
Wittenberger Katechismus. - Catechesis continens explicationem simplicem, et brevem. Edita in Academia Witebergensi. (Wittenberg: o. Dr.) 1571. 15,8 x 9,9 cm. 131 SS., 22 Bll. Flexibles Pgt. mit blindgepr. Initialen „H S V“ und Jahreszahl „1571“ auf dem Vorderdeckel, hs. Rt. und Signaturschildchen.
(Einband angeschmutzt bzw. gedunkelt. Schließbänder verloren. Kleiner Einriss am unteren Rückdeckel. Titel am Unterrand beschnitten und hs. auf Anränderungspapier ergänzt. Beide Titel verso mit Dublettenstempel der Stadtbibliothek Breslau. Der Titel des angeb. Werkes mit hs. Vermerk des vermeintl. korrekten Autorennamens. Mit einigen Unterstreichungen und Marginalien. Spiegel und Vorsätze mit zahlr. Anmerkungen von alter Hand. Die Blätter T⁶ f. mit kleiner Wurmspur im Außenrand. Kopfschnitt mit Tintenfleck. Gebräunt.)
VD16 C 1551. - Wohl ein Nachdruck der bei Schwertel in Wittenberg erschienenen Erstausgabe desselben Jahres. Einer von nur sieben Drucken der Jahre 1571/72. - Der von Kirchenreformern wie Caspar Peucer, Christoph Pezel u. a. herausgegebene „kryptocalvinistische“ Katechismus wurde von den Lutheranern unterdrückt und ist in allen frühen Ausgaben sehr selten. Als Kryptocalvinisten, also „heimliche“ oder „verborgen praktizierende“ Calvinisten, bezeichnete man abfällig Sympathisanten des Calvinismus in orthodox-lutherischen Gebieten im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert. Prominentestes Beispiel ist Nikolaus Krell, Kanzler des Kurfürsten Christian I. von Sachsen, der nach dem Tod seines Dienstherrns Opfer der von der lutherischen Orthodoxie initiierten und von Christians I. Witwe mitbetriebenen Verfolgungswelle wurde.
Angebunden: Ferinarius, Johannes: Capita pietatis Christianae, interrogationibus et responsionibus usitatis in catechetica methodo ita explicata. Wittenberg: Schleich und Schöne 1571. 16 Bll., 559 SS. - VD16 W 3077. - Katechetische Visitationsordnung, die auf den Wittenberger Katechismus abgestellt ist. Verfasser ist der Melanchthon-Schüler Johannes Ferinarius (1534-1602).
(Einband angeschmutzt bzw. gedunkelt. Schließbänder verloren. Kleiner Einriss am unteren Rückdeckel. Titel am Unterrand beschnitten und hs. auf Anränderungspapier ergänzt. Beide Titel verso mit Dublettenstempel der Stadtbibliothek Breslau. Der Titel des angeb. Werkes mit hs. Vermerk des vermeintl. korrekten Autorennamens. Mit einigen Unterstreichungen und Marginalien. Spiegel und Vorsätze mit zahlr. Anmerkungen von alter Hand. Die Blätter T⁶ f. mit kleiner Wurmspur im Außenrand. Kopfschnitt mit Tintenfleck. Gebräunt.)
VD16 C 1551. - Wohl ein Nachdruck der bei Schwertel in Wittenberg erschienenen Erstausgabe desselben Jahres. Einer von nur sieben Drucken der Jahre 1571/72. - Der von Kirchenreformern wie Caspar Peucer, Christoph Pezel u. a. herausgegebene „kryptocalvinistische“ Katechismus wurde von den Lutheranern unterdrückt und ist in allen frühen Ausgaben sehr selten. Als Kryptocalvinisten, also „heimliche“ oder „verborgen praktizierende“ Calvinisten, bezeichnete man abfällig Sympathisanten des Calvinismus in orthodox-lutherischen Gebieten im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert. Prominentestes Beispiel ist Nikolaus Krell, Kanzler des Kurfürsten Christian I. von Sachsen, der nach dem Tod seines Dienstherrns Opfer der von der lutherischen Orthodoxie initiierten und von Christians I. Witwe mitbetriebenen Verfolgungswelle wurde.
Angebunden: Ferinarius, Johannes: Capita pietatis Christianae, interrogationibus et responsionibus usitatis in catechetica methodo ita explicata. Wittenberg: Schleich und Schöne 1571. 16 Bll., 559 SS. - VD16 W 3077. - Katechetische Visitationsordnung, die auf den Wittenberger Katechismus abgestellt ist. Verfasser ist der Melanchthon-Schüler Johannes Ferinarius (1534-1602).