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P. Mussard, Historia deorum fatidicorum, vatum, sibyllarum ... Genf 1675. P. Mussard, Historia deorum fatidicorum, vatum, sibyllarum ... Genf 1675.
Los 252
Kategorie Geschichte, Kulturgeschichte, Varia
Autor Mussard, Pierre
Mussard, Pierre: Historia deorum, fatidicorum, vatum, sibyllarum, phoebadum, apud priscos illustrium: cum eorum iconibus. Praeposita est dissertatio de divinatione et oraculis. Colonia Allobrogum (Genf): Pierre Chouët 1675. 20,4 x 14,5 cm. Mit gest. Titelvign. und 50 ganzseit. Textkupfern von Joh. Th. de Bry. 4 Bll., 249 [recte 239] SS., 2 Bll. Pgt. mit hs. Rt.

(Feucht- und gebrauchsfleckig. Gebräunt und teils stark wasserrandig, einige kl. reparierte Papierverletzungen, z. B. im unteren Rand des Titelblattes. Paginierung springt von S. 169 auf 180).

Holzmann/Boh. II, 9640. Cioranescu 50793. Praz S. 370. - Erste Ausgabe des Werkes über Weissagungen, Sibyllen und Propheten des Hugenottenpfarrers Pierre Mussard (1627-1686) aus dem Genfer Exil. Die schönen Textkupfer stammen aus Boissard's "Tractatus de divinatione" (1615) und zeigen Bildnisse der Götter mit allegorischen barocken Attributen. Mussard betrieb eine scharfe Polemik gegen den Katholizismus. Möglichst viele katholische Institutionen und Zeremonien, wie das Papsttum, die Heiligenkulte, den Glauben ans Fegefeuer und auch den Gebrauch von Kultbildern führt er auf heidnische Ursprünge zurück. Im Jahre 1670 verließ Mussard Frankreich um nach Genf ins Exil zu gehen, musste es jedoch sechs Jahre später auf Betreiben von orthodoxen Kräften der Genfer Calvinisten wieder verlassen. (Vgl. Universität Heidelberg, Praktisch-Theologisches Seminar, L II c 20: Pierre Mussard).
Schätzpreis € 300