Lot 575
Wünschelruthe. Ein Zeitblatt (Slg. Erich Schmidt mit Eintragungen). Nr. 1-36. Göttingen 1818.
Estimate
€ 300
Starting Price
€ 200
Hammer Price
€ 200
Lot:
575
Category:
Literature from the 17th to 19th century
Wünschelruthe. Ein Zeitblatt (hrsg. von H. Straube und J. P. von Hornthal). Nrn. 1–36 (von 52). (Göttingen, Vandenhoeck und Rupprecht) 1. Januar – 4. Mai 1818. 24,7 x 21 cm. 144 SS. HLn.
(Berieben u. bestoßen. Stockfleckig; Vorsätze mit hs. Notizen.)
Goed. VIII, 30, 131. Diesch 1649. - Erste Ausgabe. - Die wöchentlich erschienene deutsche Romantik-Zeitschrift fungierte als Sprachrohr der literarischen Gesellschaft "Poetische Schustergilde" in Göttingen. Sie wurde bereits im Juni/Juli 1818 nach 52 Nummern und vier Zugaben wieder eingestellt. "Sie sollte den ganzen Kreis der freien Künste und des wissenschaftlichen Strebens berühren und das Vaterländische und Deutsche würdigen [...] Sie hat vor allem den altdeutschen Bestrebungen und der Hebung des Sinnes für das Volkstümliche, für das Deutsche also, gedient. Wenn sie dabei auch das vorgesteckte Ziel nicht vollkommen erreicht hat, so ist sie doch ein Baustein, wenn auch ein kleiner, an dem Gebäude unsrer nationalen Einheit geworden" (Bobeth, Zeitschriften der Romantik S. 329). - Enthält u. a. Beiträge von Achim von Arnim (Mallon 101), Clemens Brentano (Mallon 73) und den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm: "Das Märchen von einem, der auszog das Fürchten zu lernen" (Heft 4). Außerdem die nach einem Gerichtsprozess verfasste "Geschichte eines Algierer-Sklaven" (Hefte 11-15) von A. von Haxthausen, einem Onkel der Annette von Droste-Hülshoff, dessen Texte als Ursprung zu ihrer Erzählung "Die Judenbuche" gelten. - Mit hs. Besitzeintrag von Erich Schmidt auf dem Vorsatz.
(Berieben u. bestoßen. Stockfleckig; Vorsätze mit hs. Notizen.)
Goed. VIII, 30, 131. Diesch 1649. - Erste Ausgabe. - Die wöchentlich erschienene deutsche Romantik-Zeitschrift fungierte als Sprachrohr der literarischen Gesellschaft "Poetische Schustergilde" in Göttingen. Sie wurde bereits im Juni/Juli 1818 nach 52 Nummern und vier Zugaben wieder eingestellt. "Sie sollte den ganzen Kreis der freien Künste und des wissenschaftlichen Strebens berühren und das Vaterländische und Deutsche würdigen [...] Sie hat vor allem den altdeutschen Bestrebungen und der Hebung des Sinnes für das Volkstümliche, für das Deutsche also, gedient. Wenn sie dabei auch das vorgesteckte Ziel nicht vollkommen erreicht hat, so ist sie doch ein Baustein, wenn auch ein kleiner, an dem Gebäude unsrer nationalen Einheit geworden" (Bobeth, Zeitschriften der Romantik S. 329). - Enthält u. a. Beiträge von Achim von Arnim (Mallon 101), Clemens Brentano (Mallon 73) und den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm: "Das Märchen von einem, der auszog das Fürchten zu lernen" (Heft 4). Außerdem die nach einem Gerichtsprozess verfasste "Geschichte eines Algierer-Sklaven" (Hefte 11-15) von A. von Haxthausen, einem Onkel der Annette von Droste-Hülshoff, dessen Texte als Ursprung zu ihrer Erzählung "Die Judenbuche" gelten. - Mit hs. Besitzeintrag von Erich Schmidt auf dem Vorsatz.