Lot 62
E. Husserl, Erfahrung und Urteil. Genealogie der Logik. Prag 1939.
Estimate
€ 2.000
Starting Price
€ 1.500
Hammer Price
€ 1.600
Lot:
62
Category:
History, cultural history and miscellaneous
Artist:
Edmund Husserl
Husserl, Edmund: Erfahrung und Urteil. Untersuchungen zur Genealogie der Logik. Ausgearbeitet und herausgegeben von Ludwig Landgrebe. Prag: Academia Verlagsbuchhandlung 1939. 22 x 14,1 cm. XXIV, 478 SS., 1 w. Bl. OrLn. mit den goldgeprägten Initialen „E H“ auf dem Vorderdeckel, Rs. und dezenter Rv.
(Rücken lichtblass. Einband verfärbt bzw. ausgeblichen. Die Buchdeckel etwas berieben. Innen kaum gebräunt. Minimale Alters- bzw. Gebrauchsspuren.)
De Brie 19074. Ziegenfuss I, 569 ff. - Äußerst seltene Erstausgabe im Originaleinband. - Der Großteil der Auflage gelangte nicht in den Handel, da der Verlag unmittelbar nach der Drucklegung infolge der Annexion der Tschechoslowakei aufgelöst wurde. Die Nationalsozialisten vernichteten alle in Prag liegen gebliebenen Exemplare. Nur 200 Drucke, die Anfang 1939 an den Verlag Allen & Unwin in London verschickt wurden, konnten gerettet und verkauft werden. Ohne die Bestellung des Londoner Verlags wäre diese Auflage für immer verloren. Die wenigen verfügbaren Exemplare sind als Sammelobjekte höchst geschätzt. - Erfahrung und Urteil ist als eine von Husserl autorisierte Ausarbeitung anzusehen, deren Gedankengehalt zur Gänze von Husserl selbst stammt. Husserls Assistent Landgrebe zeichnet lediglich für die literarische Bearbeitung des Textes verantwortlich, nachdem der einflussreiche Philosoph, Mathematiker und Begründer der Phänomenologie im April 1938 gestorben war. Husserl hatte sich in seiner „Formalen und transzendentalen Logik“ von 1929 das Ziel gesetzt, „nicht nur den inneren Sinn, die Gliederung und Zusammengehörigkeit all dessen nachzuweisen, was bis auf unsere Tage an logischen Problemen im weitesten Umfange behandelt wurde, sondern zugleich die Notwendigkeit einer phänomenologischen Durchleuchtung der gesamten logischen Problematik darzutun. Ein Hauptstück der analytisch-deskriptiven Untersuchungen, die dem Ziele einer solchen phänomenologischen Begründung der Logik dienen, wird hier vorgelegt“ (aus dem Vorwort des Herausgebers). - Mit handschriftlichem Besitzvermerk auf dem fliegenden Vorsatzblatt („Hans Schultz August/September 1939 Bern“).
(Rücken lichtblass. Einband verfärbt bzw. ausgeblichen. Die Buchdeckel etwas berieben. Innen kaum gebräunt. Minimale Alters- bzw. Gebrauchsspuren.)
De Brie 19074. Ziegenfuss I, 569 ff. - Äußerst seltene Erstausgabe im Originaleinband. - Der Großteil der Auflage gelangte nicht in den Handel, da der Verlag unmittelbar nach der Drucklegung infolge der Annexion der Tschechoslowakei aufgelöst wurde. Die Nationalsozialisten vernichteten alle in Prag liegen gebliebenen Exemplare. Nur 200 Drucke, die Anfang 1939 an den Verlag Allen & Unwin in London verschickt wurden, konnten gerettet und verkauft werden. Ohne die Bestellung des Londoner Verlags wäre diese Auflage für immer verloren. Die wenigen verfügbaren Exemplare sind als Sammelobjekte höchst geschätzt. - Erfahrung und Urteil ist als eine von Husserl autorisierte Ausarbeitung anzusehen, deren Gedankengehalt zur Gänze von Husserl selbst stammt. Husserls Assistent Landgrebe zeichnet lediglich für die literarische Bearbeitung des Textes verantwortlich, nachdem der einflussreiche Philosoph, Mathematiker und Begründer der Phänomenologie im April 1938 gestorben war. Husserl hatte sich in seiner „Formalen und transzendentalen Logik“ von 1929 das Ziel gesetzt, „nicht nur den inneren Sinn, die Gliederung und Zusammengehörigkeit all dessen nachzuweisen, was bis auf unsere Tage an logischen Problemen im weitesten Umfange behandelt wurde, sondern zugleich die Notwendigkeit einer phänomenologischen Durchleuchtung der gesamten logischen Problematik darzutun. Ein Hauptstück der analytisch-deskriptiven Untersuchungen, die dem Ziele einer solchen phänomenologischen Begründung der Logik dienen, wird hier vorgelegt“ (aus dem Vorwort des Herausgebers). - Mit handschriftlichem Besitzvermerk auf dem fliegenden Vorsatzblatt („Hans Schultz August/September 1939 Bern“).