Lot 132
B. de Chasseneuz, Catalogus gloriae mundi ... in xii libros divisum. Ffm 1579.
Estimate
€ 2.000
Starting Price
€ 1.500
Lot:
132
Category:
Old prints up to 1600
Catalogus gloriae mundi. In quo multa praeclara de praerogativis, praeeminentiis, maioritate, praestantiis & excellentiis, continentur, quae circa honores, laudes, gloriam, dignitates, commendationes, etiam statum & ordinem: non solum coelestium, verum etiam terrestrium & infernorum versantur ... ; in XII. libros diuisum. 32,6 x 21,5 cm. Mit 1 gest. Titelvign., 1 gest. Wappenvign. u. 12 doppelblattgr. gest. Kupfertafeln. 12 Bll. Mod. HLdr. mit Rs., Rt., Rv.
((Einband berieben und bestoßen. Erste 12 Blätter am unteren Rand wasserfleckig und minimal wurmstichig. Titel angefalzt. Im Textteil gering alters- und gebrauchsfleckig. Eine Tafel im weißen Rand mit kleiner Fehlstelle. Weiße Ränder der Tafeln fingerfleckig.))
Chasseneuz, Barthélemy de: Catalogus gloriae mundi. In quo multa praeclara de praerogativis, praeeminentiis, maioritate, praestantiis & excellentiis, continentur, quae circa honores, laudes, gloriam, dignitates, commendationes, etiam statum & ordinem: non solum coelestium, verum etiam terrestrium & infernorum versantur ... In XII. libros diuisum. Frankfurt a. M.: S. Feyerabend 1579. 32,6 x 21,5 cm. Mit 1 Hz.-Titelvign., 1 Hz.-Wappenvign. u. 12 doppelblattgr. gest. Kupfertafeln von J. Amman. 12 Bll. Mod. HLdr. mit Rs., Rt., Rv.
(Einband berieben und bestoßen. Erste 12 Blätter am unteren Rand wasserfleckig und minimal wurmstichig. Titel angefalzt. Im Textteil gering alters- und gebrauchsfleckig. Eine Tafel im weißen Rand mit kleiner Fehlstelle. Weiße Ränder der Tafeln fingerfleckig.)
Adams I, 1415. Andresen, Amman 32-43. Becker, Amman 99:1, 2, 4-11 u. 105. VD16 C 2074. - Ohne den Textteil. Enthält nur 12 Blätter mit Text (Praefatio und Index) und die 12 Tafeln. - Der französische Jurist Barthélemy de Chasseneuz (1480–1541) gibt in seinem erstmals 1529 erschienenen Werk eine umfassende Sozialordnung seiner Zeit wieder. Die Tafeln der Feyerabend-Ausgabe illustrieren jedoch nicht nur die soziale Ordnung unter den Menschen, sondern reichen von der himmlischen Hierarchie bis hin zur belebten und unbelebten Natur. So stellt die erste Tafel das Weltsystem als Scheibe dar, in deren Mitte die Erde mit den Wendekreisen angegeben ist. Die zweite Tafel zeigt die himmlische Hierarchie, an deren Spitze die Dreieinigkeit und die heilige Jungfrau stehen, die von Heiligen, Fürsten, Klerus und Volk angebetet werden. Unter den stufenweise übereinander angeordneten Menschen bzw. Ämtern und Würden brennt das Fegefeuer. Weitere Tafeln zeigen (in dieser Reihenfolge) die 14 Wissenschaften und Künste, den Papst und den Klerus, die 7 Gewerbe, das Paradies, die Wappen der Königreiche alter und neuerer Zeit, das weltliche Gericht, die Versammlung unter dem Vorsitz des Kaisers und des Königs, den Adel und schließlich die verschiedenen militärischen Ränge. Das Werk Chasseneuz' gibt Aufschluss über zwei grundlegende frühneuzeitliche Vorstellungen: Zum einen über diejenige, dass die Welt einer festen Ordnung folge und aller Streit aus der Unkenntnis oder Nichtbeachtung dieser Ordnung resultiere (Chasseneuz' juristischer Anspruch). Zum anderen demonstrieren seine Ausführungen bzw. die in den Illustrationen zwischen den Zeilen zu lesenden Hinweise, welchen Stellenwert soziale Mobilität und das Individuum hatten: Der Mensch war von dem ausgeübten Amt, dem die höchste Ehre galt, abgekoppelt und hatte sich in eine Ordnung zu fügen, die als unumstößlich angesehen wurde.
((Einband berieben und bestoßen. Erste 12 Blätter am unteren Rand wasserfleckig und minimal wurmstichig. Titel angefalzt. Im Textteil gering alters- und gebrauchsfleckig. Eine Tafel im weißen Rand mit kleiner Fehlstelle. Weiße Ränder der Tafeln fingerfleckig.))
Chasseneuz, Barthélemy de: Catalogus gloriae mundi. In quo multa praeclara de praerogativis, praeeminentiis, maioritate, praestantiis & excellentiis, continentur, quae circa honores, laudes, gloriam, dignitates, commendationes, etiam statum & ordinem: non solum coelestium, verum etiam terrestrium & infernorum versantur ... In XII. libros diuisum. Frankfurt a. M.: S. Feyerabend 1579. 32,6 x 21,5 cm. Mit 1 Hz.-Titelvign., 1 Hz.-Wappenvign. u. 12 doppelblattgr. gest. Kupfertafeln von J. Amman. 12 Bll. Mod. HLdr. mit Rs., Rt., Rv.
(Einband berieben und bestoßen. Erste 12 Blätter am unteren Rand wasserfleckig und minimal wurmstichig. Titel angefalzt. Im Textteil gering alters- und gebrauchsfleckig. Eine Tafel im weißen Rand mit kleiner Fehlstelle. Weiße Ränder der Tafeln fingerfleckig.)
Adams I, 1415. Andresen, Amman 32-43. Becker, Amman 99:1, 2, 4-11 u. 105. VD16 C 2074. - Ohne den Textteil. Enthält nur 12 Blätter mit Text (Praefatio und Index) und die 12 Tafeln. - Der französische Jurist Barthélemy de Chasseneuz (1480–1541) gibt in seinem erstmals 1529 erschienenen Werk eine umfassende Sozialordnung seiner Zeit wieder. Die Tafeln der Feyerabend-Ausgabe illustrieren jedoch nicht nur die soziale Ordnung unter den Menschen, sondern reichen von der himmlischen Hierarchie bis hin zur belebten und unbelebten Natur. So stellt die erste Tafel das Weltsystem als Scheibe dar, in deren Mitte die Erde mit den Wendekreisen angegeben ist. Die zweite Tafel zeigt die himmlische Hierarchie, an deren Spitze die Dreieinigkeit und die heilige Jungfrau stehen, die von Heiligen, Fürsten, Klerus und Volk angebetet werden. Unter den stufenweise übereinander angeordneten Menschen bzw. Ämtern und Würden brennt das Fegefeuer. Weitere Tafeln zeigen (in dieser Reihenfolge) die 14 Wissenschaften und Künste, den Papst und den Klerus, die 7 Gewerbe, das Paradies, die Wappen der Königreiche alter und neuerer Zeit, das weltliche Gericht, die Versammlung unter dem Vorsitz des Kaisers und des Königs, den Adel und schließlich die verschiedenen militärischen Ränge. Das Werk Chasseneuz' gibt Aufschluss über zwei grundlegende frühneuzeitliche Vorstellungen: Zum einen über diejenige, dass die Welt einer festen Ordnung folge und aller Streit aus der Unkenntnis oder Nichtbeachtung dieser Ordnung resultiere (Chasseneuz' juristischer Anspruch). Zum anderen demonstrieren seine Ausführungen bzw. die in den Illustrationen zwischen den Zeilen zu lesenden Hinweise, welchen Stellenwert soziale Mobilität und das Individuum hatten: Der Mensch war von dem ausgeübten Amt, dem die höchste Ehre galt, abgekoppelt und hatte sich in eine Ordnung zu fügen, die als unumstößlich angesehen wurde.