Lot 197
P. E. II. v. Mansfeld. Ausschnitt mit eigenh. U. O. O., 8.XII.1620.
Estimate
€ 800
Starting Price
€ 600
Hammer Price
€ 600
Lot:
197
Category:
Manuscripts and autographs
MANSFELD, PETER ERNST II. VON (1580 Luxemburg - 1626 Rakovica)
Ausschnitt mit eigenhändiger Unterschrift („ernest grafen mansfelt“). Ohne Ortsangabe, 8. Dezember 1620. 1 Zeile. Auf Papierträger montiert. 3,3 x 8,7 cm.
(Gebräunt.)
Das Blatt ist handschriftlich auf den Monat nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag, der ersten großen militärischen Auseinandersetzung des Dreißigjährigen Krieges, datiert. Der private Kriegsunternehmer, der in den Jahren 1620 bis 1626 gegen den habsburgischen Kaiser und dessen Verbündete kämpfte, nahm an der Schlacht am 8. November 1620 nicht persönlich teil, sondern zog sich nach Pilsen zurück, um eigenmächtige Verhandlungen mit den Kaiserlichen zu beginnen. Für sein Fernbleiben vom Schlachtfeld soll Mansfeld 100.000 Gulden aus der gegnerischen Kasse erhalten haben. Mansfeld „verkörperte den Typus des skrupellosen Condottiere und erscheint - auch gemessen an den Gegebenheiten und Ansichten seiner Zeit - als eine der negativsten Gestalten der politisch-militärischen Bühne. Die außerordentliche Verrohung des Kriegswesens während des 30jährigen Krieges bleibt mit seinem Namen verbunden“ (NDB XVI, 81).
Ausschnitt mit eigenhändiger Unterschrift („ernest grafen mansfelt“). Ohne Ortsangabe, 8. Dezember 1620. 1 Zeile. Auf Papierträger montiert. 3,3 x 8,7 cm.
(Gebräunt.)
Das Blatt ist handschriftlich auf den Monat nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag, der ersten großen militärischen Auseinandersetzung des Dreißigjährigen Krieges, datiert. Der private Kriegsunternehmer, der in den Jahren 1620 bis 1626 gegen den habsburgischen Kaiser und dessen Verbündete kämpfte, nahm an der Schlacht am 8. November 1620 nicht persönlich teil, sondern zog sich nach Pilsen zurück, um eigenmächtige Verhandlungen mit den Kaiserlichen zu beginnen. Für sein Fernbleiben vom Schlachtfeld soll Mansfeld 100.000 Gulden aus der gegnerischen Kasse erhalten haben. Mansfeld „verkörperte den Typus des skrupellosen Condottiere und erscheint - auch gemessen an den Gegebenheiten und Ansichten seiner Zeit - als eine der negativsten Gestalten der politisch-militärischen Bühne. Die außerordentliche Verrohung des Kriegswesens während des 30jährigen Krieges bleibt mit seinem Namen verbunden“ (NDB XVI, 81).