Lot 201
Sachsenspiegel. Auffs newe ubersehen ... durch Christoff Zobel ... Leipzig 1582.
Estimate
€ 1.800
Starting Price
€ 1.200
Hammer Price
€ 1.200
Lot:
201
Category:
Old prints up to 1600
Sachsenspiegel. Auffs newe ubersehen, mit Summariis und newen Additionen. Durch den Hochgelarten Herrn Christoff Zobel ... mit besonderm fleis zugericht. Leipzig: J. Steinman(n) 1582. 32,1 x 21,2 cm. Mit 1 blattgr. Wappenholzschnitt, Hz.-Druckermarke auf dem Titel und großer Hz.-Druckermarke auf dem letzen Blatt. 6 nn. Bll., DXXVIII (recte 540) Bll., 43 nn. Bll. Pp.-Deckel unter Verwendung des alten blindgepr. Schweinslederrückenbezugs. Mit mont. hs. Rs.
(Der alte Lederrücken stark berieben und fleckig. Kapitale mit Bezugsfehlstellen und ausgefranst. Titel gebräunt, im Oberrand minimal wurmstichig, mit mehreren hs. Besitzvermerken, 8-zeiliger hs. Notiz im Außensteg und kleinem Wappenstempel. Die letzten 40 Bll. mit kleiner Wurmspur im w. Unterrand. Gebräunt. Stellenweise im Bug schwach wasserrandig. Gering alters- und gebrauchsfleckig. Mit wenigen Marginalien und Unterstreichungen.)
VD16 D 739. - Die vierte der „Zobelschen Ausgaben“ des Professors Christian Zobel und seiner Schüler, die seit 1535 in Leipzig veröffentlicht wurden. - Der Sachsenspiegel ist eine der wichtigsten deutschen Rechtsquellen des Mittelalters und zugleich das älteste deutsche Rechtsbuch. Das Werk spiegelt die Rechtsverhältnisse und gesellschaftlichen Strukturen des 13. Jahrhunderts wider. Als Verfasser gilt Eike von Repgow. „Der Sachsenspiegel ist nicht nur das älteste umfassende deutsche Rechtsbuch, sondern zugleich auch das erste große Prosawerk in deutscher Sprache und stellt somit ein für seine Zeit einzigartiges Rechts- und Sprachdenkmal dar. Mit ihm beginnt die eigentliche Geschichte des deutschen Rechts und eine deutsche Rechtswissenschaft, und die in ihm niedergelegten Rechtssätze sind so mächtig, daß sie noch nach Jahrhunderten dem eindringenden römischen Recht erfolgreich widerstehen können. Mit ihm beginnt zugleich eine geschriebene deutsche Rechtssprache, welche die bis dahin übliche lateinische schließlich zu verdrängen vermag“ (Kaspers, zitiert nach Sauer/Auvermann, Europäische Rechtsgeschichte, 1972). - Lateinischer und deutscher Text. - Titel in Rot und Schwarz.
(Der alte Lederrücken stark berieben und fleckig. Kapitale mit Bezugsfehlstellen und ausgefranst. Titel gebräunt, im Oberrand minimal wurmstichig, mit mehreren hs. Besitzvermerken, 8-zeiliger hs. Notiz im Außensteg und kleinem Wappenstempel. Die letzten 40 Bll. mit kleiner Wurmspur im w. Unterrand. Gebräunt. Stellenweise im Bug schwach wasserrandig. Gering alters- und gebrauchsfleckig. Mit wenigen Marginalien und Unterstreichungen.)
VD16 D 739. - Die vierte der „Zobelschen Ausgaben“ des Professors Christian Zobel und seiner Schüler, die seit 1535 in Leipzig veröffentlicht wurden. - Der Sachsenspiegel ist eine der wichtigsten deutschen Rechtsquellen des Mittelalters und zugleich das älteste deutsche Rechtsbuch. Das Werk spiegelt die Rechtsverhältnisse und gesellschaftlichen Strukturen des 13. Jahrhunderts wider. Als Verfasser gilt Eike von Repgow. „Der Sachsenspiegel ist nicht nur das älteste umfassende deutsche Rechtsbuch, sondern zugleich auch das erste große Prosawerk in deutscher Sprache und stellt somit ein für seine Zeit einzigartiges Rechts- und Sprachdenkmal dar. Mit ihm beginnt die eigentliche Geschichte des deutschen Rechts und eine deutsche Rechtswissenschaft, und die in ihm niedergelegten Rechtssätze sind so mächtig, daß sie noch nach Jahrhunderten dem eindringenden römischen Recht erfolgreich widerstehen können. Mit ihm beginnt zugleich eine geschriebene deutsche Rechtssprache, welche die bis dahin übliche lateinische schließlich zu verdrängen vermag“ (Kaspers, zitiert nach Sauer/Auvermann, Europäische Rechtsgeschichte, 1972). - Lateinischer und deutscher Text. - Titel in Rot und Schwarz.