Lot 165
S. Hieronymus, Der heiligen Altvaterleben nüw getruckt. Straßburg 1516.
Estimate
€ 1.500
Starting Price
€ 1.000
Lot:
165
Category:
Old prints up to 1600
Der heilgen Altvaterleben Nüw getruckt wie sie ir Heiliges leben volbracht haben. In der einöde was wunderzeichen sie gewircket haben, auch ire sprüch und beyspil so sie uns menschen geben haben zu einer underweisung und gute[n] ler. 29 x 19,2 cm. Mit 1 Titelholzschnitt, 176 (von ?) oft zweiteiligen Textholzschnitten und zahlr. Hz.-Initialen. CXCII (von CXCIV) num. Bll. Späteres HLdr.
((Berieben und bestoßen. Lederbezug in den Rückengelenken aufgeplatzt. Vorderdeckel gelockert. Gelenke brüchig. Titel gebräunt, wurmstichig, wasser-, alters- und gebrauchsfleckig. Titel mit kleinem Ausriss im unteren weißen Rand. Anfangs wurmstichig. Gebräunt und stellenweise wasser-, alters- und fingerfleckig.))
[Hieronymus:] Der heilgen Altvaterleben Nüw getruckt wie sie ir Heiliges leben volbracht haben. In der einöde was wunderzeichen sie gewircket haben, auch ire sprüch und beyspil so sie uns menschen geben haben zu einer underweisung und gute[n] ler. Straßburg: J. Grüninger 1516. 29 x 19,2 cm. Mit 1 Titelholzschnitt, 176 (von ?) oft zweiteiligen Textholzschnitten (teils wiederholt bzw. variiert zusammengesetzt) und zahlr. Hz.-Initialen. CXCII (von CXCIV) num. Bll. Späteres HLdr.
(Berieben und bestoßen. Lederbezug in den Rückengelenken aufgeplatzt. Vorderdeckel gelockert. Gelenke brüchig. Es fehlt das Doppelblatt CXXI/CXXVI (d1/6). Titel gebräunt, wurmstichig, wasser-, alters- und gebrauchsfleckig. Titel mit kleinem Ausriss im unteren weißen Rand. Anfangs stärker wurmstichig. Vereinzelt am Kopf knapp beschnitten. Gebräunt und stellenweise wasser-, alters- und fingerfleckig.)
VD16 H 1469. Muller II, 35, 130. Muther 567. Nicht bei Adams und Ritter. - Seltene deutsche Ausgabe mit den Holzschnitten der Ausgabe von 1507 (vgl. Muther 567). - Die sog. „Vitas patrum“ oder „Vitaspatrum“ gelten als die bedeutendste hagiographische Sammlung der mittelalterlichen Literatur. Sie reichen in die Frühzeit des Christentums zurück und verarbeiten vor allem griechische Quellen. Es handelt sich dabei um eine Bearbeitung von Legenden zahlreicher frühchristlicher Mönche, die als Eremiten oder Gemeinschaft in der Wüste lebten, und anderen christlichen Männern und Frauen, die als Kirchenväter oder Büßer in den Ruf der Heiligkeit gelangten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Sammlung immer wieder variiert und erweitert. Die Hauptquelle sind die durch den Hl. Hieronymus begründeten „Vitaspatrum“, für die jüngeren Legenden wurde u. a. die „Legenda aurea“ des Jacobus de Voragine herangezogen. - Bereits in der Benediktinerregel wurden die Vitaspatrum zur Lektüre vorgeschrieben, womit das Werk einen höchst bedeutenden Einfluss auf das mönchische und kulturelle Leben des Mittelalters bis in die Neuzeit bekam. Laut Eintrag im Vorderdeckel am 15. Mai 1908 in der Auktion der Bibliothek Lachnit in Wien ersteigert.
((Berieben und bestoßen. Lederbezug in den Rückengelenken aufgeplatzt. Vorderdeckel gelockert. Gelenke brüchig. Titel gebräunt, wurmstichig, wasser-, alters- und gebrauchsfleckig. Titel mit kleinem Ausriss im unteren weißen Rand. Anfangs wurmstichig. Gebräunt und stellenweise wasser-, alters- und fingerfleckig.))
[Hieronymus:] Der heilgen Altvaterleben Nüw getruckt wie sie ir Heiliges leben volbracht haben. In der einöde was wunderzeichen sie gewircket haben, auch ire sprüch und beyspil so sie uns menschen geben haben zu einer underweisung und gute[n] ler. Straßburg: J. Grüninger 1516. 29 x 19,2 cm. Mit 1 Titelholzschnitt, 176 (von ?) oft zweiteiligen Textholzschnitten (teils wiederholt bzw. variiert zusammengesetzt) und zahlr. Hz.-Initialen. CXCII (von CXCIV) num. Bll. Späteres HLdr.
(Berieben und bestoßen. Lederbezug in den Rückengelenken aufgeplatzt. Vorderdeckel gelockert. Gelenke brüchig. Es fehlt das Doppelblatt CXXI/CXXVI (d1/6). Titel gebräunt, wurmstichig, wasser-, alters- und gebrauchsfleckig. Titel mit kleinem Ausriss im unteren weißen Rand. Anfangs stärker wurmstichig. Vereinzelt am Kopf knapp beschnitten. Gebräunt und stellenweise wasser-, alters- und fingerfleckig.)
VD16 H 1469. Muller II, 35, 130. Muther 567. Nicht bei Adams und Ritter. - Seltene deutsche Ausgabe mit den Holzschnitten der Ausgabe von 1507 (vgl. Muther 567). - Die sog. „Vitas patrum“ oder „Vitaspatrum“ gelten als die bedeutendste hagiographische Sammlung der mittelalterlichen Literatur. Sie reichen in die Frühzeit des Christentums zurück und verarbeiten vor allem griechische Quellen. Es handelt sich dabei um eine Bearbeitung von Legenden zahlreicher frühchristlicher Mönche, die als Eremiten oder Gemeinschaft in der Wüste lebten, und anderen christlichen Männern und Frauen, die als Kirchenväter oder Büßer in den Ruf der Heiligkeit gelangten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Sammlung immer wieder variiert und erweitert. Die Hauptquelle sind die durch den Hl. Hieronymus begründeten „Vitaspatrum“, für die jüngeren Legenden wurde u. a. die „Legenda aurea“ des Jacobus de Voragine herangezogen. - Bereits in der Benediktinerregel wurden die Vitaspatrum zur Lektüre vorgeschrieben, womit das Werk einen höchst bedeutenden Einfluss auf das mönchische und kulturelle Leben des Mittelalters bis in die Neuzeit bekam. Laut Eintrag im Vorderdeckel am 15. Mai 1908 in der Auktion der Bibliothek Lachnit in Wien ersteigert.